Dr. Kai Wiemer ist Regionalbeauftragter des Monats der Stiftung LebensBlicke

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196980Dr. Kai Wiemer, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie am Hellmig-Krankenhaus KamenKamen. Dem Einsatz gegen den Darmkrebs hat sich Dr. Kai Wiemer verschrieben, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie am Hellmig-Krankenhaus Kamen. Die Stiftung LebensBlicke hat sein Engagement jetzt mit einer besonderen Auszeichnung gewürdigt.

Im September hat Dr. Kai Wiemer die Leitung der Fachklinik am Kamener Krankenhaus übernommen. Seinen Einsatz als Regionalbeauftragter der Stiftung LebensBlicke, die sich für die Vermeidung von Darmkrebs einsetzt, hat er auch von Kamen aus fortgesetzt. Unter anderem hat er umgehend in der Pulsschlagreihe von VHS und Klinikum Westfalen mit einem Vortragsabend über das Thema informiert. Mit der Ernennung zum Regionalbeauftragten des Monats Dezember honoriert die Stiftung aber auch das medizinische Konzept, das Dr. Wiemer am Kamener Krankenhaus vorantreibt. Mit der engen Zusammenarbeit von Gastroenterologie, Onkologie und Viszeralchirurgie entsteht hier ein Viszeralmedizinisches Zentrum, das optimale diagnostische und therapeutische Strukturen zu Darmkrebserkrankungen bietet.

Die Auszeichnung selbst nimmt Dr. Wiemer nicht so wichtig, das Engagement dahinter schon. "Darmkrebs kann durch Vorbeugung zu fast 100 Prozent komplett vermieden, also nicht nur früh erkannt werden", erläutert er. Dies sei die einzige Krebsart, bei der schon eine nicht bösartige Vorstufe erkannt und schonend beseitigt werden kann. Ängste und Mythen, die damit oft noch verbunden werden, seien heute gut zu entkräften. Das Verfahren sei schmerzlos durchzuführen und ausgesprochen komplikationsarm. Dr. Wiemer wirbt dafür auch in Kooperationsveranstaltungen mit Vereinen und Betrieben. Im von der Stiftung LebensBlicke mit initiierten Darmkrebsmonat März, der diesmal unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn steht, plant der Chefarzt im Hellmig-Krankenhaus eine weitere Veranstaltung, die für die Darmkrebsvorsorge werben soll.

Zufrieden zeigt sich Dr. Wiemer mit dem erfolgreichen Start der Fachklinik für Gastroenterologie am Hellmig-Krankenhaus. Beim Kampf für die Darmkrebsvermeidung kann es für ihn Zufriedenheit aber nicht geben. Jeder einzelne vermeidbare Darmkrebsfall sei einer zu viel.

Verkehrsunfallflucht - Unbekannter BMW Fahrer drängte PKW ab

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polizeimeldung18KWKamen. Am Donnerstag (20.12.2018) fuhren gegen 17 Uhr mehrere Fahrzeuge hinter- und nebeneinander auf der Unnaer Straße in Richtung Kamen. In Höhe des Beginns des Linksabbiegerstreifens auf die Autobahn A 1 wechselte ein unbekannter Fahrer eines silbernen BMW unvermittelt vom Linksabbiegerstreifen auf die mittlere Spur und achtete dabei nicht auf einen dort fahrenden 65 jährigen Bergkamener. Dieser konnte nur durch Ausweichen nach rechts einen Zusammenstoß mit dem BMW vermeiden, kollidierte dabei aber mit einem rechts fahrenden 22 jährigen Unnaer. Der unbekannte BMW Fahrer setzte seine Fahrt fort. Nach Angaben der Geschädigten sei ihnen der BMW schon vorher durch seine rücksichtslose Fahrweise aufgefallen. Bei dem silbernen BMW 316 soll es sich um ein älteres Fahrzeug aus dem Zulassungsbereich Unna gehandelt haben. Es entstand ein Sachschaden von etwa 12 000 Euro.

Hinweise zu dem flüchtigen Fahrzeug oder seinem Fahrer bitte an die Polizei in Unna unter der Rufnummer 02303 921 3120 oder 921 0. (ots)

Weihnachtskalender des Lionsclub BergKamen: Die Gewinnnummern vom 21.12.2018

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Lions Ziehung Gewinnzahlen 2018Ziehung der Gewinnnummern des Weihnachtskalenders Lionsclub BergKamen vlnr Präsident Heinz-Georg Webers Friedrich-Wilhelm Brumberg Dr Hubert BrinkschulteKamen/Bergkamen. Unter notarieller Aufsicht wurden jetzt die Gewinnnummern für den diesjährigen Lions-Weihnachtskalender gezogen. Zur Freude der Lions ist die dreizehnte Auflage dieses inzwischen im heimischen Raum bekannten und beliebten Kalenders fast ausverkauft.

