Kamen Backstage: Bergkamener Bussy-Wassereis in aller Munde

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Es wird wohl kaum jemanden geben, der Wassereis von Bussy nicht kennt. Wir durften jetzt im Rahmen unserer Serie „Kamen Backstage“ hinter die Kulissen der Produktion bei Busemann in Bergkamen blicken.von Julian Eckert | Fotostrecke >>>
Es wird wohl kaum jemanden geben, der Wassereis von Bussy nicht kennt. Wir durften jetzt im Rahmen unserer Serie „Kamen Backstage“ hinter die Kulissen der Produktion bei Busemann in Bergkamen blicken.

Ein kleiner Kiosk mitten auf dem Münchener Viktualienmarkt, „Bussy Ice Pops“ steht in roten, großen Buchstaben auf der im Verkaufsfenster hängenden Werbung. „Fruchtiglecker und erfrischend“ werden die kühlen Wassereis-Strips angepriesen.  Gut 620 Kilometer nordwestlich befindet sich der Produktionsstandort der Firma Busemann, in Bergkamen-Overberge. „Würde man die an einem Tag produzierten Wassereis-Strips aneinander legen, ergäbe sich eine Strecke von Bergkamen bis zum Viktualienmarkt“, erklärt Ilka Wagner (30), Projektmanagerin und zukünftige Geschäftsführerin der Busemann GmbH. Etwa dreieinhalb Millionen Eis-Strips produziere man jeden Tag.

busemann516JE 15 Doch angefangen hat bei Busemann alles ganz klein. 1974 wurde das Unternehmen in Bergkamen-Oberaden von Heinrich Busemann und Paul Rütershoff gegründet, damals noch in der eigenen Garage und mit nur einer Maschine. Die ganze Familie half mit, zunächst nur nebenbei, doch das Geschäft entwickelte sich gut. Im Jahr 1987 nahm man Popcorn in das Sortiment auf, heute benötigt das Unternehmen etwa 10 Tonnen Mais zur Popcornherstellung - pro Tag. 1994 fand dann der Umzug nach Overberge auf das Gelände der ehemalige Zeche Grillo IV statt. Heute arbeiten hier 100 festangestellte Mitarbeiter, in der Hauptsaison wird auf bis zu 220 aufgestockt. Im 3-Schichtbetrieb werden neben dem eigenen Wassereis und Popcorn auch Slusheis, Frozen Cocktails, BioEis, Popcorn-Crunchys für einen großen Müslihersteller oder Eigenmarken für Discounter in ganz Europa hergestellt. „Sogar Aufträge aus Dubai und China hatten wir schon“, freut sich Ilka Wagner. Seit einiger Zeit ist sie auch Geschäftsführerin des Unternehmens myPopcorn, welches veredeltes Popcorn, etwa in den Geschmacksrichtungen African Spice, Spekulatius oder Schoko-Star herstellt. „Popcorn hat deutlich weniger Kalorien als Kartoffelchips“, sagt Wagner, „myPopcorn kommt gut an“.
Durch die vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen und Rezepturen würde jeder Geschmack getroffen, auch beim Wassereis. Gut 150 verschiedene Rezepte und Zusammensetzungen existierten mittlerweile, so Wagner. Wenn für einen Kunden produziert würde, ließe sich die Zusammensetzung jederzeit individuell verändern. „Nach dem Auftragseingang und der Hinterlegung im System geht der Kundenwunsch zur Produktionsplanung“, erklärt Wagner. „Hier werden dann Maschinen und Personal zugeteilt, anschließend kann die Ausmischung beginnen“. Die vollautomatischen Maschinen werden zunächst mit Wasser und  den entsprechenden Grundstoffen gefüllt. Anschließend kommen Zitronensäure, Stabilisatoren und Zucker dazu, bevor das fertige Produkt auf etwa 82 Grad erhitzt und abgefüllt wird. „Durch das Erhitzen können wir auf den Einsatz von Konservierungsmittel verzichten“, erklärt Ilka Wagner.

„Für den Fall, dass eine Maschine einmal nicht richtig funktioniert, haben wir hausinterne Schlosser“, so Wagner. Diese seien dann schnell zur Stelle und könnten nach dem rechten sehen. „Bei den großen Mengen, die wir täglich produzieren, kommt es wirklich auf jede Minute an“.  Busemann verfügt sogar über einen eigenen Wassertank, um die öffentlichen Leitungen wegen der enormen Menge an benötigtem Wasser nicht zu sehr zu belasten. 

Im Sekundentakt schießt die Abfüllmaschine neue Eis-Strips in den Verpackungsbehälter. Die Kontroll-Mitarbeiterin überprüft derweil die Strips auf korrekte Füllmenge und Strapazierfähigkeit der Verpackung. Produkte, deren Verpackungen Schönheitsfehler haben, kommen in den Werksverkauf, welcher jeden Freitag von 13 bis 15 Uhr auf dem Firmengelände stattfindet. Bis zu 16 Strips füllt eine Maschine derweil gleichzeitig ab, in den Geschmacksrichtungen Cola, Kirsche, Zitrone, Waldmeister und Pfirsich. „Die fünfte Sorte ist immer so eine Sache“, so Wagner. „Wir haben sie bereits häufig gewechselt, weil wir den richtigen Geschmack anscheinend noch nicht gefunden haben“. Daher kam sie vor der diesjährigen Saison auf eine Idee: „Wir lassen einfach unsere Facebook-Fans auf unserer Seite abstimmen - gewonnen hat Pfirsich“, freut sie sich.
Und so ist die fünfte Sorte dieses Jahr Pfirsich - auch am Viktualienmarkt in München. Hier wartet bereits Kundschaft: „Ein Bussy-Eis bitte!“

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