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Jubiläum: Ein halbes Jahrhundert Goldschmiede Telgmann in Kamen

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Lokalnachrichten

telgmannBrunnenfest1993 819

Gregor Telgmann 29 Jahre 819Gregor Telgmann im Alter von 29 Jahren. Foto: PrivatTelgmannopenanz819Kamen. Am 20. August 1969 eröffnete Goldschmiedemeister Gregor Telgmann sein eigenes Atelier in der Weststraße 41 in Kamen. Unter dem Namen Goldschmiede Kunstwerkstätte Telgmann wurden neben einem kleinen Angebot an selbst gefertigten Schmuckstücken des damals 29-jährigen Künstlers auch sakrale Kunstsgestände, Keramikarbeiten und Uhren angeboten.

Zusammen mit seiner Frau Marianne Telgmann, die 1971 mit ins Unternehmen einstieg, wurde das Angebot an handgefertigten Schmuckstücken und Kunstwerken kontinuierlich weiter ausgebaut. 1976 erhielt Gregor Telgmann die Anerkennung als Künstler und durch seine künstlerische Tätigkeit im öffentlichen Raum gewann der Goldschmied über die Grenzen Kamens hinaus an Bekanntheit. Sein größtes öffentliches Werk vollendete er 1993 mit der Auftragsarbeit des Kamener Marktbrunnens „Die Quelle“, bei deren Eröffnungs-Show 3000 Besucher live dabei waren.telgmannArtikel Skorpione Schmuck819

Die Geschäftsphilosophie der Künstlerfamilie Telgmann basiert bis heute auf dem Grundsatz „immer etwas Besonderes“. Diese Maxime umfasst neben dem ausgefallenen Angebot an Unikatschmuckstücken und Kunstwerken auch die Gestaltung von Veranstaltungen und Events. So blieb „die Bewachung der Schmuckstücke durch sechs Skorpione“ vielen Kamener Bürgern als Highlight zu den Fütterungszeiten lange in Erinnerung.

Kulturveranstaltungen wie die weltgrößte Kronenausstellung, die Ikonen-und Fabergé Ausstelllung unter der Schirmherrschaft des russischen Kulturattachés oder auch die verloste Platinhochzeit in einem Kleid im Wert von damals 1 Millionen DM hatten in der Geschichte der Goldschmiede in Hinblick auf Kunst- und Kulturförderung immer einen hohen Stellenwert.

Stephanie Telgmann819Stephanie Telgmann1999 eröffnete die älteste Tochter Alexandra Telgmann als gelernte Goldschmiedemeisterin und heutige Malerin ihr eigenes Atelier in Oldenburg. 2003 stiegen Dorothée Telgmann im Bereich Marketing und Stephanie Telgmann als Gold- und Silberschmiedemeisterin und staatlich geprüfte Gestalterin mit ins elterliche Unternehmen in Kamen ein. Dabei wurden in der Zeit 23 Auszubildende in der eigenen Werkstatt zum Goldschmied ausgebildet – die Gesellin Bettina Zimmer ist bis heute dabei und feierte 2017 ihr 40-jähriges Betriebsjubiläum.

telgmannEntwurf Schmuckstück819Die künstlerische Umsetzung von eigenen Ideen der drei Künstler fanden bei internationalen Schmuck- und Gestaltungswettbewerben immer wieder öffentliche Anerkennung. Das Sortiment konnte Anfang 2000 komplett auf eigene Kreationen umgestellt werden. „Durch die positiven Rückmeldungen unseren Kunden erfahren wir, dass die persönliche Beratung – gepaart mit handwerklichem Können, gutem Design und individueller Formensprache eine Zukunft hat“ so Marianne Telgmann.

Langjährige Stammkunden, persönliche Weiterempfehlung und die Anziehung von Neukunden über die Internetseite www.telgmann.de sind für das Unternehmen auch im Zeitalter der Digitalisierung wichtige Erfolgsfaktoren.

„Unsere Goldschmiede ist zu einem Ort geworden an dem uns die Kunden im persönlichenGespräch ihr Vertrauen schenken und ihre Erinnerungen gerade im Bereich Schmuckumarbeitung mit uns teilen. Menschen, Orte und Begegnungen inspirieren mich – und diese Ideen anschließend für jeden Kunden individuell umzusetzen begeistert mich in meiner Arbeit als Goldschmiedin“ beschreibt Stephanie Telgmann ihren kreativen Berufsalltag.

Das Thema Verantwortung und Nachhaltigkeit ist für den Familienbetrieb bis heute unerlässlich. Ihr gesellschaftlicher Beitrag besteht darin, mit Unternehmen zusammenzuarbeiten, denen umweltbewußtes Verhalten, Achtung der Menschenrechte und Verantwortung im Gewinnungs- und Herstellungsprozess von Metallen und Edelsteinen ebenso am Herzen liegen.

„Als ich im Jahre 1969 mein eigenes Atelier in Kamen eröffnete, ahnte ich noch nicht, dass ich einmal mit meiner ganzen Familie zusammenarbeite. Das erfüllt mich mit großer Freude“ sagt der 79- jährige Gregor Telgmann heute über sein Lebenswerk. „Am wichtigsten ist mir, dass der Betrachter oder Käufer unserer Werke etwas mit nach Hause nimmt, das ihm Freude macht und ihm etwas Besonderes bedeutet. Künstler zu sein hat dabei den Vorteil weit über die vorgegebene Altersgrenze hinaus frei schaffen zu können.“

Archiv: Gregor Telgmann wird Mitglied in der Künstler-Loge "Goldschmiedeatelier"

Gregor Telgmann ist Preisträger im internationalen Gestaltungswettbewerb des Landesinnungsverbandes der Gold-und Silberschmiede NRW

Serie: „Kunst im öffentlichen Raum in Kamen" - Gregor Telgmann

 

 

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