Die Löwen hatten reichlich zu tun, sie mussten über 250 mal in die Lostrommel greifen. Jetzt stehen die Gewinnnummern fest. Sie werden ab dem ersten Dezember in den heimischen Zeitungen und Onlinemagazinen und im Internet u.a. auf der Homepage www.weskamp-partner.de zu lesen sein.

Zu den über 250 attraktiven Gewinnen zählen Einkaufs- und Warengutscheine bis zu 300 Euro und wertvolle Sachpreise. Der Hauptpreis am 24. Dezember ist ein Reisegutschein im Wert von 1000 Euro.

Doch nicht nur die Gewinner werden sich freuen. Da die Herstellungskosten des Kalenders und sämtliche Preise von Spendern und Sponsoren finanziert wurden, ist gewährleistet, dass der gesamte Erlös der Aktion Projekten für Kinder und Jugendliche in Bergkamen und Kamen zukommt.

21. Dezember 2018 Gewinn Los-Nummer
Goldschmiede Telgmann Kamen Schmuckgutschein im Wert von 300,00 EUR 2141
Kulturreferat Stadt Bergkamen Theater-Abo 2018/19, Wert 100,00 EUR 673
Modehaus Schnückel Bergkamen Warengutschein im Wert von 20,00 EUR 2779
Modehaus Schnückel Bergkamen Warengutschein im Wert von 20,00 EUR 2988
Modehaus Schnückel Bergkamen Warengutschein im Wert von 20,00 EUR 2684
Modehaus Schnückel Bergkamen Warengutschein im Wert von 20,00 EUR 404
Modehaus Schnückel Bergkamen Warengutschein im Wert von 20,00 EUR 2751
 

Kampfansage an tierische "Tretminen" in Heeren

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stadtteil2 12185AGziehen Elvira Boeke (1.v.l., mit Husky-Mischling Rex), Beate Siebert und Heike Gerull (4. u. 5.v.l.) von der Initiative "Rund ums Dorf" mit Gabriela Schwering vom Planungsamt der Stadt Kamen und Stadtteilmanager Jakob Hamborg in den Kampf gegen tierische "Tretminen". Foto: Alex Grün für KamenWeb.de

von Alex Grün

Kamen-Heeren-Werve. Die Heeren-Werver Initiative "Rund ums Dorf" hat den tierischen "Tretminen" im Stadtteilzentrum den Kampf angesagt.

Gemeint ist das "Tagewerk" von "Bello", "Waldi" oder "Strolch", das seinen Niederschlag allzu oft auf den Heerener Bürgersteigen findet. 5000 angemeldete Hunde gibt es insgesamt in der Sesekestadt, davon lebt ein nicht gerade geringer Teil im Stadtteil Heeren. Den Tieren stehen hier insgesamt acht artgerechte Toiletten zur Verfügung, ausgestattet mit Plastikbeuteln fürs Häufchen. Die sind offenbar schnell vergriffen, dennoch laden die Hinterlassenschaften der Fellnasen immer noch an jeder Ecke zum sprichwörtlichen "Tritt ins Glück" ein. Das eklatanteste Beispiel ist die Kreuzung Märkische Straße/Mittelstraße. Dort steht eine Hundetoilette mit Beutelständer, der erst vor wenigen Tagen, so wie alle zwei Wochen, von der GWA mit frischen Beuteln aufgefüllt wurde. Die Tüten sind weg, wo der potentielle Inhalt geblieben ist, sieht man auf den ersten Blick - wenn nicht, tritt man rein. Den Mitgliedern der Stadtteilinitiative "Rund ums Dorf" "stinkt" dieser Missstand mittlerweile so sehr, dass sie in Zusammenarbeit mit dem Stadtteilmanagement und der Stadt Kamen eine Aktion zur Sauberkeit auf Heeren-Werves Straßen starteten und 50 Alu-Schilder mit dem Aufdruck "Mach deine Mitmenschen gücklich, nimm's selbst in die Hand" und einer entsprechend auffordernden Illustration herstellen ließen. Diese sind in erster Linie für Privatgrundstücke und Geschäfte vorgesehen, nicht für öffentliche Plätze - die einzige Ausnahme: Die besagte Kreuzung an der Märkischen Straße, und das aus gutem Grund. Rund 20 Schilder hätten sich die Heerener innerhalb der letzten zwei Wochen bereits abgeholt, man sehe sie jetzt auch öfter nicht nur an Hauswänden, sondern auch in den Schaufenstern der ansässigen Geschäfte, sagt Stadtteilmanager Jakob Hamborg, der das Büro seit November kommissarisch leitet. "Ich habe den Eindruck, dass es seitdem auf manchen Wegen schon weniger geworden ist", bemerkt Elvira Boeke. Sie selbst ist stolze Besitzerin von Husky-Mischling Rex und sei stets darauf bedacht, dass der keine "Tretminen" hinterlässt. Wenn keine Kotbeutel mehr im städtischen Ständer sind, greift sie auch schon mal zum Obststand-Plastiktütchen vom letzten Einkauf - "die kann man doch prima weiterverwenden, für den Hausmüll sind sie ohnehin zu klein". Aber insgesamt gehe der Trend eher in die gegenteilige Richtung, ist die gebürtige Heerenerin überzeugt, die den derzeitig schmuddeligen Zustand von früher her nicht kennt. Das liege ihrer Meinung nach einerseits daran, dass es in Heeren viel mehr Hunde gibt als vor ein paar Jahrzehnten, andererseits an der Erziehung - "und zwar nicht der Hunde, sondern der Besitzer", ist Elvira Boeke überzeugt. Die Hunde könnten für dieses Verhalten schließlich nichts, das Problem sei immer am anderen Ende der Leine zu suchen, sagt sie. Aber nicht nur auf die City beschränke sich das Problem, auch Gegenden wie etwa die Zechensiedlung in der Hans-Böckler-Straße oder das Gewerbegebiet an der Nikolaus-Otto-Straße seien stark betroffen. Beate Siebert, die in der Nähe des Spielplatzes an der Bergstraße wohnt, zähle ihre Beschwerden beim Ordnungsdienst der Stadt Kamen schon gar nicht mehr mit. Sogar auf dem Spielplatz ließen die Leute ihren Hunden "freien Lauf", empört sie sich. Und wenn sie die Missetäter direkt anspreche, kämen oft "rüde" Antworten, einmal sei sie sogar nach einer Zurechtweisung eines Hundebesitzers, dessen Tier sich in der Nähe des Spielplatzes erleichtert habe, mit einer Leine als Peitsche bedroht worden. "Genau deshalb wollen wir mithilfe der Schilder die Bürger dazu sensibilisieren, Rücksicht zu nehmen", erklärt Gabriela Schwering vom Planungsamt der Stadt Kamen. Die Hinweisschilder sind im Stadtteilbüro an der Mittelstraße kostenlos erhältlich - solange der Vorrat reicht.

