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Spielenarren laden wieder zum Spieletag

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Aus den Vereinen

Es kann wieder gespielt werden!

spielenarren spieletagFoto: Archivbild Spielenarren Kamen e.V.Kamen. Viele Veranstaltungen konnten seit Beginn der Corona-Pandemie nicht mehr stattfinden. Dies hat jedoch nicht nur die ganz großen Veranstaltungen betroffen, sondern auch die vielen kleinen Veranstaltungen, die das kulturelle Leben der Stadt Kamen bereichern. So auch den Kamener Spieletag der Spielenarren Kamen, der zuletzt im Frühjahr 2019 stattfand.

Große Freunde hat der Verein daher auch empfunden, als klar wurde, dass nun zum Herbst hin wieder Veranstaltungen in einem gewissen Rahmen stattfinden können. So können nun auch die Spielenarren Kamen endlich wieder den beliebten Kamener Spieletag durchführen.

Die Veranstaltung findet am Samstag, dem 25. September ab 15 Uhr statt. Veranstaltungsort ist wie gewohnt das evangelische Gemeindehaus (Schwesterngang 1) in Kamen. Neben dem aktuellen Spiel des Jahres ‚MicroMacro: Crime City‘ und dem Kennerspiel des Jahres ‚Paleo‘ warten zahlreiche weitere aktuelle Spieleneuheiten und Klassiker darauf von den Gästen gespielt zu werden.

Zugangsvoraussetzung für den Einlass ist die bekannte 3G-Regelung (Geimpft, getest, genesen). Ein entsprechender Nachweis ist vorzuweisen. Die Veranstaltung selbst ist natürlich kostenlos.

Gegen Abend wird mit allen interessierten Gästen das beliebte Partyspiel Werwölfe von Düsterwald gespielt. Erfahrene Spielleiter führen dabei durch stimmungsvoll arrangierte Runden.

Gedicht der Woche: Gräber beiderseits

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Wort & Buch

gedicht der woche20KW fiedels adstock 96941854Enthält Datei #96941854 | © Fiedels | Adobe Stock
 
Das Vorwort
 
Kamen ist eine Stadt der Literatur, gleich mehrere, auch überregional bekannte Schriftsteller wohnen hier. KamenWeb.de möchte darauf durch die Reihe "Gedicht der Woche" hinweisen.
 
Gräber beiderseits
 

Hüben der Schlossfriedhof.
Buchenriesen schirmen
achtundzwanzig Gruften
und einen mächtigen Stein:
An der Zufluchtsstätte
derer die Euch lieben.
Du nur Graf Eberhard
ruhst in russischer Erde.

Drüben der Dorfkirchhof.
Lichte Birken decken
einen brüchigen Stein:
Hier liegen achtundzwanzig
sowjetische Bürger
ungeliebt ohne Zuflucht
namenlos verscharrt
nicht in russischer Erde.

Hier wie dort fallen Blätter
und die Steine schweigen.

Klaus Görke

 

CDU-Kandidat Hubert Hüppe geht mit viel sozialpolitischer Erfahrung in die Bundestagswahl

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Bundestagswahl 2021

von Alex Grün

wahl 2021portrait cdu921Bundestagskandidat Hubert Hüppe und Kanzlerkandidat Armin Laschet kennen sich schon lange. "Gemeinsam für ein modernes Deuschland" (so ein CDU-Wahlslogan) machen sie jetzt Wahlkampf. Kreis Unna. Mit mehr als zwei Jahrzehnten Erfahrung als Abgeordneter im Deutschen Bundestag tritt Hubert Hüppe (CDU) aus Werne nach einer Legislaturperiode Abstinenz für den heimischen Wahlkreis wieder als Direktkandidat an.

