Besuchermassen strömen zum GSW-Lichtermarkt

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von Christoph Volkmer | Fotostrecke >>>

Bergkamen. Der GSW-Lichtermarkt hat am Freitag wieder Tausende nach Bergkamen gelockt. Schwebende Straßenkünstler, dazu fabelhafte Wesen und Akrobaten, vielseitige Musik und eine besondere Kulisse im Stil eines Schlosses sorgten dabei für Begeisterung.

Keine Frage, an Smartphones hat man zur Zeit des Rokoko noch keinen Gedanken verschwendet. Doch um die stimmungsvolle Zeitreise festzuhalten, die der diesjährige Lichtermarkt mit seiner prunkvollen Dekoration rund um den Stadtmarkt ermöglichte, war das Handy am Abend bei etlichen Besuchern im Dauereinsatz. „Das ist echt beeindruckend, was hier wieder auf die Beine gestellt worden ist. Absolut sehenswert“, staunte Besucherin Rita Olschweski über die ungewohnt royale Szenerie.

Auf Holzbeinen unterwegs waren wie gewohnt wieder Stelzen Walk-Acts und Walk-Acts am Boden. Die wanderten nicht nur ruckelfrei und mit tollen Kostümen durch die Menge, sondern nahmen sich immer wieder Zeit, um für Erinnerungsfotos zu posieren.

Lichtermarkt10172CVDas Motto „Schlossbesuch – Sandmalbuch“ setzte sich im Stadtwald fort, der dekoriert und illuminiert an einen Schlosspark erinnerte. Nicht nur gucken, sondern mitmachen war hier das Motto der unterschiedlichen Aktionen, die die Jugendkunstschule anbot. Dabei konnten unter anderem vorgestanzte Motive mit farbigem Sand ausgestaltet werden. An anderer Stelle hatten Besucher die Möglichkeit, selbst Teil einer Lichtinszenierung zu werden.

600 Zuschauer fasst die benachbarte Elisabethkirche – bei den insgesamt vier Vorstellungen der Sandmalerin Ewa Aibasovabei gab es bei jeder der Aufführungen kaum einen freien Platz. Kein Wunder, hatte die Künstlerin mit „Marcus und Julia“ eine extra für den Lichtermarkt eine in Bergkamen spielende Liebesgeschichte einstudiert, die sie gekonnt in den Sand malte.

Passend zur romantischen Story untermalte Musik die besondere Performance, die viel Applaus erhielt. Unter dem Strich war also auch die 17. Auflage des Lichtermarktes wieder ein echtes Veranstaltungs-Highlight im nördlichen Ruhrgebiet.

„Lachen ist die beste Medizin“

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Pulsschlagvortrag im Hellmig-Krankenhaus

Kamen. Alte Sprichworte haben oft einen gültigen Kern. Das gilt auch für die Behauptung, dass Lachen die beste Medizin sei, so Lachyoga-Lehrerin Hedwig Koch-Münch. Wie man daran gezielt arbeiten kann, will sie im Rahmen der Pulsschlagreihe von VHS und Klinikum Westfalen am Mittwoch, 8. November, ab 18.30 Uhr im Hellmigium, dem Vortragsaal des Hellmig-Krankenhauses erläutern. Lachen könne dazu beitragen, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. „Die Fähigkeit dazu kann man trainieren“, so Hedwig Koch-Münch. Yoga könne eine positive Haltung im Alltag unterstützen und helfen, mit mehr Lachen durch das Leben zu gehen. Wege dahin werden an diesem Abend aufgezeigt und können ganz praktisch erprobt werden. Die Teilnahme ist kostenlos.

Das einsame Haltestellenschild

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von Andreas Milk

haltestelle1017AMKamen. Das erste Mal habe ich mich gewundert. Wieso steht da am Galgenberg, im Niemandsland zwischen Kamen-Mitte und Bergkamen-Overberge, so ein Bushaltestellenschild rum? Gleich neben einem Bauernhof? Mit weit und breit nix drum rum? Haben Betrunkene das nach einer wüsten Party aus der Stadt hier her verschleppt? Holt es sich die VKU irgendwann zurück? - Aber das Schild stand weiter. Und steht immer noch.