Team Lückenfüller siegt bei der "Langen Volleyballnacht"

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Kamen. Zum 20. Mal fand am Mittwoch die "Lange Volleyball-Nacht" an der Gesamtschule statt. Bis weit nach Mitternacht - viele der Teilnehmer brauchten eine elterliche Genehmigung - baggerten und pritschten sich 20 Mannschaften in der Sporthalle 1 die Bälle um die Ohren. Der Sport-Leistungskurs der Gesamtschule hatte wieder mehr als 160 Teilnehmer mobilisiert, von der aktuellen Oberstufe bis zu den Abi-Absolventen von vor zehn Jahren. Und auch zwei Lehrer-Teams waren diesmal angetreten, so dass die Altersspanne unter den Teilnehmern zwischen 16 und 60 Jahren gelegen haben dürfte - Respekt! Der Sport-LK übernimmt seit 2014 die Organisation des Turniers. Das Rennen machte nach einer spannenden K.O.-Runde und einem Finalsieg gegen das "Teacher-Team" das Team "Lückenfüller". Die Startgelder in Höhe von jeweils einem Euro sollen, wie in den Jahren zuvor, einem wohltätigen Zweck zugute kommen. (AG)

Frische Eier aus dem Hühnermobilstall

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Ligges1218CVSo macht Eierlegen Spaß: Julius Ligges umgeben von den gefiederten Mitarbeiterinnen vor dem neu angeschafften Hühnermobil. Fotos: Christoph Volkmer für KamenWeb.de

Ligges021218CVUte Ligges sorgt dafür, dass der neu aufgestellte Verkaufsautomat stets mit frischer Ware gefüllt ist.von Christoph Volkmer

Wasserkurl. Kürbisse und Kartoffeln sind auf dem Hof Ligges schon seit längerer Zeit auch außerhalb der normalen Öffnungszeiten in einem Selbstbedienungsbereich zu bekommen. Jetzt gibt es hier in einem neu aufgestellten Verkaufsautomat erstmals auch Eier - natürlich aus eigener Bio-Produktion von 300 neuen gefiederten Mitarbeiterinnen.

Das Feld an der Afferder Straße, wo der mit Solarenergie versorgte Hühnermobilstall steht, scheint ein guter Nährboden zu sein. Die 300 Hennen sind auf jeden Fall emsig bei der Produktion, die aktuell schon über 260 Eier am Tag erbringt. „Es werden jeden Tag ein paar mehr“, sagt Julius Ligges, der in Soest im dritten Semester Agrarwirtschaft studiert. Der 22-Jährige hatte zusammen mit Vater Volker die Idee, das Portfolio des familieneigenen Hofes mit Eiern zu ergänzen.

Das Familienunternehmen ist seit 2017 auf dem Weg zum offiziellen Biobetrieb, sodass die Produktion nach strengen Bioland-Richtlinien erfolgt. Bei den Eiern ist das möglich, weil die Legehennen in Freilandhaltung tagsüber Auslauf im Freien haben, wobei für jedes Huhn mindestens vier Quadratmeter Auslauffläche bereit stehen.

Ligges031218CVHenrik Ligges sammelt die Erzeugnisse der Hühner ein.