Vor genau 30 Jahren wurde Hüppe erstmals von den Wählern im Wahlkreis Unna I in den Bundestag delegiert. Sein Mandat behielt er 18 Jahre lang, trat dann als Regierungsbeauftragter für Belange behinderter Menschen für eine Legislaturperiode aus dem Bundestag aus und ließ sich 2013 für weitere vier Jahre ins Bundesparlament wählen. Der 64-jährige Diplomverwaltungswirt setzte seine Schwerpunkte als Bundestagsmitglied stets auf die Bereiche Gesundheit, Bioethik, Teilhabe und Soziales. Seit 2020 ist er Mitglied und sozialpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Unnaer Kreistag - und bleibt seinem Themenschwerpunkt damit auch auf kommunaler Ebene treu. "Wir brauchen einen kraftvollen Neustart nach der Krise", ist Hüppe überzeugt. Daher spreche er sich aus für ein Entfesselungspaket für den Mittelstand und starkes Wirtschaftswachstum, aber gleichzeitig auch für Nachhaltigkeit und das Erreichen der Klimaneutralität bis spätestens 2045. Hüppe setzt außerdem auf den Schwerpunkt Innere Sicherheit, will Einsatzkräfte schützen, eine Null-Toleranz-Politik gegenüber kriminellen Clans einführen, Kindesmissbrauch bekämpfen und Opferschutz vor Täterschutz stellen. Auch die soziale Sicherheit und Chancengleichheit ist dem Großvater zweier Enkel wichtig. Er wirbt daher für die Abschaffung von ungleichen Bildungschancen, verlässliche Sozialsysteme und ein Gesundheitswesen mit mehr Hausärzten und guter Pflege. Wohnraum müsse dringend geschaffen werden, so Hüppe, dieser müsse aber sozial, ökologisch und barrierefrei gestaltet werden. Die Forschung müsse gestärkt werden, insbesondere in Bezug auf die Entwicklung von Energiespeichern und anderen klimarelevanten Innovationen, etwa im Bereich der Gewinnung von Wasserstoffenergie. Auch den Ausbau des Schienenverkehrs will Hüppe beschleunigen, langwierige Verfahren beim Netzausbau müssten verkürzt werden, ist er überzeugt. Dass es Defizite im Bereich der Digitalisierung gibt, habe sich während der Corona-Lockdowns besonders deutlich herausgestellt, sagt Hüppe. Dieser Umstand solle als Chance begriffen werden, jetzt aktiv dagegen anzusteuern. Zusammenfassend sagt Hubert Hüppe: "Ich möchte dazu beitragen, dass unsere Kinder und Enkel eine sichere und lebenswerte Zukunft haben. Bitte geben Sie mir dazu den Auftrag!"

Kinder machen Heeren-Werve zum Weltkindertag ein bisschen bunter

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Lokalnachrichten

Weltkindertag4 921KBFotos: Katja Burgemeister für KamenWeb.de

von Katja Burgemeister

Kamen-Heeren-Werve. Mancher wollte eigentlich nur schnell Besorgungen machen und blieb fasziniert stehen. Erst fiel der staunende Blick auf die kleinen Kreidekunstwerke auf dem Pflaster. Dann ging die Hand zum einlaminierten Zettel. Überall im Heerener Dorfbild wiederholten sich die Szenen. Überall hingen die Rechte von Kindern zum Weltkindertag neben Luftballons an Bäumen, Pfählen, Pfosten. Und sie sorgten nicht nur für Staunen.

Weltkindertag1 921KBDer eine oder andere mag auch sofort ein schlechtes Gewissen bekommen haben. Denn selbst in unserem Land sind unendlich viele Kinder auf der Flucht. Dass sie hier Schutz finden, ist ihr Recht. Dass manches T-Shirt in diesen spätsommerlichen Tagen schön günstig ist, liegt auch daran, dass Kinder in vielen Ländern das Recht auf Schutz vor Ausbeutung verwehrt wird. „Das wusste ich gar nicht“, schauten sich Eltern fragend an, als auf einem der zehn Zettel das Recht von Kindern auf Information und Beteiligung genauer erläutert war. Ob das auch in unserem Wohlstandsland immer eingehalten wird, dürfte zumindest hinterfragt werden.

