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Frank Bowinkel hat die Getreideernte für dieses Jahr abgeschlossen. Zuletzt hat der Kamener Landwirt seine Rapsernte durchgeführt. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de
von Christoph Volkmer
Kamen. „Geschafft - das war das letzte Feld. Jetzt ist quasi Harkemei“, sagt Frank Bowinkel mit einem Lächeln. Gerade hat der Kamener Landwirt in Lerche das letzte Feld mit Raps abgeerntet. Das Getreide ist schon in den Tagen zuvor eingeholt worden.
Insgesamt leeren sich die Getreidefelder in Kamen kontinuierlich. Nachdem die Wintergerste bereits seit einigen Wochen vollständig eingebracht ist, stehen nur noch bei wenigen Kollegen von Bowinkel im Bereich Weizen und Raps die letzten Druscharbeiten an.
Mit der Wintergerste sind die Landwirte in der Region überwiegend zufrieden, berichtet Thomas Döring, der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Ruhr-Lippe, zu dem auch Kamen gehört. „Die Hitze in der zweiten Junihälfte kam für die Gerste zu spät, um noch größere Auswirkungen zu haben. Ihre Ertragsbildung war zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlossen“, so Döring.
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Während das großformatige Graffiti „Neues Leben an der Seseke“ entsteht, verwandeln die Künstler die Betonwand an der Maibrücke im Sesekepark Schritt für Schritt in ein Kunstwerk zum 100-jährigen Jubiläum des Lippeverbandes. Foto: Stadt Kamen
Kamen. Im Sesekepark in Kamen entsteht derzeit ein großformatiges Graffiti, das die Artenvielfalt entlang der renaturierten Seseke in den Mittelpunkt stellt. Das Kunstwerk mit dem Titel „Neues Leben an der Seseke“ ist Teil der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des Lippeverbandes.
Der Entwurf stammt vom Wittener Künstler „Choko“, der sich mit seinem Konzept in einem Wettbewerb durchsetzen konnte. Gemeinsam mit Oliver „Aphe“ Hollatz gestaltet er die Betonwand an der Maibrücke. Das Motiv zeigt heimische Tier- und Pflanzenarten und greift die erfolgreiche Renaturierung der Seseke auf.
Das Projekt wurde von der Stadt Kamen angestoßen und wird im Rahmen der Kooperationsvereinbarung „Gemeinsam für Emscher und Lippe“ aus Mitteln der Städtebauförderung finanziert. Gleichzeitig setzt das Kunstwerk bereits einen sichtbaren Akzent für das Stadtleuchten, das vom 2. bis 4. Oktober anlässlich des Jubiläums des Lippeverbandes im Sesekepark stattfindet.
Mit der Gestaltung erinnert das Projekt auch an die enge Verbindung zwischen der Seseke und dem Lippeverband. Die Renaturierung des einst als Abwasserlauf genutzten Gewässers gilt als Meilenstein der regionalen Gewässerentwicklung und machte die Seseke wieder zu einem wertvollen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.
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Kamen. Der Arbeitsmarkt in Kamen hat sich im Juli nahezu stabil entwickelt. Nach Angaben der Agentur für Arbeit stieg die Zahl der arbeitslosen Menschen gegenüber dem Vormonat lediglich um zwei Personen beziehungsweise 0,1 Prozent auf insgesamt 1.883 Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote bleibt unverändert bei 8,1 Prozent.
Kamen gehört damit zu den Kommunen im Kreis Unna mit der geringsten Veränderung. Während in Bergkamen, Selm und Werne die Arbeitslosigkeit leicht zurückging, verzeichneten die übrigen Städte überwiegend moderate Anstiege. Im gesamten Kreis Unna erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 179 Personen auf 16.739. Die Arbeitslosenquote stieg leicht auf 7,7 Prozent.
Nach Einschätzung der Agentur für Arbeit ist die Entwicklung vor allem saisonbedingt. Viele Ausbildungsabsolventen melden sich nach ihrem Abschluss zunächst arbeitslos, hinzu kommen die Auswirkungen von Quartalskündigungen. Gleichzeitig entwickelte sich die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften im Kreis Unna positiv: Im Juli wurden 627 neue Stellen gemeldet – ein Plus von 17,2 Prozent gegenüber dem Vormonat.
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Die SPD-Fraktion des Kamener Stadtrates informierte sich bei einem Besuch der GWA-Inertstoffdeponie in Heeren-Werve über Recyclingverfahren und Deponiebetrieb.