Neben der Versorgung mit ausgewogenem Futter im von einer Photovoltaik-Anlage betriebenen Mobil bekommen die Legehennen und drei Hähne vor der eigenen Haustür regelmäßig grüne Wiesen vorsetzt, denn einmal in der Woche wird der hochmoderne Legestall versetzt. „Das schont dazu die Vegetation, denn so gelingt uns eine Vermeidung der Parasitenvermehrung und eine Überdüngung des Bodens“, erklärt Julius Ligges.

Auch beim Eierlegen genießen die Tiere eine Menge an Komfort. In mit Dinkelspelz ausstaffierten Legebereich ist es für die Tiere nicht nur gemütlich, sondern auch so geräumig, dass die Eierproduktion in Gesellschaft möglich ist.

Der Hofverkauf in der großen Scheune endet in diesem Jahr am 22. Dezember. Dank des Verkaufsautomaten gibt es aber Eier und Kürbisprodukte sowie Kartoffeln und vieles mehr ständig im Selbstbedienungsbereich des Hofladens, der sich links neben dem Haupteingang befindet.

 

Der Kreis Unna nach dem Ende des Steinkohlebergbaus

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technoparkKW0702182Der Kreis hat sich auch als Lebensraum aus Bergbaugeschichte heraus weiterentwickelt. • Der Kamener Technopark war ebenfalls ein Bergbaustandort.

Aus der Tiefe nach vorn

Kreis Unna. "Die Kohle, die Zechen und die Kumpel haben auch unsere Region geprägt. Der Rückzug des Bergbaus hat uns deshalb hart getroffen", sagt Landrat Micheal Makiolla. Er blickt zum Ende des Steinkohlebergbaus im Ruhrgebiet damit aber auch auf eine seitdem gute Entwicklung im Kreis Unna zurück. Denn wo es früher unter Tage ging, geht es heute wirtschaftlich bergauf: Aus der Tiefe nach vorn.

Der Weg von der wirtschaftlichen Monostruktur hin zu einem heute breit aufgestellten Branchenmix mit über 14.000 Unternehmen haben Verwaltung und Politik früh und damit vorausschauend eingeschlagen: Zum Beispiel mit der Gründung der bundesweit ersten Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Unna (WFG) zu Beginn der 1960er Jahre. Sie hat seitdem über 550 Unternehmen in den Kreis geholt und damit über die Jahre 30.000 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Der Blick zurück
Schon um 1580 gab es die ersten Zechen im Kreis Unna. Der Bergbau lebte seit dem 18. Jahrhundert mit vielen Kleinzechen groß auf und entwickelte sich in atemberaubender Geschwindigkeit. Zu Spitzenzeiten gab es über 40 Zechen, zahlreiche kleine Stollen und Kleinzechen zwischen Selm und Fröndenberg.

Der Kreis Unna bietet damit einen wohl einmaligen Querschnitt durch die gesamte Geschichte des Bergbaus im Revier: von Kleinzechen an den Ruhrhängen – dort gruben sogar Bauern auf ihren Feldern mit Schaufeln nach Kohle – bis zu modernen Förderanlagen im Norden des Kreises.

Wo der Bergbau am größten war
Bergkamen war einst die größte Bergbaustadt Europas. Zu Spitzenzeiten arbeiteten auf der Zeche Haus Aden über 7.500 Bergleute. Sie erreichten 1985 die höchste Jahresförderleistung von fast vier Millionen Tonnen Steinkohle – um diese Zeit schloss die heute wohl berühmteste Zeche im Ruhrgebiet: Zeche Zollverein in Essen.
Die letzten Schächte der Zeche im Norden des Kreises schlossen dagegen erst im Jahr 2000. Diesen Schließungen sollten zahlreiche folgen – am 21. Dezember schließt auch die letzte Zeche im Revier: Prosper Haniel in Bottrop. Damit endet die Ära der Steinkohle im Ruhrgebiet.

Blick nach vorn
Doch nicht erst seitdem im Jahr 2000 der letzte Schacht verfüllt wurde, wandelt sich die Struktur im Kreis Unna. Wo früher Zechen standen, stehen heute moderne Unternehmen, Technologie- und Gründerzentren oder Orte für Wohnen sowie Kunst und Kultur.

Die Arbeitslosigkeit sank im Jahr 2008 erstmals seit 1985 unter zehn Prozent und liegt derzeit bei 6,7 Prozent (November 2018). Der Blick auf den Arbeitsmarkt zeigt auch: Im Kreis Unna wohnen heute mehr als 140.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte, rund 129.000 haben hier ihren Arbeitsplatz. Tendenz: steigend.

Die stärkste Zunahme ist übrigens im Sektor "Verkehr und Lagerei" zu verzeichnen. Das zeigt, dass der Kreis Unna nicht nur bei der Herstellung, Bearbeitung und Verarbeitung von Metall und bei der Kreislaufwirtschaft punktet, sondern auch ein erstklassiger Logistikstandort ist. Namhafte Unternehmen unterschiedlichster Branchen sind heute im Kreis Unna zuhause: dazu zählen Amazon, KiK, Remondis, Bayer oder auch Welser Profile.