Und nun weiß ich endlich, wieso - und Sie gleich auch. Also: Es steht da, weil von besagtem Hof Schulkinder in den Bus der Linie 124 zusteigen, verrät auf Nachfrage Katrin Heyer von der VKU. Ein feiner Zug, ähm, Bus - mit kundenfreundlichem Haltepunkt. Wenn die Kinder eines Tages der Schule und dem Schulbus entwachsen sind, feiern sie vielleicht eine wüste Party - und verschleppen das Schild irgendwo hin.

Halloween: Die schrecklich-schön-schauderhafte Nacht

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von Julian Eckert.

halloweenKamen1KWKamen. Schaurig-schöne Verkleidungen, gruselig-glibbernde Speisen und eine dustere Atmosphäre - all das macht Halloween aus. Da ist man erstaunt, wenn man erfährt, dass das Fest aus dem katholischen Irland stammt.

In seiner Ursprungsform hatte das Fest den Sinn, die Geister des Todes, die mit dem Winter verbunden wurden,  zu verjagen. Mit gruseligen Verkleidungen sollte der Frühling eingeleitet werden. Sicherlich ist der Hintergrund des Festes heute ein anderer. Es dient der Unterhaltung und dem Spaß. Doch an den Verkleidungen hat sich nichts geändert. Wer die gruseligste Maske, das gespenstigste Kostüm oder das realistischste Kunstblut aufgetragen hat, der hat ängstliche Blicke sicher. Heutzutage sind es häufig Kleingruppen von Kindern oder Jugendlichen, die von Haus zu Haus ziehen und mit ihrem traditionellen Spruch "Süßes oder Saures" Süßigkeiten einfordern und einen kleinen Streich androhen. Mancherorts gibt es auch nicht so schöne Erfahrungen. Oft gibt es Einzelpersonen, die die Grenze zwischen Streich und Sachbeschädigung nicht kennen, beziehungsweise diese mutwillig überschreiten. Da erstaunt es nicht, dass in der Halloween-Nacht besonders viele Polizeieinsätze anstehen. Friedlicher geht es da auf den zahlreichen Halloween-Partys zu. Hier sind es Jugendliche, junge Erwachsene oder Junggebliebene, die in der schauderhaften Nacht gemeinsame Zeit miteinander verbringen möchten. Auch hier geht es regelmäßig darum, mit seiner eindrucksvollen Verkleidung die Mitmenschen zu erschrecken. Welche Termine bei uns in Kamen anstehen, erfahren Sie in unserem Eventkalender.

Wo, wie und mit wem Sie auch feiern - wir von KamenWeb.de wünschen Ihnen eine schrecklich-schön-schauderhafte Nacht!

Verbraucherzentrale in Kamen warnt vor blitz.credit

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WarnungPBKamen. In den letzten Wochen wandten sich Ratsuchende an die Verbraucherzentrale in Kamen, weil sie auf ein angebliches Sofortkredit-Angebot des Unternehmens blitz.credit reingefallen sind. "Die Firma wirbt im Internet und im sozialen Netzwerk Facebook mit einer Kreditkarte und einem sogenannten Sofortkredit von bis zu 7.777 Euro", berichtet Elvira Roth, Leiterin der Beratungsstelle Kamen. Stattdessen erhalten Kunden aber nur eine kostenpflichtige Prepaid-Kreditkarte ohne Kredit.

Geworben wird für sogenannte Schufa-freie Kredite. Für die Versendung eines Starterpakets mit Zugangsdaten berechne blitz.credit bereits eine Gebühr von 149,90 Euro. Wird die Annahme verweigert, werden Mahn- und Inkassokosten verlangt.

Insbesondere Verbraucher mit niedrigen Einkommen oder negativer Bonitätsbewertung werden mit diesen Angeboten sehr gezielt in die Falle gelockt. "Eine Prepaid-Kreditkarte bringt keine Vorteile", so Elvira Roth.

Sammelaktion für Kriegsopfer

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181310VMinisterpräsident Armin Laschet. Foto: Land NRWKreis Unna. Gräber von Kriegsopfern erhalten und pflegen – dieser Aufgabe hat sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) gewidmet. Und weil der gemeinnützige Verein seine Arbeit zu einem großen Teil aus Spenden finanziert, finden jedes Jahr Haus- und Straßensammlungen statt.