Heeren-Werve. Auf den ersten Blick ist die Inertstoffdeponie der GWA im Kamener Stadtteil Heeren-Werve vor allem als Annahmestelle für unbelasteten Bauschutt und Böden bekannt. Hinter den Toren entstehen jedoch Verfahren, mit denen ein großer Teil der angelieferten Materialien aufbereitet und wiederverwendet werden kann. Über diese Entwicklungen informierte sich jetzt die SPD-Fraktion des Kamener Stadtrates bei einem Besuch der Anlage.
GWA-Geschäftsführer Martin Döbber begrüßte die Besucher und stellte gemeinsam mit Mitarbeitenden die Arbeitsabläufe auf dem Gelände vor. Dort kommen unter anderem Brech- und Siebanlagen, Schredder, Förderbänder und Radlader zum Einsatz. Rund 15 Beschäftigte sind für den Betrieb verantwortlich. Eingelagert werden dürfen ausschließlich unbelastete Böden und Bauschutt der Schadstoffklasse 0. Die Zukunft der Deponie war zuletzt Gegenstand politischer Beratungen, nachdem eine Erweiterung der Kapazitäten und eine Verlängerung der Betriebsdauer geplant worden waren.
Ein Schwerpunkt des Besuchs lag auf den Recyclingverfahren. Nach Angaben der GWA wird inzwischen mehr als die Hälfte der angelieferten mineralischen Materialien nicht dauerhaft deponiert, sondern aufbereitet und einer erneuten Nutzung zugeführt. Aus Bauschutt werden beispielsweise verschiedene Schotterkörnungen hergestellt, nachdem Metalle und andere Bestandteile entfernt wurden.
Auch bei der Bodenaufbereitung setzt die GWA nach eigenen Angaben auf neue Verfahren. Die angelieferten Böden werden gesiebt und von Fremdstoffen getrennt. Der daraus gewonnene Recyclingsand kann unter anderem beim Verlegen von Kanal- oder Versorgungsleitungen anstelle von Natursand eingesetzt werden. Zudem wird aus diesem Material sogenannter Flüssigboden hergestellt. Dieser eignet sich insbesondere für Tiefbaumaßnahmen an Stellen mit beengten Platzverhältnissen oder dort, wo eine klassische Verdichtung nur schwer möglich ist.
Deponiebetriebsleiter André Vaupel erläuterte der Besuchergruppe die Entwicklung dieser Verfahren und die Einsatzmöglichkeiten der Recyclingprodukte. Um deren Vermarktung und Organisation kümmert sich eine eigens gegründete Tochtergesellschaft der GWA, die hierfür auch Kooperationen mit weiteren Partnern eingegangen ist.
Ein weiterer Arbeitsbereich betrifft das Material aus der Straßenreinigung. Die Rückstände werden in Heeren-Werve getrocknet und in unterschiedliche Bestandteile getrennt. Dadurch können die einzelnen Fraktionen kostengünstiger entsorgt oder weiterbehandelt werden. Nach Angaben der GWA verbleiben weder die Rückstände noch das dabei anfallende Wasser dauerhaft auf dem Gelände.
Nach Einschätzung des Unternehmens tragen die Verfahren dazu bei, Deponiekapazitäten zu schonen und den Verbrauch natürlicher Rohstoffe zu reduzieren. Andreas Hellmich, Mitglied der Geschäftsführung der GWA und der Tochtergesellschaft, bezeichnete dies als einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft.
Gleichzeitig verwies die GWA darauf, dass der Betrieb einer Deponie weiterhin mit Staub, Lärm und Fahrzeugverkehr verbunden sei. Im Zusammenhang mit der jüngsten Kapazitätserweiterung habe das Unternehmen deshalb den Austausch mit Anwohnern und Politik gesucht. Auch beim Besuch der SPD-Fraktion wurden diese Themen angesprochen. Fraktionsvorsitzender Daniel Heidler bedankte sich für die Möglichkeit zum Gespräch. Geschäftsführer Martin Döbber kündigte an, den Dialog mit Politik und Nachbarschaft fortsetzen zu wollen.