Die wirtschaftliche Entwicklung ist gut, meint Landrat Michael Makiolla: "Ich danke nochmal ganz herzlich all denen, die auf den Zechen geschuftet haben. Sie haben gezeigt, wie man zusammenhält und sie haben zu unserem Wohlstand beigetragen. Ich danke aber auch denen, die uns in den letzten Jahrzehnten erfolgreich in ein neues wirtschaftliches Zeitalter geführt haben."

Große Geschichte – kleiner Überblick
Wer sich einen kleinen Überblick über die große Geschichte des Bergbaus im Kreis Unna verschaffen will, kann sich den Film "Aus der Tiefe nach vorn - #lichtbeidernacht" des Kreises Unna auf www.kreis-unna.de, Facebook, Instagram und Twitter ansehen. Er zeigt exemplarisch, wie sich die Region nach dem Rückzug des Bergbaus gewandelt hat.

Die Social-Media-Kanäle des Kreises sind erreichbar unter www.facebook.com/KreisUnna, www.twitter.com/kreis_UN und www.instagram.com/kreis_UN. PK | PKU

 

Zulassungsstellen vergeben keine Termine mehr

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kennzeichenUNKWKreis Unna. Der Andrang in den Zulassungsstellen in den Kreishäusern in Unna und in Lünen ist enorm. Die Folge: sehr lange Wartezeiten. Die Vergabe neuer Termine ist deshalb nicht mehr möglich. Der Kreis rät allen, die Geschäfte rund ums Fahrzeug möglichst ins neue Jahr zu verlegen.

Die Zulassungsstellen sind ab Mittwoch, 2. Januar wieder geöffnet. Die Öffnungszeiten finden sich unter www.kreis-unna.de. PK | PKU

Archiv: Kreisverwaltung macht Betriebsferien

Jahresabschlussturnier des 1. Pétanque Club 99 Kamen

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boule1218Das Foto zeigt die Finalteilnehmer von links nach rechts: Bernd Hänsel, Gudrun Eckmann, Dietmar Deifuß und Manfred Rutke Kamen. Mit ihrem schon traditionellen Jahresabschlussturnier beendeten die Mitglieder des 1. Pétanque Clubs 99 Kamen am Sonntag im „Boulodrome“ auf der Lüner Höhe ihre diesjährige Wettkampfsaison. 17 Spielerinnen und Spieler traten bei diesem internen Turnier in der Vorrunde im Doublette nach dem Modus „Super-Mêlée“ gegeneinander an. Nach drei zum Teil ausgesprochen spannenden Spielen standen danach die Finalteilnehmer fest, die alle drei Siege auf ihrem Konto verbuchen konnten. Hier setzten sich dann Gudrun Eckmann und Dietmar Deifuß mit 13:7 gegen Bernd Hänsel und Manfred Rutke durch und konnten im Anschluss den begehrten Siegerpokal entgegennehmen. Ein geselliges Beisammensein aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer beendete diese wieder einmal gelungene Veranstaltung.

Auch VKU-Busfahrer warten aufs Christkind

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winterweltvkuKWKreis Unna. Bis zum 24. Dezember laufen die Vorbereitungen für „Das Fest der Feste“ auf Hochtouren, dann kehrt auch bei der VKU Ruhe ein. Ab dem Nachmittag des Heiligen Abend stehen alle Räder still, und die Busfahrerinnen und Busfahrer warten gespannt aufs Christkind. Wer sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Familienfeier chauffieren lassen will, muss am Heiligen Abend und den Weihnachtstagen deshalb folgendes beachten:

Am Heiligen Abend verkehren alle Busse, Taxi-Busse und AST-Verkehre mit Ausnahme der Nachtverkehre auf ihren Linien wie samstags, aber der letzte Einstieg kann bis spätestens 16.59 Uhr erfolgen, nach 17.00 Uhr kann niemand mehr zusteigen. Alle Fahrzeuge fahren bei Bedarf bis zu den Endstellen.

DasNachtAST fährt nicht in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember und die NachtBusse von Provinzial und VKU, N1, N2, N10, N11, N19, N31 und N32 fahren nicht in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember.

Die Bestellung von TaxiBus-Verkehren
(Tel. 0 800 3 / 50 40 31) muss am Heiligen Abend bis 14.00 Uhr erfolgt sein.

Am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag fahren sämtliche VKU-Bus- und VKU-TaxiBus-Linien nach dem Sonn- und Feiertag-Fahrplan.

Auch die Servicezentrale fahrtwind hat über die Feiertage gesonderte Öffnungszeiten. Heiligabend ist in Kamen von 9h bis 13h geöffnet; an den Weihnachtstagen sowie am 31.12. und 01.01.19 haben fahrtwind Kamen und Lünen geschlossen.

Weitere Informationen rund um Bus und Bahn gibt es bei der kreisweiten Servicezentrale fahrtwind unter Telefon 0 180 6 / 50 40 30 (pro Verbindung: 20 ct / mobil max. 60 ct).