Auch vom 1. bis zum 20. November sind wieder viele ehrenamtliche Helfer unterwegs und sammeln Spenden für den Erhalt der Kriegsgräber und die Friedensarbeit – auch im Kreis Unna. Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen ist Schirmherr des Volksbunds.

Ministerpräsident und stellvertretender Landrat mit Appell
Laschet wirbt mit einem Aufruf für die Unterstützung durch Bürger im Kreis Unna: „Wie wertvoll Frieden ist, machen uns die zahlreichen Konflikte und Kriege in der Welt bewusst, aber auch die Erinnerung an die beiden Weltkriege, die allein in Europa viele Millionen Opfer forderten. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. hält die Erinnerung daran wach.“

Auch Martin Wiggermann, stellvertretender Landrat und Vorsitzender des Kreisverbands Unna VDK, ruft dazu auf, den Volksbund zu unterstützen: „Es geht um mehr als nur das traditionelle Sammeln von Spenden für die Gräberpflege. Im Mittelpunkt der aktuellen Arbeit des Volksbundes steht, durch Erinnerung Bildungsarbeit für den Frieden von heute und morgen zu leisten.“ PK | PKU

Zeitumstellung: Für die Fahrgäste der NachtBusse von Provinzial und VKU gibt es keine Probleme

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Kreis Unna. Das wird ein Wochenende für Nachtschwärmer – sie können die Wochenend-Nächte bis zur letzten Minute auskosten: Denn die Nacht von Samstag, 28., auf Sonntag, 29. Oktober, wird um eine Stunde verlängert, Zeitumstellung auf Winterzeit sei Dank.

Mitten in der Nacht werden die Zeiger der Uhr verstellt. Für Fahrgäste der NachtBusse von Provinzial und VKU kein Problem. Sie müssen nur wissen, dass die Zeitumstellung nicht berücksichtigt wird. Das heißt im Einzelnen, dass die NachtBusse und NachtASTs weiterfahren. Die Uhr wird für die Busse der VKU erst morgens am Sonntag, 29. Oktober, umgestellt.

Weitere Auskunft zum Thema Bus und Bahn gibt es bei der kreisweiten ServiceZentrale fahrtwind unter Telefon 0 800 3 / 50 40 30 (elektronische Fahrplanauskunft, kostenlos) oder 0 180 6 / 50 40 30 (personenbediente Fahrplanauskunft, pro Verbindung: Festnetz 20 ct/ mobil max. 60 ct).

Berufskunde für Arbeitsvermittler

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DHL BetriebsbesichtigungJC1017Rund 30 Arbeitsvermittler besichtigen DHL-Gelände. Links im Bild: Walter Dähn (Randstad Inhouse Services) Quelle: Jobcenter Kreis Unna/Katja Mintel

Rund 30 Jobcenter-Mitarbeiter besichtigen DHL-Gelände

Der Kreis Unna erlebt einen Wirtschaftsaufschwung: Es gibt aktuell so viele Arbeitsplätze wie schon lange nicht mehr. Eines zeichnet sich allerding deutlich ab: Die Region ist stark geprägt durch die Lagerlogistik-Branche. Für Arbeitsvermittlerinnen und Arbeitsvermittler des Jobcenters Kreis Unna bedeutet das, dass sich ein großer Teil Ihrer Vermittlungsarbeit auf diese Arbeitsplätze bezieht. Um zukünftig noch besser beraten zu können, besichtigten rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jobcenters Kreis Unna in der vergangenen Woche die Lagerflächen von DHL Supply Chain in Unna-Königsborn.

Eine Tätigkeit im Lager scheint nicht unbedingt jedermanns Traumjob zu sein, aber dennoch sind es eben die Arbeitskräfte, die im Kreis Unna gesucht werden. Pia Grzegorczyk, Mitarbeiterin im Jobcenter Kreis Unna kennt die Vorurteile: „Im Lager ist es dunkel, laut und dreckig, die Arbeit ist körperlich sehr anstrengend und Lagerarbeiter arbeiten wenig abwechslungsreich. Mit diesen Vorurteilen möchte ich heute aufräumen.“ Die Arbeitsvermittlerin betreut seit Jahren Unternehmen im Kreis Unna und kennt die Branche nur zu gut. Gemeinsam mit Verantwortlichen von DHL Supply Chain und dem für das Unternehmen zuständigen Personalvermittler Randstad Inhouse Services (Ansprechpartner Walter Dähn) hat Pia Grzegorczyk die insgesamt knapp vierstündige Betriebsbesichtigung organisiert.