Leon & Elias machten sich jedenfalls viele Gedanken zusammen mit ihren Eltern. Sie waren am Samstag die ersten, die sich ein „Weltkindertag“-Paket am Ev. Jugendheim abholten und die Rallye durch das Dorf starteten. Schon die erste Station am Fahrradständer sorgte für Staunen. „Kinder haben ein Recht auf einen Namen“, hieß es dort. Während Elias seinen Namen mit der Hilfe seines Vaters mit der Kreide auf den Asphalt malte, entstand schon die erste Diskussion in der Familie. Zu einem Namen gehört auch eine Geburtsurkunde mit Staatsangehörigkeit und damit auch ein großes Stück Identität. Für Leon, Elias und ihre Eltern ganz selbstverständlich. „Darüber denkt man tatsächlich gar nicht unbedingt nach, gerade weil es so selbstverständlich ist.“

Die Rechte von Kindern treffen sogar die Bundestagswahl mit einer topaktuellen Frage. Denn Kinder haben auch das Recht auf eine unversehrte und gesunde Umwelt. Gefragt werden sie allerdings an der Wahlurne nicht wirklich. Das Recht auf Gesundheit, auf Spiel und Freizeit, auf Bildung und elterliche Fürsorge oder auf Schutz bei einer Behinderung: Es lohnt sich, bei den Kinderrechten genauer hinzusehen und nachzudenken. Die Aktion wollte aber noch mehr erreichen. „Kinder erobert die Straße“ lautete das Motto, dass sich UNICEF für die Rallye ausgedacht hat. „Wir wollen unser Dorf damit auch ein kleines bisschen bunter machen“, schildert Initiatorin Christina Pfingsten. „Und wir wollen genauer hinschauen, was eigentlich zu jedem Kinderrecht gehört.“

Das haben die Kinder im Jugendheim in Heeren-Werve schon ein paar Tage vorher gemacht. Spielerisch machten sie sich mit einem Puzzle und den fehlenden Teilen dazu auf die Suche nach Kinderrechten. Über 50 zählt UNICEF auf. Die Rallye sollte auch das restliche Dorf animieren, sich auf die Suche zu machen und genauer hinzuschauen. Eine gute Alternative zu dem, was sonst am Weltkindertag stattfindet. Denn normalerweise gibt es ein großes Fest in Kamen, organisiert von vielen Vereinen und Gruppen, die sich im Stadtjugendring zusammengeschlossen haben. Corona macht solche großen Feste gerade schwierig. Für andere Alternativen fanden sich nicht genug Mitstreiter. Deshalb hat Christina Pfingsten für die Ev. Jugendarbeit kurzerhand etwas eigenes konzipiert, das auch kontaktlos umgesetzt werden kann. Und nicht zu übersehen ist.

Weltkindertag2 921KB

Volksbank hat Fusion komplett abgeschlossen

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Markt Kamen

Volksbank Fusion 2 921CVDie ehemalige Volksbank Kamen-Werne ist jetzt auch technisch mit der Dortmunder Volksbank zu einer Einheit zusammenwachsen. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de

von Christoph Volkmer

Kamen/Werne. Die Fusion der Volksbank Kamen-Werne und der Dortmunder Volksbank ist nun auch technisch abgeschlossen. Seit dem späten Samstagnachmittag stehen den Kunden Online-Banking und die Banking-App wieder zur Verfügung. Auch das Bezahlen mit der Girocard und das Abheben von Geldbeträgen funktioniert wieder.

Die technische Fusion ist vollendet und die ehemalige Volksbank Kamen-Werne eG auch technisch mit der Dortmunder Volksbank eG zu einer Einheit zusammengewachsen. Bereits am 16. August war die Fusion juristisch durchgeführt worden. Nun sind auch die bestehenden Datenbestände beider Häuser zusammengeführt.