Stadtteilmanagement in Heeren mit neuer Leitung

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stadtteilprojekt1218AGGabriela Schwering vom Planungsamt der Stadt Kamen, die Heerener Bürgerinnen Elvira Böke und Beate Siebert und Stadtteilmanager Jakob Hamborg machen Werbung für die Heerener Jutetasche. Foto: Alex Grün für KamenWeb.de

von Alex Grün

Kamen-Heeren-Werve. Seit letztem Monat ist Jakob Hamborg neuer Stadtteilmanager für Heeren-Werve.

Dort vertritt er für etwas mehr als ein Jahr die hochschwangere Stephanie Haake. Ebenso wie die bisherige Stadtteilmanagerin ist auch der 26-jährige Hamborn, der Raumplanung in Dortmund studierte, beim Dortmunder Planungsbüro plan-lokal beschäftigt, das von der Stadt Kamen mit dem Stadtteilmanagement für Heeren beauftragt ist. Das Spektrum der Aufgaben, die man als Stadtteilmanager zu meistern hat, ist breit gefächert. Denn die Fäden aller Heerener Akteure laufen bei ihm zusammen. Ob es um die Umgestaltung des Luisenparks zum Mehrgenerationenpark mit neuer Beleuchtung, Unterstellmöglichkeit und Sitz- und Grillplätzen, die Aufwertung des Spielplatzes an der ehemaligen Käthe-Kollwitz-Schule oder um die Schaffung eines "grünen Klassenzimmers" an der Rosenstraße geht - an vielen Ecken und Enden des Stadtteils müssen die Wünsche und Anregungen seitens der Bürger, Vereine und Gewerbetreibenden erfasst und koordiniert werden. "Alles in allem kann man sagen, das wir das integrierte Handlungskonzept für den Stadtteil begleiten und dabei Netzwerkarbeit zwischen allen beteiligten Akteuren leisten", erklärt Hamborg. Des Weiteren wird eine Reihe von Veranstaltungen vom Stadtteilbüro begleitet, wie etwa am 10. Januar im Lutherzentrum, wo die Pläne für das neue Stadtteilzentrum präsentiert werden oder - ganz wichtig - der Tag der offenen Tür am 6. April. An diesem Tag soll nicht nur der Erste Spatenstich für das neue Zentrum gesetzt werden, sondern die Heeren-Werver Gewerbetreibenden und Vereine werden an diesem Tag die Gelegenheit nutzen, die Bürger zum "Hineinschnuppern" einzuladen. Eine weitere Idee wurde jetzt in Form der Heerener Jutetasche in die Tat umgesetzt. Um möglichen Umsatzeinbußen durch die zu erwartenden Baustellen in der Märkischen Straße vorzubeugen, hat das Stadtteilmanagement Jutetaschen entworfen mit der Aufschrift "Tut Jutes - Kauft im Dorf" - mit denen können die Heerener ihre Solidarität mit den benachbarten Geschäften bekunden. 1000 Exemplare der umweltfreundlichen Beutel aus Bio-Baumwolle wurden hergestellt, erhältlich sind sie jetzt kostenlos im Stadtteilbüro an der Elsa-Brandström-Straße oder in vielen Heeren-Werver Geschäften.

Mehr Informationen zum Stadtteilprojekt >>>

Weihnachtskalender des Lionsclub BergKamen: Die Gewinnnummern vom 20.12.2018

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Lions Ziehung Gewinnzahlen 2018Ziehung der Gewinnnummern des Weihnachtskalenders Lionsclub BergKamen vlnr Präsident Heinz-Georg Webers Friedrich-Wilhelm Brumberg Dr Hubert BrinkschulteKamen/Bergkamen. Unter notarieller Aufsicht wurden jetzt die Gewinnnummern für den diesjährigen Lions-Weihnachtskalender gezogen. Zur Freude der Lions ist die dreizehnte Auflage dieses inzwischen im heimischen Raum bekannten und beliebten Kalenders fast ausverkauft.

Die Löwen hatten reichlich zu tun, sie mussten über 250 mal in die Lostrommel greifen. Jetzt stehen die Gewinnnummern fest. Sie werden ab dem ersten Dezember in den heimischen Zeitungen und Onlinemagazinen und im Internet u.a. auf der Homepage www.weskamp-partner.de zu lesen sein.

Zu den über 250 attraktiven Gewinnen zählen Einkaufs- und Warengutscheine bis zu 300 Euro und wertvolle Sachpreise. Der Hauptpreis am 24. Dezember ist ein Reisegutschein im Wert von 1000 Euro.

Doch nicht nur die Gewinner werden sich freuen. Da die Herstellungskosten des Kalenders und sämtliche Preise von Spendern und Sponsoren finanziert wurden, ist gewährleistet, dass der gesamte Erlös der Aktion Projekten für Kinder und Jugendliche in Bergkamen und Kamen zukommt.