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Die Brandmeister Joana Quooß und Manuel Nüsken präsentieren die neuen Uniformen. Sie freuen sich gemeinsam mit Christopher Lindermann (l. Fachbereichsleiter Stadt Kamen), seinem Stellvertreter Frank Siedhoff (2.v.r.), dem Leiter der Feuerwehr, Volker Rost, sowie der städtischen Beigeordneten Hanna Schulze. Foto: Stadt Kamen
Kamen. Nicht jeder Feuerwehreinsatz führt die Einsatzkräfte durchs Feuer. Bei Verkehrsunfällen, Unwetterschäden, Türöffnungen oder Ölspuren sind andere Gefahren entscheidend – und dafür trägt die Feuerwehr Kamen jetzt auch die passende Kleidung. 220 neue rote Einsatzgarnituren für technische Hilfeleistungen und die Brandbekämpfung im Freien stehen den hauptamtlichen und ehrenamtlichen Kräften ab sofort zur Verfügung.
Bislang rückten die Kamener Feuerwehrleute grundsätzlich in ihrer sandfarbenen Brandbekämpfungsbekleidung aus. Sie besteht aus mehreren Lagen und schützt besonders gut vor Flammen und sehr hohen Temperaturen, etwa bei einem Innenangriff. Dieser Schutz hat jedoch sein Gewicht: Die Kleidung ist schwer, schränkt die Beweglichkeit stärker ein und kann den Körper insbesondere bei längeren Einsätzen und hohen Außentemperaturen zusätzlich belasten.
„Unsere Brandbekämpfungsbekleidung bietet einen sehr hohen Schutz, ist aber nicht für jede Einsatzlage die beste Lösung“, erklärt Brandrat Frank Siedhoff, stellvertretender Fachbereichsleiter Feuerwehr und Rettungsdienst bei der Stadt Kamen. „Mit der neuen Kleidung können wir unsere Einsatzkräfte bei technischen Hilfeleistungen und Vegetationsbränden spürbar entlasten. Sie ist leichter, beweglicher und auf die Gefahren dieser Einsätze zugeschnitten.“
Dazu zählen beispielsweise Verkehrsunfälle auf den Autobahnen A1 und A2, zu denen die Feuerwehr Kamen regelmäßig ausrückt. Auch bei Unwettereinsätzen, Türöffnungen oder beim Beseitigen von Ölspuren schützt die neue Kleidung unter anderem vor mechanischen Gefahren. Ebenso ist die neue Schutzkleidung für Brandeinsätze im Freien bestens geeignet. Welches Outfit zum Einsatz kommt, entscheiden die Führungskräfte anhand der jeweils zu erwartenden Risiken. Bei den Einsätzen werden immer beide Uniformen mitgeführt, um diese gegebenenfalls wechseln zu können. „So werden wir nicht überrascht“, führt Siedhoff weiter aus.
Auch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung weist darauf hin, dass schwere Brandbekämpfungsbekleidung nicht automatisch bei jedem Einsatz die beste Wahl ist. Bei länger dauernden technischen Hilfeleistungen kann sie unnötig belasten und zu einer stärkeren Erwärmung des Körpers führen.
„Gerade an heißen Tagen macht es einen deutlichen Unterschied, ob unsere Einsatzkräfte über längere Zeit die schwere Brandbekämpfungsbekleidung oder eine leichtere Garnitur tragen“, sagt Frank Siedhoff. „Sicherheit bleibt dabei immer das entscheidende Kriterium. Wir können die Schutzkleidung nun aber gezielter an die tatsächliche Einsatzlage anpassen.“
Die Neuanschaffung schont zudem die hochwertige sandfarbene Brandbekämpfungsbekleidung. Sie kommt künftig vor allem dort zum Einsatz, wo ihr besonderer Hitze- und Flammschutz tatsächlich erforderlich ist. Dadurch verschleißt die deutlich teurere Kleidung nicht unnötig bei Einsätzen, für die eine andere Schutzwirkung gefragt ist.
Mit den zunächst angeschafften 220 Garnituren hat die Stadt sowohl die hauptamtlichen Kräfte als auch die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr ausgestattet. Im kommenden Jahr sollen weitere rote Garnituren folgen, um jede Einsatzkraft ausstatten zu können.
