von Julian Eckert.
Kamen. Am heutigen Dienstag, 09.06. sollte auf dem Sportgelände der Gesamtschule ein Sportfest der Friedrich-Ebert-Grundschule stattfinden. Zugleich war der Platz aber für eine polizeiliche Sportveranstaltung vergeben.
„Ich bin sauer“, beschwert sich eine Mutter von 4. Klässlern der Friedrich-Ebert-Grundschule. „Heute sollte das Sportfest für die gesamte Schule an der Sportstätte der Gesamtschule stattfinden. Also sind heute Morgen alle 170 Kinder nur in Sportzeug mit Verpflegung zur Schule gegangen. Dann wurden sie mit einem Bus in mehreren Etappen zur Gesamtschulsportstätte gefahren, nur um dort festzustellen, dass die Sportstätte doppelt vergeben wurde“, beschwert sie sich. Eine solche Doppelbelegung sei ihren Zwillingen auch schon innerhalb verschiedener Sportvereine mehrmals passiert. „Für eine ganze Schule Unterrichtsausfall, Buskosten für jedes Kind, verlorene Zeit der Busfahrer und helfenden Eltern“ ärgert sie sich.
Wir haben bei der Stadtverwaltung nachgefragt, wie es dazu kommen konnte. Der Pressesprecher der Stadt Kamen, Hanno Peppmeier erklärt: „Es gab am Sportcentrum Gutenbergstraße eine von der Sportverwaltung organisierte Doppelbelegung. Sie führte zu logistischen Missverständnissen zwischen der Sportverwaltung und dem Fachbereich Servicebetriebe.“ Durch die Kreativität aller Beteiligten sei es jedoch in diesem Fall gelungen, beide Veranstaltungen am geplanten Ort mit einer zeitlichen Verzögerung durchzuführen.
„In einer ersten Manöverkritik wurde andiskutiert, künftig keine Doppelveranstaltungen mehr durchzuführen“, so der Pressesprecher weiter. „Doppelbelegungen wurden bisher organisatorisch gut gestemmt. Diese Zusagen wurden bishergemacht, weil es eine konstant hohe Nachfrage für die Nutzung der Sportstätten gibt.“ Es werde aber wohl in Zukunft keine Doppelbelegungen mehr geben, erklärt er.