„Es hat alles wunderbar und ohne Störungen geklappt, auch weil sich alle Mitarbeitenden richtig ins Zeug gelegt haben“, teilte Markus Dyckhoff, stellvertretender Leiter der Niederlassung Kamen-Werne, am Sonntagmorgen auf Anfrage mit. Damit die Umstellung reibungslos funktionieren konnte, blieben die Geschäftsstellen in Kamen und Werne am vergangenen Freitag geschlossen.

Am frühen Samstagmorgen um 6 Uhr fanden dann die ersten Funktionstests statt, berichtete Dyckhoff weiter. „Die sind reibungslos gelaufen, sodass wir insgesamt unseren Zeitplan komplett eingehalten haben“, so Dyckhoff. Weitere Überprüfungen und Tests, die ebenfalls problemlos verlaufen seien, folgten über den Tag in den jeweiligen Filialen. Am späten Nachmittag gab es dann - noch vor 18 Uhr - grünes Licht. An der Durchführung des technischen Zusammenschlusses sind sowohl Mitarbeitende aus dem internen Bereich als auch aus der Kundenberatung beteiligt gewesen.

Archiv: Fusion der Volksbanken führt auch in Kamen zu Einschränkungen

Benjamin Weiß gibt ausrangierten Gegenständen ein neues Leben

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Lokalnachrichten

Upcycling 01 921CVUpcycling ist eine Form der Wiederverwertung von Stoffen. Zuletzt hat Benjamin Weiß einen 6-Zylinder-Motorblock von 1940 zu einem Flaschenständer umgebaut. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de

von Christoph Volkmer

Kamen. Gegenstände, die nicht mehr gebraucht und benutzt werden, landen meist irgendwann auf dem Müll. Das ist schade, findet der Kamener Benjamin Weiß, der solche Dinge vor dem endgültigen Aus bewahrt, in dem er ihnen ein ganz neues Leben verleiht.

Upcycling 02 921CVSeit zehn Jahren ist der Kamener Benjamin Weiß aktiv, wenn es darum geht, alten Gegenständen ein neues Leben zu verschaffen. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.deBenjamin Weiß hat es sich seit zehn Jahren zur Aufgabe gemacht, scheinbar nutzlose Abfallprodukte mithilfe von Upcycling in neuwertige Gegenstände umzuwandeln. Los ging es damals mit Möbeln aus Paletten, mittlerweile arbeitet er mit nahezu allen Materialien.

„Viele Sachen sind einfach viel zu schade, um weggeworfen zu werden“, sagt Weiß beim Ortstermin in seiner Werkstatt in Unna. Wer sich dort umguckt, stellt schnell fest, dass der Kamener in den vergangenen Jahren etliche Stücke beim Sperrmüll am Straßenrand oder über Bekannte erhalten hat. Eine Vorliebe für ein bestimmtes Material lässt sich auf den ersten Blick nicht erkennen. „Es ist egal, ob das Stück aus Holz, Metal, Glas oder Gummi oder etwas anderem ist“, erklärt Weiß - und wer sich seine Produkte genauer ansieht, bekommt eine Ahnung, warum das so ist.

Denn scheinbar alles, was in der Werkstatt landet, kann in einem neuen und zumeist völlig anderen Zusammenhang neu belebt werden. Da ist beispielsweise der 6-Zylinder-Motorblock aus einem Chevy von 1940, der künftig als von innen beleuchteter Flaschenständer in einer Bar benutzt wird.

Ein paar Meter weiter steht ein Klavier, dass bereits 170 Jahre auf dem Buckel hat. Hier wird Weiß das Innenleben entfernen und dann eine ganz besondere Hausbar daraus machen. Eine Idee, die beim ersten Mal so gut angekommen ist, dass nun schon das zweite Klavier beim ihm gelandet ist. „Das Klavier stand bei einer älteren Dame und war nur noch ein Staubfänger, so bekommt das Ganze nun noch mal ein neues Leben“, sagt der 44-Jährige.