Auf einer Gesamtfläche des DHL-Geländes von 492.000 Quadratmetern befinden sich allein 272.600 Quadratmeter Lagerfläche. Umgerechnet sind das etwa 34 Fußballfelder. Insgesamt arbeiten hier 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 51 Auszubildende. Jürgen Korte, Ausbildungskoordinator bei DHL Supply Chain, übernimmt die Betriebsbesichtigung und erklärt: „Die anfallenden Tätigkeiten sind sehr unterschiedlich. Natürlich arbeiten hier viele klassische Kommissionierer und Staplerfahrer, aber auch Maschinenführer, Warenauszeichner und Kontrolleure und Elektroniker.“ Die Ansprüche unserer Kunden haben sich stark verändert, somit verändert sich auch die Arbeit für unsere Mitarbeiter.“ Damit spricht er auf eine Kaufhauskette an, für die DHL Supply Chain insbesondere Fashion-Artikel lagert und für den Versand aufbereitet. „Kleidungsstücke werden hier ausgepackt, sortiert, etikettiert, mit Diebstahlsicherung versehen und nach Größen vorsortiert. Alles aufwändige Arbeiten und Handgriffe, die früher von Arbeitskräften in der Filiale übernommen wurden.“ Um einen Einzelkarton von der Palette abzuladen, kann sich jede Mitarbeiterin per Knopfdruck die Palette auf die gewünschte Höhe fahren. „Wir legen großen Wert darauf, dass so ergonomisch wie eben möglich gearbeitet wird“, ergänzt Korte.

Für die Arbeitsvermittlerinnen und Arbeitsvermittler wird schnell klar: Die insgesamt gut beleuchteten, teilweise Tageslicht durchfluteten Lagerhallen bieten jede Menge saubere Arbeitsplätze, die den Menschen nicht unbedingt schwere körperliche Arbeit abverlangt. Auch der Lärm hält sich in Grenzen – Ohrenschützer trägt hier niemand. Jürgen Korte weiß, dass viele Menschen die Arbeit in einem Lager auch scheuen, weil sich das Vorurteil „die Arbeit sei eintönig“ hartnäckig hält, dabei sei genau das nicht der Fall: „Wer abwechslungsreich arbeiten möchte, der wird in verschiedenen Bereichen angelernt und ist so flexibel einsetzbar. Das ist natürlich auch für uns von Vorteil.“ Eine gewisse Flexibilität müsse insbesondere dann gezeigt werden, wenn ein dauerhafter Arbeitsplatz angestrebt werden soll. „Um unsere Auftragsspitzen und saisonbedingte Auftragslagen abzudecken, arbeiten wir auch mit Zeitarbeitsunternehmen zusammen“, erklärt Korte. Arbeitsvermittlerin Pia Grzegorczyk weiß, dass es häufig Kundinnen und Kunden des Jobcenters sind, denen genau diese Vorgehensweise eine Chance zum Wiedereinstieg auf den Arbeitsmarkt bietet. „Menschen, die schon länger arbeitslos sind oder keine Berufsausbildung vorweisen können, haben es schwerer, wieder einen Job zu bekommen als andere.“ Der Wiedereinstieg über eine Zeitarbeitsfirma sei eine gute Chance, in einem Unternehmen Fuß zu fassen. Randstad Inhouse Services Mitarbeiter Walter Dähn kann das nur bestätigen: „Es kommt häufig vor, dass wir Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter an unsere Unternehmen verlieren.“ Aber das sei auch gut so, denn Zeitarbeit soll schließlich „Arbeit auf Zeit“ sein.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Jobcenter sind sich anschließend einig: „Die verschiedenen Tätigkeiten können wir jetzt auf jeden Fall besser unseren Kunden erklären und viele Vorurteile gleich ausräumen.“

Hintergrund: Seit Jahresbeginn zählt die Bundesagentur für Arbeit 8.810 Zugänge an Arbeitsstellen, davon waren 2.850 Stellen aus den Berufsgruppen Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit (32%).