Brandmeisterin Joana Quooß, Frank Siedhoff, stellvertretender Fachbereichsleiter Feuerwehr bei der Stadt Kamen sowie Volker Rost, Leiter der Feuerwehr (von links nach rechts), präsentieren die neue Uniform. Foto: Stadt Kamen
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Umweltberaterin Jutta Eickelpasch von der Verbraucherzentrale Kamen bietet in der ersten Augustwoche mehrere Aktionen rund um Hitzeschutz, Nachhaltigkeit und klimafreundliches Kochen an. Foto: VZKamen. Die Umweltberaterin der Verbraucherzentrale Kamen, Jutta Eickelpasch, ist in der ersten Augustwoche mit mehreren Aktionen in den Kamener Stadtteilen unterwegs. Auf dem Programm stehen eine Sprechstunde zum Thema Hitzeschutz, ein Ferienangebot für Kinder sowie ein Kochworkshop rund um den Apfel.
Den Auftakt bildet am Montag, 3. August, die monatliche Sprechstunde im Stadtteilbüro Heeren (Mittelstraße 14). Von 14 bis 17 Uhr informiert Eickelpasch über das Thema Hitzeschutz. Besucherinnen und Besucher erhalten Informationen und Ratgeber rund um Trinkwasser und dessen Lagerung. Außerdem werden – solange der Vorrat reicht – kleine Kühltaschen ausgegeben.
Am Mittwoch, 5. August, folgt von 15 bis 17 Uhr eine Kinderferienaktion im Bürgerhaus Methler. Gemeinsam mit Anja Sklorz bietet die Umweltberaterin Umweltspiele, Recycling-Aktionen und das Pflanzen von Kräutern an. Die Teilnehmenden können sich dabei spielerisch als „Umwelt-Superhelden“ qualifizieren. Das Angebot richtet sich an Kinder ab sieben Jahren. Die Teilnahme kostet zwei Euro. Anmeldungen sind über den Ferienfun-Kalender unter www.ferienfunkalender.de möglich.
Den Abschluss bildet am Freitag, 7. August, der Workshop „Klimafreundlich Kochen“ in der VHS-Küche in Heeren. Von 17 bis 19 Uhr dreht sich alles um den heimischen Apfel, der als regionales „Superfood“ auf verschiedene Arten zubereitet wird – unter anderem als Apfel-Lauch-Suppe. Die Lebensmittelumlage beträgt fünf Euro. Eine Anmeldung bei der VHS ist erforderlich.
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Oberärztin Sarah Rosa Gerigk von der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie der Knappschaft Kliniken Kamen informiert bei einem Infoabend in der Stadtbücherei über proktologische Beschwerden bei Frauen und moderne Behandlungsmöglichkeiten.
Kamen. Hämorrhoiden, Analfissuren, Stuhlinkontinenz oder andere Beschwerden im Anal- und Beckenbodenbereich sind weit verbreitet. Dennoch fällt es vielen Betroffenen schwer, darüber zu sprechen oder ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Besonders Frauen leiden häufig lange im Stillen. Mit Oberärztin Sarah Rosa Gerigk bietet die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie an den Knappschaft Kliniken Kamen eine spezielle Beratung von Frau zu Frau an und lädt Betroffene am kommenden Mittwoch, 5. August, zu einem Infoabend ein.
In der gemütlichen Umgebung der Stadtbücherei erklärt die erfahrene Fachärztin, welche Ursachen proktologische Beschwerden haben und wie man sie effektiv behandeln kann. Dabei stehen nicht unbedingt Operationen im Fokus. Oftmals können auch Umstellungen der Lebensweise und Ernährung helfen. Der geschützte Raum bietet den Teilnehmerinnen Gelegenheit, mit der Ärztin ins Gespräch zu kommen, sich untereinander auszutauschen und Hemmungen abzubauen.
Der Abend beginnt am Mittwoch, 5. August, um 18 Uhr in der Stadtbücherei Kamen, Markt 1. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.
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von Christoph Volkmer
Gewerbetreibende loben Arbeiter vor Ort
Fleißig gearbeitet wird an der Robert-Koch-Straße. Die umfassende Sanierung der Fahrbahndecke wird nach aktueller Prognose noch bis Ende September andauern. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de
Kamen-Methler. Seit Oktober 2025 ist die Robert-Koch-Straße eine Großbaustelle. Nachdem die Kanalbauarbeiten unter der Erde erfolgreich abgeschlossen worden sind, laufen derzeit die Straßenbauarbeiten, die noch einige Zeit in Anspruch nehmen werden.