Kuriose Dinge findet er nicht nur beim Sperrmüll oder bei Online-Kleinanzeigen-Portalen, denn längst hält auch der Freundeskreis die Augen nach geeigneten Stücken offen. Ganz konkrete Vorstellungen, wie das Endprodukt aussehen soll, haben die Interessenten, die ihm einen Gegenstand zur Bearbeitung bringen, vorher meist nicht. „Die sagen höchstens, du machst das schon“, schmunzelt Weiß.

Grundsätzlich hat der Macher vorher schon eine Idee im Kopf, was er mit dem jeweiligen Gegenstand anfangen möchte, teils aber wird dieser Plan im Laufe des Arbeitsprozesses noch einmal geändert, wenn sich ein noch besseres Ergebnis herstellen lässt. In der Regel arbeitet der Kamener zudem an mehreren Projekten gleichzeitig. Wenn es an der einen Ecke kreativ einmal nicht weiter geht, widmet er sich einem anderen Kunstwerk, welches auf Input wartet. „Ideen gibt es sicher auch im Internet, aber die Dinge, so wie ich sie mache, habe ich noch nirgends gesehen“, sagt der zweifache Vater.

Der gelernte Kraftfahrzeugmechaniker kann sich durchaus vorstellen, künftig noch mehr Zeit in sein liebstes Hobby zu investieren. Noch finanziert er seine Werkstatt und das benötigte Arbeitswerkzeug an vier Tagen in der Woche mit Arbeit in einer Caravan-Werkstatt. „Wenn das Upcycling künftig mal mein berufliches Standbein wird, habe ich nichts dagegen“, sagt Weiß.

Beispiele für bisherige Arbeiten sind unter https://www.instagram.com/wp_woodworx/ zu finden.

Upcycling 03 921CVSo kann ein altes Klavier nach der Bearbeitung durch den Kamener aussehen. Foto: WEiß

Superintendent Dr. Schneider im Evangelischen Kirchenkreis Unna eingeführt - Abschied von Altsuperintendent Böcker

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Lokalnachrichten

Der Glaube ändert die Sicht auf die Welt

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Unna. Eine gefüllte Kirche, Gesang und ein feierlicher Empfang – so zu feiern war in den letzten eineinhalb Jahren nicht möglich. Am 17. September konnte die Verabschiedung von Altsuperintendent Hans-Martin Böcker und die Einführung seines Nachfolgers, Superintendent Dr. Karsten Schneider, im Evangelischen Kirchenkreis Unna in eben solch einem festlichen Rahmen gefeiert werden.

Dr. Karsten Schneider ist seit dem 1. Mai 2020 der leitendende Theologe für die dreizehn Gemeinden und die kreiskirchlichen Dienste in Bergkamen, Kamen, Holzwicke, Unna und Fröndenberg mit ca. 70.000 evangelischen Christen. Schneider wurde am 5. Februar 2020 von der Synode des Ev. Kirchenkreises Unna zum Nachfolger von Hans-Martin Böcker gewählt.

Als Christen in der Welt wirken

Der Glaube daran, dass Gott da ist, dass er uns halte, ändere die Sicht auf die Welt, so Dr. Schneider in seiner Predigt: „Es ist ein Unterschied, sich einfach so in dieser Welt vorzufinden oder sich als von Gott geliebt zu begreifen. Es ist ein Unterschied, im anderen einen zu sehen, der halt da ist, oder im anderen ein von Gott geliebtes Mitgeschöpf zu sehen.“ Diese Sichtweise müsse auch immer gepflegt werden, denn: „als Vereinzelte kommen wir nicht weit. Wir brauchen uns immer wieder gegenseitig als Mitmenschen, die sich einander die Augen öffnen.“ Denn es sei die Aufgabe von Kirche, anderen von dieser Sichtweise zu erzählen. Schneider: „Mit anderen unsere Sichtweise teilen, ihnen unseren Blick auf die Dinge anbieten, ihnen die Augen führen. Und dann, so bin ich überzeugt, werden wir als Christinnen und Christen im Sinne Jesu in dieser Welt wirken können.“