Happy Halloween mit diesen Tipps Ihrer Polizei zu Halloweenstreichen und ihren Folgen

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Sachbeschädigungen sind kein Kavaliersdelikt

Kreis Unna. In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November ist wieder Halloween: Kinder ziehen von Haus zu Haus und fordern mit dem Spruch: "Süßes, sonst gibt`s Saures" Geschenke oder spielen Streiche. Doch so mancher Scherz ist nicht nur #nichtlustig für die Geschädigten, sondern stellt sogar eine Straftat dar.

In den vergangenen Jahren wurde die Polizei in fast allen Kommunen des Kreises Unna in der Halloweennacht gerufen, wenn die Streiche, die die Kinder und Jugendlichen ausführten, wenn sie keine Süßigkeiten bekamen, weit über das amerikanische Motto "trick or treat" hinaus gingen. Teilweise wurden z.B. Türschmuck und Pflanzen zerstört, Schlösser mit Kleber beschädigt, Häuser massiv mit Eiern beworfen, Glastüren eingeschlagen usw. Eine Gruppe von ca. 10 Jugendlichen drohte einem Wohnungsinhaber, man werde so lange wiederkommen, bis er Bargeld aushändigen würde. Es wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet, die für die Jugendlichen rechtliche Konsequenzen haben. Daher wendet sich die Polizei in diesem Jahr bereits im Vorfeld an die Bürger: Liebe Eltern, bitte machen Sie ihren Kindern den Unterschied zwischen harmlosen Streichen und strafbarem Verhalten klar und weisen Sie auch auf rechtliche Konsequenzen hin!

"Viele Streiche sind schlicht Sachbeschädigungen. Diese können mit einer Geldstrafe und sogar mit bis zu zwei Jahren Gefängnis geahndet werden" betont Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. "Wer zum Beispiel einen Briefkasten mit Feuerwerkskörpern in Brand setzt, begeht eine Straftat. Auch wer Autos oder Hausfassaden mittels Sprayfarbe `verschönert´, muss mit einer Strafe rechnen", so Klotter weiter.

Mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe kann bestraft werden, wer eine "Gemeinschädliche Sachbeschädigung" begeht. Dies ist der Fall, wenn jemand Sachen beschädigt oder zerstört, die der öffentlichen Nutzung dienen. Gemeint sind damit z.B. demolierte Parkbänke oder zerkratzte Scheiben in Zügen. Jedes Jahr entstehen dadurch Schäden in Millionenhöhe, die letztlich alle gemeinsam bezahlen müssen. Wenn der Täter ermittelt wird, muss er den Schaden ersetzen bzw. bezahlen. Das nennt man dann eine zivilrechtliche Schadensersatzpflicht, die je nach Alter und Situation auch Familienangehörige treffen kann.

Ein Halloween-Streich kann auch für diejenigen teuer werden, die nicht mitgemacht haben, sondern nur dabei waren: Junge Menschen, die auf nächtlicher Zerstörungstour mit Freunden erwischt werden, können wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung angezeigt werden. In jedem Fall bedeutet das mindestens eine Geldstrafe, hinzu kommt noch die Schadenswiedergutmachung.

Sollten Sie Zeuge oder Opfer einer Straftat werden, scheuen Sie sich bitte nicht den Notruf 110 zu wählen.

Einer spannenden Halloween-Nacht mit viel Grusel steht nichts im Wege, wenn beim Streiche spielen gewisse "Spielregeln" eingehalten werden, damit alle Spaß haben und niemand zu Schaden kommt. (ots)

Luisa ist jetzt auch in Kamen

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Luisa1017JEv.l.: Ingelore Peppmeier, Anne Reichert, Michael Wilde, Martina Grothaus. Foto: Julian Eckert für KamenWeb.de

von Julian Eckert

Kamen. „Ist Luisa hier?“ - stellt eine Frau an der Theke einer Gaststätte diese Frage, wissen die Angestellten sofort Bescheid, dass die Person Hilfe benötigt. Michael Wilde, Wirt der Gaststätte Kümpers beteiligt sich als erster Kamener Gastwirt nun auch an der Aktion.