20. Dezember 2018 Gewinn Los-Nummer
paribal gesundes Hundefutter Warengutschein im Wert von 25,00 EUR 779
paribal gesundes Hundefutter Warengutschein im Wert von 25,00 EUR 429
brumberg Fachmärkte Warengutschein im Wert von 20,00 EUR 49
brumberg Fachmärkte Warengutschein im Wert von 20,00 EUR 488
brumberg Fachmärkte Warengutschein im Wert von 20,00 EUR 1177
brumberg Fachmärkte Warengutschein im Wert von 20,00 EUR 768
Mayersche Buchhandlung Warengutschein im Wert von 20,00 EUR 1229
Mayersche Buchhandlung Warengutschein im Wert von 20,00 EUR 2135
LS Immobilien GmbH Einkaufsgutsch. 100,00 € für Kamener Geschäfte 847
 

Weihnachtsgeschäft 2018 im Kreis Unna: Statistisch gut, stationär bislang durchwachsen

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geschenke14KWDer deutsche Einzelhandel rechnet zwar in diesem Jahr damit, dass der Umsatz erstmals die 100 Mrd. Euro-Grenze überschreiten wird – für den Kreis Unna würde dies einen Umsatz von ca. 518 Mio. Euro bedeuten -, das kommt aber leider noch nicht in den Geschäften an; viele Händler berichten, dass ihre Erwartungen bislang nicht erfüllt sind.

„Manche Händler zeigen sich sogar enttäuscht“, so Thomas Schäfer, Geschäftsführer des Handelsverbandes Westfalen-Münsterland, der darauf hinweist, dass sich andererseits ebenso viele Händler sehr zufrieden zeigen, gleichwohl aber fast alle Händler über nachlassende Kundenfrequenzen klagen. „Da scheint sich der Online-Handel doppelt negativ auszuwirken,“ so Schäfer weiter, „zum einen bleibt immer mehr Umsatz im Internet (laut bitkom kaufen drei Viertel der Internetnutzer ihre Weihnachtsgeschenke online), zum anderen kommen nicht mehr so viele Menschen in die Stadt und in die Geschäfte. Und selbst wenn der vermeintliche Frequenzrückgang häufig auf ein subjektives Empfinden der Geschäftsinhaber und Filialleiter zurückzuführen ist, deutet die Vielzahl gleichlautender Aussagen darauf hin, dass die Vermutung jedenfalls einen wahren Kern hat. Hier sind der örtliche Handel, die Grundstückseigentümer sowie Wirtschaftsförderung und Kommune zusammen gefordert, diesem Eindruck nachzugehen und frühzeitig gemeinsam zu reagieren.“

Der Trend der letzten Jahre, wonach sich die Menschen immer später zum Kauf entschließen, hat sich auch in diesem Jahr fortgesetzt. Zwar haben die „Black-Friday“- und „Cyber-Monday“-Aktionen Geld in viele Kassen gespült, danach aber haben die Verbraucherinnen und Verbraucher sich erst einmal eher etwas zurückgehalten und mehr geschaut als gekauft. „Daher hoffen die Händler noch auf einen erfolgreichen Endspurt im diesjährigen Weihnachtsgeschäft,“ glaubt Thomas Schäfer, „denn wie auch in den letzten Jahren wird erst am Schluss abgerechnet und da zu den beliebtesten Geschenken neben Gutscheinen auch Geld gehört, kann der Handel erwartungsfroh auf die Tage nach Weihnachten schauen.“

Eine Umfrage des Handelsverbandes ergab, dass in allen Kommunendes Kreises die Händler mit dem Weihnachtsgeschäft nur begrenzt zufrieden sind - je kleiner der Ort, desto verhaltener das Kundenaufkommen. Verbandsgeschäftsführer Schäfer berichtet, dass manche Händler über ein eher schleppendes oder herausforderndes Weihnachtsgeschäft sprachen, manche sich aber auch schon sehr zufrieden zeigten. „Die Wahrheit dürfte“, so Schäfer, „wie immer irgendwo in der Mitte liegen, wobei sich offenbar die Waage insgesamt mehr zum Negativen neigt. Gleichwohl hilft hier kein Jammern, denn die Kunden entscheiden letztlich, ob, wann, was und wo sie einkaufen.“

Laut Umfrage zählen auch in diesem Jahr zu den beliebtesten Geschenken neben den bereits erwähnten Gutscheinen und Geldbeträgen, Spielwaren, Bücher, Uhren, Schmuck, Kosmetika, Elektrogeräte und Bekleidung. Zudem zeigt sich einmal mehr, dass für leckeres Essen und gute Getränke gerne etwas mehr ausgegeben wird.