Abschied und Einführung

Die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Dr. h.c. Annette Kurschus, verabschiedete zunächst den ehemaligen Superintendenten. Sie betonte, dass mit Hans-Martin Böcker eine Persönlichkeit von Bord gegangen sei, die ihre Stärke in den leisen Tönen und in der seelsorglichen Nähe zu den Menschen habe, dem es nicht um Macht und Wirkung ginge. Kurschus: „Gerade das hat Sie wohl in der Zeit starker Umbrüche für diesen Kirchenkreis als Leitungsperson attraktiv gemacht.“ In seinem Dankeswort blickte Böcker zurück auf eine erfüllte Zeit: „Wichtig waren mir immer die Menschen, mit Dankbarkeit schaue ich zurück.“

In der Einführung des neuen Superintendenten Dr. Karsten Schneider beschrieb Präses Kurschus kirchenleitendes Ordnen als: „keineswegs etwas für Funktionäre und Erbsenzähler. Es ist ein hoch geistliches Geschäft. Es braucht Liebe zu Gott. Und Liebe zu den Menschen. Beides hat die Synode offenbar bei Ihnen gespürt, sonst wären Sie jetzt nicht hier.“ Der Auftrag, den der Kirchenkreis ihm gegeben habe, sei der nach klarer Leitung: „Und diesem Auftrag stellen Sie sich. Mit klugem Verstand, mit theologischem Profil, mit hintergründigem Humor und wachen Sinnen, mit der nötigen Portion Nüchternheit, mit entwaffnender Redlichkeit und viel feinem Gespür für das, was dran ist.“

Politik und Kirchen betonen Zusammenarbeit

In den Grußworten aus Politik und der Ökumene klangen die vielen Formen der Zusammenarbeit an. Der stellvertretende Landrat Martin Wiggermann betonte dabei auch die gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung: „Solange es noch arme Kinder in unserem Kreis gibt, und solange noch 24 Stunden Polizei vor der Synagoge stehen muss, haben wir noch viel zu tun, das wollen wir gerne auch in Zukunft mit Ihnen an der Seite tun.“ Die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde ha-kochaw in Unna, Alexandra Khariakova, dankte besonders Hans-Martin Böcker für sein Engagement für den jüdisch-christlichen Dialog. „Ohne ihre Unterstützung gäbe es unsere Gemeinde so nicht.“ Sie freute sich darüber, dass sein Nachfolger auch schon Mitglied des Freundeskreises der jüdischen Gemeinde sei und damit in der guten Tradition der Vorgänger stünde. Superintendentin Kerstin Goldbeck aus Hamm beschrieb das Verhältnis der Nachbarschaft der beiden Kirchenkreise mit einem Bibelwort: „Ein Nachbar in der Nähe ist besser als ein Bruder in der Ferne. Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam viel zu einer guten Nachbarschaft beitragen können.“

Feiern unter Coronabedingungen

Am Gottesdienst konnten unter geltenden Coronabedingungen 250 Personen teilnehmen, alle nach Anmeldung und unter Vorlage eines 3G-Nachweises. Auch das war wieder möglich: im Anschluss an den Gottesdienst blieben die Gäste noch lange zusammen und genossen es, sich wieder zu einem solchen Fest zu begegnen. Wegen der einschränkten Möglichkeiten des Besuches wird ein Zusammenschnitt des Gottesdienstes ab Mittwoch, den 22. September, als Video zu sehen sein, sowohl auf der Seite des Kirchenkreises Unna unter www.evangelisch-in-unna.de wie auf dem kreiskirchlichen youtube-Kanal.