Mit der Frage „Ist Luisa hier?“ können sich Frauen und Mädchen, die sich genötigt, belästigt oder unwohl fühlen, aus unangenehmen Situationen befreien. An der vom Frauen-Notruf Münster initiierten Aktion beteiligen sich immer mehr Gaststätten und Kneipen in ganz Deutschland. Am heutigen Donnerstag (26.10.) wurde die Aktion in der Kamener Gaststätte Kümpers vorgestellt. „Diese Aktion ist Teil der Sicherheits- und Informationskampagne im Kreis Unna zum sicheren Feiern“, so Ingelore Peppmeier, Beigeordnete der Stadt Kamen. „Wenn eine Frau nach Luisa fragt, wird ihr umgehend geholfen.“ Dies könne, ergänzt Anne Reichert vom Frauenforum Kreis Unna, zum Beispiel durch Rufen eines Taxis oder Hinausbegleiten aus dem Hinterausgang geschehen. „Die Aktion ist ja bereits sehr bekannt und erfolgreich, daher sind wir froh, das Projekt in immer mehr Gaststätten zu bringen“, so Reichert. Nun gehe es darum, beispielsweise an Schulen mit Infobroschüren auf die Aktion aufmerksam zu machen, damit Frauen wissen, mit welcher einfachen Frage sie sich aus einer bedrängenden Situation befreien können.

Dass in bestimmten Situationen Hilfe nötig ist, kann auch Wirt Michael Wilde bestätigen: „Kürzlich wurde vor meiner Gaststätte eine junge Frau mit Baby tätlich bedrängt.“ Er habe sie dann in sein Lokal gebeten und anschließend die Polizei alarmiert. Es sei wichtig, achtsam zu sein, um frühzeitig derartige Situationen erkennen und einschreiten zu können. „Wir wollen auf das Engagement der Wirte mit Aufklebern aufmerksam machen und weitere Wirte gewinnen“, so Anne Reichert. Jedem Wirt und seinen Mitarbeitern werde bei Beginn des Projekts eine kurze Einführung gegeben, damit die schnelle und effektive Befreiung aus der bedrängenden Situation garantiert sei. Martina Grothaus, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Kamen ergänzt: „Wirte die sich an der Aktion beteiligen möchten, können sich gerne an das Stadtmarketing oder mich wenden“

VHS-Vortrag: Timothy Drane „Englands sonniger Süden“

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Timothy Drane „Englands sonniger Süden“, Donnerstag, 9. November 2017, 20:00 Uhr, VHS-Haus Am Geist, Kamen. Eintritt kostenlos.

Kamen. Im Rahmen der fremdsprachigen Zusatzveranstaltungen an der Volkshochschule kommt in diesem ‎Semester Timothy Drane nach Kamen, um über „Southern England“ zu referieren. ‎

In einer Powerpoint-Präsentation mit Live-Kommentar stellt er die Gegend südlich von London, ‎zwischen Dover und dem New Forest vor. Die heutigen Grafschaften Kent, Surrey, Sussex und ‎Hampshire haben im Lauf der Zeit Eroberer von den Römern bis zu den Normannen gesehen und ‎waren auch in der jüngeren Geschichte Schauplatz bedeutender Ereignisse. Timothy Drane nimmt ‎die Zuschauer und Zuhörer mit auf eine Reise von prähistorischen Anlagen zu mittelalterlichen Burgen ‎und Kathedralen und zu den Wohnsitzen berühmter englischer Persönlichkeiten, er stellt die ‎unterschiedlichen Landschaften wie die „White cliffs of Dover“ ebenso vor wie pittoreske Städte und ‎Dörfer. ‎

Die VHS lädt die Teilnehmer/-innen der Englischkurse und andere Interessierte mit entsprechenden ‎Englischkenntnissen herzlich ein zu dieser Veranstaltung, die am Donnerstag, den 9.11., um 20.00 ‎Uhr im VHS-Haus Am Geist stattfindet. Der Besuch ist wie üblich entgeltfrei!‎

VHS-Vortrag: Prof. Dr. Wolfgang Krieger "Geheimdienste im Digitalzeitalter“

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stadtgeschichteKWProf. Dr. Wolfgang Krieger "Geheimdienste im Digitalzeitalter“, Montag, 6. November, 2017, 19:30 Uhr, Haus der Stadtgeschichte Kamen, Bahnhofstr. 21, Eintritt kostenlos

