2. Ultimate-Frisbee Junioren-Cup vom CSI Kamen ein voller Erfolg

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2. Ultimate-Frisbee Junioren-Cup vom CSI Kamen ein voller Erfolg - Foto: Lucas Sklorz für KamenWeb.devon Lucas Sklorz

Kamen. Bereits zum zweiten Mal hieß der Tatort Kamen. Auch im Jahr 2016 luden die Ultimate Frisbeespieler des CSI Kamen wieder Teams aus ganz Deutschland in die Hallen der Gesamtschule nach Kamen ein. Dem Ruf der Frisbeespieler, die zum TV Südkamen gehören, folgten auch wieder Mannschaften aus ganz Deutschland. Mannschaften aus Bremen, Aachen oder Celle hatten beim Start des Turniers am Samstagmorgen bereits mehrere Kilometer hinter sich. Der guten Stimmung hat die lange Fahrt jedenfalls nicht geschadet.
Insgesamt 142 Spielerinnen und Spieler in 17 Teams maßen sich miteinander. Ganz im Stile eines guten Gastgebers ließen die Hausherren in der Altersklasse U14 auch den weit angereisten Gästen den Vortritt. Am Ende wurde das Team „Deine Mudder Bremen“ zum Turniersieger gekrönt. Dabei verwiesen die Norddeutschen die „Cologne Kolibris“ und die „Aitschbees“ aus Hermannsburg bei Celle auf die Plätze zwei und drei. Gastgeber CSI verpasste das Podest denkbar knapp auf dem dritten Platz. Allerdings gab es auch in dieser Altersklasse noch einen weiteren Preis zu gewinnen. Den Preis „Spirit of the game“ – ein spezieller Preis für die Mannschaft, die „den Geist des Spiels“ am besten repräsentiert – durften die „Ultimate Greenhorns“ mit nach Münster nehmen.  „Jedes Team bewertet die anderen Mannschaften in mehreren Kategorien, wie zum Beispiel Fairness“, erläutert der erste Vorsitzende des TV Südkamen Uwe Kikul. Mittlerweile werde der Spirit-Preis sogar viel höher bewertet als der eigentliche Turniersieg, so Kikul, der gleichzeitig auch noch die Ämter des Abteilungsleiters, Trainers und Jugend-Vertreter in NRW innehat.
Indes sicherten sich die Gastgeber in der Altersklasse U17 den Titel. Angeführt von der U17-Nationalspielerin Rebecca Reimann ließ der CSI-Nachwuchs den deutschen Vizemeister der „Aitschbees“ und das Team „Doom“ aus Köln hinter sich. Die Domstädter gewannen darüber hinaus noch den Spirit-Preis.
In der U20-Altersklasse stellten die Hausherren keine Mannschaft. Dort setzte sich das Team „Doom“ die Krone auf. Vizemeister wurden die „Aitschbees“ vor dem Team „Catch´em all“ aus Celle.
Insgesamt 44 Partien lieferten sich die Mannschaften. Gespielt wurde in den beiden Hallen der Gesamtschule auf einem Feld von 40x20 Metern. Ziel des Spiels ist es, die Scheibe in die Endzone der Gegner zu befördern. „Ultimate Frisbee ist ein Endzonenspiel ähnlich dem American Football“, ergänzte Kikul.
Ganz so rabiat geht es dann beim Ultimate-Frisbee aber nicht zu. Zwar kann es auch beim Ultimate-Frisbee zum Körperkontakt kommen, allerdings werden die Zweikämpfe von den fünf Spielerinnen und Spielern einer Mannschaft nicht so gezielt gesucht. Eine weitere Besonderheit ist, dass die Spiele nicht von einem neutralen Schiedsrichter geleitet werden. „Das ganze Spiel baut auf Fairness auf“, erläuterte Kikul. „Jeder Spieler ist auch gleichzeitig ein Schiedsrichter.“ Infolgedessen besitzt jeder Spieler die Möglichkeit, durch einen „Call“ einen Einspruch zu erheben. Danach müssen sich die Spieler untereinander einigen. Sofern dies misslingen sollte, wird die Scheibe einfach an dem Punkt wieder ins Spiel gebracht, an dem sie sich vor der strittigen Situation befunden hat. „Die Spieler sind so zur Fairness verdammt. Sie müssen sich mit den Regeln beschäftigen. Der sozialpädagogische Aspekt fängt da an“, kennt Kikul auch den Nutzen dieser Regel.
Es sind wahrscheinlich auch diese Regeln, die dem Sport seine ganz eigene Kultur geben. Generell herrscht während des Turniers eine sehr ruhige und familiäre Atmosphäre. In ganz Deutschland werfen nur rund ein paar Tausend Sportler die Scheibe durch die Luft. Daher kenne man sich untereinander auch persönlich, plauderte Kikul aus dem Nähkästchen. Generell stehe jedoch auch der Spaß im Vordergrund. „Sport als Spaß-Event mit Leistungspotenzial“ beschreibt es Kikul.
Obwohl der Junioren-Cup erst zum zweiten Mal stattfand, ist das Turnier bereits zur Tradition geworden. Acht Mannschaften fanden im letzten Jahr den Weg nach Kamen, in diesem Jahr waren es bereits 17. „Eine Steigerung um 100 Prozent“, schmunzelte Kikul, „im nächsten Jahr können es gerne noch mehr Mannschaften werden.“ Dann wird auch der Tatort wieder Kamen heißen.

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