Personalia

Dr. Karsten Schneider,

geboren 1965, studierte in Marburg, Bonn und Bochum Evangelische Theologie und Philosophie, promoviert in Theologie an der Ruhr-Universität Bochum, hinzu kam ein Studienaufenthalt in Rom. In der Ev. Kirchengemeinde Bochum-Eppendorf folgte das Vikariat, als Pfarrer war Schneider tätig in Witten und in Dortmund. Seit dem 1.5.2020 ist er Superintendent im Ev. Kirchenkreis Unna

Hans-Martin Böcker,

geboren 1954, hat in Bethel, Münster und Marburg studiert. Nach einer Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Münster machte er sein Vikariat in Dortmund. Ab 1983 war Böcker Pfarrer in der Ev. Kirchengemeinde Kamen, seit 1991 auch Dozent in der Ausbildung von Vikarinnen und Vikaren der Ev. Kirche von Westfalen. Im Ev. Kirchenkreis Unna war er zunächst Synodalassessor und von 2015 bis 2020 Superintendent.

Marlies Struckmann gestorben

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Stadtgeschichte

mummensch921 FernMehringHeinrich Peuckmann (li.) und Fern Mehring (re.) vor der Kultkneipe Mummenschanz. Foto: Privatvon Heinrich Peuckmann

Kamen. In den achtziger Jahren gab es in Kamen eine Kultkneipe, Mummenschanz hieß sie. Alles was künstlerisch und überhaupt alternativ in Kamen unterwegs war, verkehrte dort. Marlies Struckmann hieß die Wirtin. Sie überließ den Kamener Schriftstellern einen Schlüssel, damit dort vor Beginn des Schankbetriebs am Freitag die Literaturwerkstatt tagen konnte. Dort diskutierten ihre Texte, die später zahlreich veröffentlicht wurden, sie planten Lesungen und Buchprojekte. Heute kann man nur staunen, welche Autoren dorthin kamen und was aus ihnen geworden ist: Horst Hensel, Gerd Puls, Levent Aktoprak, Jutta Krähling, Klaus Goehrke und Heinrich Peuckmann, zur Zeit der Generalsekretär des deutschen PEN. Sie alle haben viel seither veröffentlicht Romane, Lyrik- und Erzählbände. Fotographen wie Fern Mehring, Maler wie Norbert Thomas, der bis zu seiner Emeritierung eine Professur in Wuppertal innehatte, sie alle waren Stammgäste bei Marlies Struckmann. In einer Ecke stand ein Klavier, am liebsten spielte dort der katholische Kantor, der so gerne Bier trank und oft wurde lauthals im Mummenschanz gesungen. Von der Stadtspitze wurde diese Szene nicht als Chance für eine lebendige Kulturszene gesehen, mit der man renommieren könnte, sondern auf dümmliche Weise verunglimpft. Das sei keine Subkultur, urteilte der damalige Kulturausschussvorsitzende, dessen Name längst vergessen ist, sondern dort treffe sich die "Suupkultur". Was für eine vertane Chance!

Es waren fruchtbare Jahre für die Kamener Kulturszene. Nun wurde bekannt, dass Marlies Struckmann ganz still während des Lockdowns gestorben ist. Ulrich de Greiff sammelt Geld, um mit einer Anzeige an sie zu erinnern, Marlies, so finden ihre damaligen Stammgäste, hat es verdient. Wir werden sie nicht vergessen, wollen sie zeigen,  ganz im Gegensatz zu diesem angeblichen Kulturpolitiker.

Öffentliche Sprechstunde der Bürgermeisterin zum Wochenmarkt

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Lokalnachrichten

sofortprogramm innenstadt1020AGDer Pavillon am Willy-Brandt-Platz als Standpunkt des Stadtteilmanagements. Foto: Alex Grün für KamenWeb.de

Kamen. Die nächste öffentliche Sprechstunde von Bürgermeisterin Elke Kappen findet am Dienstag, 21. September, im Pavillon auf dem Willy-Brandt-Platz statt. Bürgerinnen und Bürger, die ein Anliegen haben, können von 11 bis 12 Uhr ihre Wünsche, Anregungen und Kritik vorbringen. Bei dem Termin finden selbstverständlich die aktuell geltenden Corona-Schutzbedingungen Berücksichtigung. So muss unter anderem eine Alltagsmaske getragen und in der Wartezone der Mindestabstand eingehalten werden.

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