Kamen. "Ehrenmänner lesen nicht anderer Leute Post." Mit dieser naiven Feststellung dürfte der ehemalige US-Außenminister Henry L. Stimson 1948 ziemlich alleine dagestanden haben. Tatsächlich gibt es Spionage nachweislich seit den Pharaonen. Und bereits der Chinese Sunzi hat in seinem grundlegenden Werk über die Kunst des Krieges die Parole "Kenne Deinen Feind!" ausgerufen. Sieht man jedoch von der klassischen Feindaufklärung ab, setzte die Institutionalisierung der Spionage erst mit der Entstehung des modernen Territorialstaates und der Diplomatie Mitte des 15. Jahrhunderts ein. Die modernen bürokratisierten und technologiebasierten Geheimdienste wie wir sie kennen, existieren erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Im Verlaufe der Zeit ist schließlich die klassische menschliche Spionage aufgrund technologischen Fortschritts hinter die "Signal Intelligence" (SIGINT) und die "Imagery Intelligence" (IMINT), also die Funk-, Signal- und Bildaufklärung, zurückgetreten. Anlässlich der jüngsten Geheimdienst-Skandale wird der renommierte Geheimdiensthistoriker Wolfgang Krieger der Frage nachgehen, wie Geheimdienste im Digitalzeitalter operieren und welche Probleme sich daraus ergeben.

Dr. Wolfgang Krieger ist Professor (em.) für Neuere Geschichte an der Philipps-Universität Marburg und einer der führenden Experten für die Geschichte der Nachrichtendienste. Er ist Mitbegründer der International Intelligence History Association und seit 2011 Mitglied der Unabhängigen Historikerkommission zur Aufarbeitung der Geschichte des BND von 1945-68.

Kürbisse aus Wasserkurl kommen ins Fernsehen

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Ligges10172cvFarbenfroh und schmackhaft - die Kürbissaison erreicht in diesen Tagen ihren Höhepunkt. Am Sonntag findet von 11 bis 16 Uhr ein Tag des Schnitzens statt. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de

von Christoph Volkmer

Ligges21017cvDer Vorkoster Björn Freitag war auf dem Hof Ligges zu Gast. Zu sehen ist das Ergebnis am Freitag um 21 Uhr im WDR Fernsehen. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.deWasserkurl. Am 31. Oktober ist wieder Halloween und vor vielen Türen werden dann ausgehöhlte Kürbisse als gruselige Laternen platziert. Doch der Kürbis hat vor allem kulinarisch noch viel mehr zu bieten. Die größte Auswahl an schmackhaften Kürbissen im Umfeld gibt es auf dem Hog Ligges. Hier war jetzt Fernsehkoch Björn Freitag für die WDR-Sendung „Der Vorkoster“ zu Gast - das Ergebnis wird am Freitag, 27. Oktober 2017, um 21 Uhr ausgestrahlt.

Erst am 16. Oktober zeigte der WRD in der Lokalzeit Dortmund einen Bericht über Familie Ligges und ihren Kürbishof, jetzt gibt Björn Freitag unter dem Motto „Kürbis neu entdeckt - Gemüseklassiker zwischen Tradition und Trend“ unter anderem einen kleinen Einblick in die vielseitigen Zubereitungsmöglichkeiten. Das Spezial rund um den Kürbis dauert 45 Minuten.

Am Sonntag, 29. Oktober, gehen dann die Vorbereitungen für Halloween in die entscheidende Phase. Von 11 bis 16 Uhr steigt auf dem Hof Ligges der Tag des Schnitzens. Geeignet ist die Aktion für Kinder und junggebliebene Erwachsene ab vier Jahren. Auch wer bisher noch keine Kürbis-Fratze geschnitzt hat, wird das mit der Anleitung von erfahrenen Schnitzhexen und ausgestattet mit Profischnitzwerkzeug ganz sicher schaffen. Und weil konzentrierte Schnitz-Arbeit Appetit verursachen kann, gibt es für den kleinen Hunger zwischendurch Kürbisswaffeln, Kaffee und Softdrinks.

Am gesamten Wochenende richtet sich der Fokus zudem auf besondere Angebote im Bereich der neuen und alten Kartoffelsorten, die nicht nur durch teils ungewöhnliche Farben überraschen, sondern zudem einen besonderen Genuss garantieren.

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