Das vorläufige Résumé von Verbandsgeschäftsführer Thomas Schäfer lautet: „Maßgeblicher Wachstumstreiber ist einmal mehr der OnlineHandel. Stationäre Händler, die auch im Internet präsent sind, können vom Onlineboom profitieren. Online und offline schließen sich dennoch nicht aus. Beratung, Vorauswahl, Angebot, Preis und Leistung des stationären Handels können sich ohne weiteres mit den Online Anbietern messen, wenn diese auch häufig bei der Lieferbarkeit und Warenverfügbarkeit die Nase vorn zu haben scheinen. Trotzdem kann der lokale Handel die allermeisten Wünsche schnell und mit angemessenen und konkurrenzfähigen Preisen erfüllen – sprich: der Besuch des stationären Handels bietet viele Vorteile, die im Netz nicht zu erzielen sind.“

Schicht im Schacht – jedoch nicht für die 344 Pumpwerke an Emscher und Lippe

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Polder EGLV1218Grafik: Welche Flächen würden ohne Pumpwerke unter Wasser stehen? Wo gibt es überall Entwässerungspumpwerke? (Quelle: EGLV)

Emscher-Lippe-Region. Das Revier verabschiedet sich Ende dieser Woche vom Bergbau. Schicht im Schacht, heißt es dann für den Kohleabbau in der Region – nicht jedoch für die Pumpwerke an Emscher und Lippe. Als Folge des Bergbaus haben die Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband die Ewigkeitsaufgabe, das Revier vor dem „Absaufen“ zu bewahren: 344 Pumpwerke entwässern die sogenannten Polderflächen, die in Folge des Kohleabbaus teils um bis zu 25 Meter abgesackt sind. Ihr Anteil macht immerhin fast 40 Prozent der Region aus.

LVpumpwerk1 818KWWasser hat leider die negative Eigenschaft, den Berg nicht hinauf zu fließen. Und wo nichts mehr fließt, hilft nur noch pumpen! Die Anfänge reichen bis zum Jahr 1914 zurück, als die 1899 gegründete Emschergenossenschaft das erste Pumpwerk an der Alten Emscher in Duisburg in Betrieb nahm.

„Unser erstes Pumpwerk ist auch heute noch unser schönstes, mit einer an das römische Pantheon angelehnten Architektur“, sagt Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender von Emschergenossenschaft und Lippeverband, „seither haben sich jedoch Bauausführung, Größe und Anordnung der Maschinen, Transformatoren und Schaltanlagen konsequent weiterentwickelt.“

Denn eines war von Beginn an klar: Pumpwerke dürfen nicht ausfallen, unbedingte Betriebssicherheit hat höchste Priorität. „Die Anlagen sollten und sollen auch bei stärksten Niederschlägen in der Lage sein, den auftretenden Abfluss anzuheben. Würden sie abgeschaltet, stünden weite Teile unserer Region unter Wasser“, sagt Dr. Emanuel Grün, Technischer Vorstand von Emschergenossenschaft und Lippeverband.

Bis heute werden mit 126 Entwässerungs- und 7 Abwasserpumpwerken rund 38 Prozent der Fläche der Emscher-Region entwässert. Die 123 Entwässerungs- und 88 Abwasserpumpwerke des 1926 gegründeten Lippeverbandes legen rund 16 Prozent des Lippe-Einzugsgebietes trocken.

Die Jahr für Jahr aus den Senkungsgebieten in der Emscher- und Lippe-Region gepumpte Wassermenge beträgt insgesamt ca. 600 Millionen Kubikmeter. Damit könnte der Essener Baldeneysee 70 Mal gefüllt werden! Mit der jährlich allein in der Emscher-Region geförderten Wassermenge ließe sich der Gasometer in Oberhausen an die 1.000 Mal auffüllen. Noch ein Vergleich: Die Anlage in Gelsenkirchen-Horstermark fördert bei maximaler Leistung (ca. 900 Kilowatt) in einer Sekunde 3.600 Liter, was dem Inhalt von 30 Badewannen entspricht.

Das leistungsstärkste Pumpwerk des Lippeverbandes steht am Sickingsmühlenbach in Marl. Es entwässert ein rund 8.000 Hektar großes Gebiet. Mit einer installierten Leistung von 3.840 Kilowatt – so stark wie ein ICE-Triebwagen – kann das Pumpwerk bei Starkregen bis zu 20.000 Liter pro Sekunde bewältigen.

Die Verbände
Emschergenossenschaft und Lippeverband sind öffentlichrechtliche Wasserwirtschaftsunternehmen, die effizient Aufgaben für das Gemeinwohl mit modernen Managementmethoden nachhaltig erbringen und als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip leben.

Die Aufgaben der 1899 gegründeten Emschergenossenschaft sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz. Der 1926 gegründete Lippeverband bewirtschaftet das Flusseinzugsgebiet der Lippe im nördlichen Ruhrgebiet und baute unter anderem den Lippe-Zufluss Seseke naturnah um.

Gemeinsam haben Emschergenossenschaft und Lippeverband rund 1600 Mitarbeiter und sind Deutschlands größter Abwasserentsorger und Betreiber von Kläranlagen (rund 740 Kilometer Wasserläufe, rund 1320 Kilometer Abwasserkanäle, 344 Pumpwerke und fast 60 Kläranlagen).

Archiv: Graffitikunst gegen Vandalismus am Seseke-Weg

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