Die frühere Asphaltdecke ist mittlerweile entfernt, sodass die Zufahrt zu den Geschäften nur noch über eine unbefestigte Schotterpiste möglich ist. Daher wagen deutlich weniger Kunden eine Anfahrt mit ihrem Auto. Geschäfte wie die Bäckerei Kanne und das Schuhhaus Schmidt haben daher ihre Öffnungszeiten reduziert und öffnen nur noch vormittags. Backwaren gibt es statt von 6 bis 16 Uhr nur noch bis 13 Uhr, das Schuhaus öffnet derzeit in der Woche nur noch von 9 bis 13 Uhr, an Samstagen von 10 bis 13 Uhr.
Keine spontanen Kunden mehr
„Der Durchgangsverkehr fehlt komplett. Zu uns kommen nur noch Kunden, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind“, sagt eine Mitarbeiterin der Kanne-Filiale, die ihren Namen nicht im Internet lesen möchte. Bis in den Juni hinein sei die Nachfrage noch einigermaßen okay gewesen, seit Beginn der Arbeiten auf der Straße und den damit verbundenen Einschränkungen sei die Frequenz deutlich schlechter geworden.
Die Parkplätze direkt am Schuhhaus Schmidt sind seit geraumer Zeit nicht nutzbar. Dennoch können Kunden unweit des Fachgeschäftes Parkflächen nutzen. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de
Weiterlesen: Baustelle in Methler: Geschäfte verkürzen Öffnungszeiten
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Vier Städte, viele Begegnungen: Bürgerreise verbindet Kamen mit seinen Partnern
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Bürgerreise der Stadt Kamen besuchten Berlin, Beeskow, Posen und die Partnerstadt Sulęcin und pflegten dabei den persönlichen Austausch mit den Gastgebern vor Ort. Foto: Stadt Kamen
Kamen. Vier Städte, zwei Länder und zahlreiche persönliche Begegnungen: Die diesjährige Bürgerreise der Stadt Kamen führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Berlin, Beeskow, Posen und Sulęcin. Neben bekannten Sehenswürdigkeiten und geschichtsträchtigen Orten standen vor allem die freundschaftlichen Verbindungen zu den Kamener Partnerstädten im Mittelpunkt.
Den Auftakt bildeten zwei Tage in Berlin. Von ihrem zentral gelegenen Hotel aus erkundete die Reisegruppe die Bundeshauptstadt. Eine Stadtrundfahrt führte zu zahlreichen bekannten Sehenswürdigkeiten und vermittelte zugleich interessante Einblicke in die Geschichte und Gegenwart Berlins.
Anschließend ging es weiter in die Kamener Partnerstadt Beeskow. Bürgermeister Robert Czaplinski begrüßte die Gäste persönlich im Rathaus. Bei einer Bootsfahrt auf der Spree und einem Besuch der historischen Burg lernten die Kamenerinnen und Kamener die Stadt aus unterschiedlichen Perspektiven kennen.
Viel Raum nahm auch der persönliche Austausch ein. Gemeinsam mit Bürgermeister Robert Czaplinski und Susanne Middendorf, Vorsitzende des Partnerschaftsausschusses, sprachen die Teilnehmenden in lockerer Atmosphäre über die Städtepartnerschaft und aktuelle kommunale Themen. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass die Verbindung zwischen Kamen und Beeskow nicht nur auf dem Papier besteht, sondern von regelmäßigen Begegnungen und lebendigen Kontakten getragen wird.
Nach zwei Tagen in Beeskow setzte die Gruppe ihre Reise in Richtung Polen fort. Nächste Station war Posen. Während einer rund dreistündigen Stadtführung entdeckten die Teilnehmenden die geschichtsträchtige Altstadt und lernten die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der traditionsreichen Stadt kennen.
Zum Abschluss führte die Bürgerreise in Kamens polnische Partnerstadt Sulęcin. Dort traf sich die Gruppe am Ankunftsabend zu einem gemeinsamen Essen mit Bürgermeister Dariusz Ejchart. Am folgenden Tag begrüßte die stellvertretende Bürgermeisterin Iwona Walczak die Gäste im Rathaus.
Auch in Sulęcin prägten persönliche Gespräche und herzliche Begegnungen den Aufenthalt. Der Besuch machte deutlich, wie eng und freundschaftlich beide Städte miteinander verbunden sind und welchen wichtigen Beitrag Bürgerreisen zum gegenseitigen Kennenlernen und zur Verständigung leisten.
Nach einer abwechslungsreichen Woche trat die Reisegruppe schließlich die Heimfahrt nach Kamen an – im Gepäck viele neue Eindrücke, schöne Erinnerungen und weiter vertiefte Kontakte zu den Menschen in den Partnerstädten.
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