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    „Lost Places“ – Kamener Fotograf Jens Aschhoff präsentiert seine besten Bilder

    „Lost Places“ – Kamener Fotograf Jens Aschhoff präsentiert seine besten Bilder (C) Jens Aschhoffvon Julian Eckert | Fotostrecke >>>

    Kamen. Der Kamener Fotograf Jens Aschhoff präsentiert exklusiv auf KamenWeb einen Teil seiner Werke aus der Serie „Lost Places“. Wir haben mit ihm gesprochen.

    Jens Aschhoff liebt den Nervenkitzel. Für ein gutes Foto betritt er Plätze, Gebäude und Orte, zu denen sonst niemand freiwillig gehen würde. Es sei immer eine Mischung aus Spannung, Neugierde, Spaß, Vorsicht und Angst, die er beim Fotografieren spüre.

     „Je größer und interessanter der Lost Place ist, desto schwieriger und gefährlicher ist in der Regel der Zugang“, sagt der 28-jährige Fotograf. Auf die Frage nach seinem spektakulärsten Lost Place nennt Aschhoff eine verlassene Zeche im Ruhrgebiet. Er habe über Freunde von dem Objekt erfahren und sich dann umgehend auf den Weg gemacht. Wie er das Erlebnis heutzutage schildert, klingt wahrhaftig nach einem Kriminalroman:
    „Draußen war ein wunderschöner Tag und die Sonne strahlte nur so vor sich hin. Als ich ankam, fand ich eine alte aber gut erhaltene Zeche vor. Die Spannung stieg. Ich ging zum Eingang, schaute mich noch einmal kurz um und huschte hinein. Ich bekam einen ersten Adrenalinstoß. Etwas Licht schien durch den Zugang – ansonsten pure Dunkelheit! Ich setzte meine Kopflampe auf und nahm zusätzlich noch eine Taschenlampe in die Hand. Langsam ging ich durch das Gebäude und begann, meine Fotos zu machen. In der Dunkelheit arbeitete ich mich von Motiv zu Motiv. Es gab viel zu sehen und nur so wenig Zeit. Während ich meine Fotos machte, achtete ich auf jedes Geräusch. Urplötzlich fiel aus dem Förderturm über mir ein riesiger Gesteinsbrocken herunter, schlug etwa 15 Meter neben mir auf und brach dort durch die metallische Treppenkonstruktion. Mir war sofort klar dass dies jeder auf dem gesamten Gelände und im Umkreis gehört haben musste. Ich brach sofort meine Arbeit ab und packte meinen Rucksack samt Stativ zusammen. Als ich fertig war, hörte ich bereits eine Tür im unteren Bereich des Gebäudes aufgehen. Ich schnappte mir meine Sachen und schlich in eine dunkle Ecke, versteckte mich dort hinter den riesigen Zahnrädern einer Maschine. Dort kauerte ich einige Minuten bis ich die ersten Lichtstrahlen sehen konnte. Eine Person mit dunkler Kleidung ging durch das Gebäude und suchte wohl noch dem Gesteinsbrocken. Etwa 10 Meter von mir entfernt blieb er stehen, drehte sich mehrmals um und ging weiter zum Förderturm. Mein Puls raste. Ich blieb noch weitere 15 Minuten in der Ecke, bevor ich die Zeche verlies. Nach diesen Vorfall musste ich alles erstmal sacken lassen.“
    Dieses Erlebnis habe ihn viel vorsichtiger im Umgang mit verlassenen Orten gemacht, sagt der Kamener. Von neuen Orten, die sich für seine Fotos eignen, erfährt er durch befreundete Fotografen, eigene Recherchen und auch das private Umfeld. Doch auch wenn ein so entstandenes Bild noch so gut ist – die Arbeit ist noch nicht vorbei. Am Computer folge jetzt die Bildbearbeitung. „Dabei gibt es gibt grundsätzliche und optionale Dinge, die ich nachbearbeite“, sagt er. „Aufgrund der Bauform aller Objektive kommt es unter Umständen zu Verzerrungen. Diese werden zunächst korrigiert. Anschließend korrigiere ich die Belichtung, passe die Farbwahl an, richte das Bild aus und schneide es passend zu“.  Dazu sei ein guter und ausgebauter Computer nötig, damit die Bearbeitung und Archivierung „nicht zur Tortur“ werde. Grundsätzlich habe er jedoch sein komplettes Equipment beim Fotografieren dabei, um die möglichst perfekte Ergebnisse zu erzielen. „Dazu zählen zum Beispiel Stativ, Fernauslöser, externe Blitzgeräte, Lichtquellen und passende Farbfilter“, so der Kamener.
    In der exklusiven Fotostrecke auf KamenWeb.de präsentiert Jens Aschhoff seine besten, schönsten und spannendsten Bilder aus Kamen, der Region und NRW >>>

     

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