Erste Wasserstofftankstelle in Kamen soll im Herbst fertig sein

am . Veröffentlicht in Lokalnachrichten

wasserstoff716CVvon Christoph Volkmer

Kamen. Erdgas und Autogas gibt es bei den Tankstellen in Kamen und Umgebung schon lange, seit Sommer 2014 können dazu Fahrer des Elektroautos Tesla Model S auf dem Parkplatz vor Connie’s Diner ihren Wagen an einer Stromtankstelle aufladen. Ab Ende Oktober kommt in direkter Nähe eine Wasserstofftankstelle hinzu.

Man muss schon genau hingucken, aber mittlerweile rollen die ersten Autos mit Brennstoffzellenantrieb über Deutschlands Straßen. Tankstellen existieren dagegen noch nicht in Hülle und Fülle - in NRW gibt es eine in Düsseldorf. In Wuppertal ist dazu vor wenigen Wochen die erste serienmäßige H2 Mobility-Station eröffnet worden. Im Bau befindet sich dazu noch eine weitere Tankstelle in Münster.

 

wasserstoff716 CEP„Die Standorte sind in einer Netzwerkplanung erarbeitet worden. Wichtig für so einen Standort sind beispielsweise die Nähe zu einer Autobahn und die möglichst hohe Frequenz an Fahrzeugen. Das ist alles an dem Standort Kamen gegeben - dass sich hier auch eine Stromtankstelle befindet ist Zufall“, sagt Andrea Feige, Unternehmenssprecherin von Air Liquide. Das Düsseldorfer Unternehmen treibt mit jahrzehntelanger Erfahrung die Marktdurchdringung der umweltfreundlichen Technologie voran. Das Tätigkeitsfeld umfasst die gesamte Wasserstoffenergiekette - von der Produktion, Distribution und Speicherung bis hin zu den verschiedensten Anwendungen.
Die Tankstelle in Kamen wird im Rahmen der Clean Energy Partnership (CEP)
errichtet und von Air Liquide selber betrieben. Insgesamt wird Air Liquide zehn der insgesamt 50 geplanten Tankstellen in Deutschland bauen. Nach der Fertigstellung im Herbst können hier Brennstoffzellen-PKW gasförmigen Wasserstoff  tanken. „Die komplette Befüllung eines PKW-Fahrzeugtanks bei 700 bar dauert etwa 3 bis 5 Minuten und ist damit vergleichbar mit dem Tanken von herkömmlichem Kraftstoff“, erklärt Andrea Feige.

Allgemeine Informationen: Der Betrieb eines Brennstoffzellenfahrzeugs, das mit H2 fährt, verursacht weder CO2 noch umweltschädliche und gesundheitsgefährdende Stickoxide (NOx) oder Feinstaub-Emissionen. Aus dem Auspuff entweichen lediglich Wassertropfen.
Wasserstoff und Sauerstoff reagieren in der Brennstoffzelle ohne eine Verbrennungsflamme - so entsteht der Strom, der einen Elektromotor antreibt. Damit Wasserstoff-Mobilität zur Erfolgsgeschichte bei der Energiewende im Straßenverkehr wird, sind allerdings genügend Brennstoffzellen-Fahrzeuge sowie eine entsprechende Infrastruktur gleichermaßen nötig.
Wasserstoff gilt als Molekül mit großem Zukunftspotenzial: Er ist vielfältig produzierbar, gut speicherbar und bei der Umwandlung zu Strom in einer Brennstoffzelle beinahe emissionsfrei. Als Kraftstoff ermöglicht er eine saubere und geräuscharme Mobilität. Wasserstofffahrzeuge erreichen zudem eine hohe Reichweite.

Die Clean Energy Partnership (CEP) ist ein Zusammenschluss von 20 führenden Unternehmen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Wasserstoff als „Kraftstoff der Zukunft“ zu etablieren. Mit Air Liquide, BMW, Bohlen & Doyen, Daimler, EnBW, Ford, GM/Opel, H2 Mobility, der Hamburger Hochbahn, Honda, Hyundai, Linde, OMV, Shell, Siemens, den Stuttgarter Straßenbahnen SSB, TOTAL, Toyota, Volkswagen und der Westfalen Gruppe beteiligen sich Technologie-, Mineralöl- und Energiekonzerne sowie die Mehrzahl der größten Automobilhersteller und führende Betriebe des öffentlichen Nahverkehrs an dem wegweisenden Zukunftsprojekt. Seit 2008 wird die CEP durch das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) gefördert.

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