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Stadt gibt grünes Licht: Kamener Biergärten werden in diesem Jahr voluminöser

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Lokalnachrichten

gastro520AGDie Zeiten leerer Biergärten und Gastronomien sind ab Montag vorbei, allerdings mit weniger Gästen und mehr Fläche. Foto: Alex Grün für KamenWeb.de

von Alex Grün

Kamen. Am Montag dürfen, sozusagen nach langer Durststrecke, auch in Kamen die Gastronomien wieder öffnen - natürlich unter strengen Hygieneauflagen. Auf Initiative von Hotelgastronomin und Ratsfrau Heike Schaumann wird den coronagebeutelten Kamener Wirten seitens der Stadt unter die Arme gegriffen, was die dafür notwendige Ausweitung ihrer Außenflächen betrifft.

In einem Brief an die Stadt hatten die Kamener Wirte am Donnerstag darum gebeten, mit Blick auf die erforderlichen Sicherheitsabstände eine Ausdehnung der Außengastronomien zu genehmigen, ohne zusätzliche Gebühren zu üblichen Sondernutzungsgebühren zu erheben. Wie aus einem Schreiben von Wirtschaftsförderin Ingelore Peppmeier hervorgeht, wird diese Bitte seitens der Verwaltung erfüllt. Jetzt werden von allen Kamener Gastronomien, die städtische Flächen nutzen, die entsprechenden Anträge gestellt, damit beraten und geprüft werden kann, anschließend sollen die Einzelfallgenehmigungen erteilt werden. Das heißt: Die Kamener Biergärten werden in diesem Jahr - zumindest da wo es räumlich möglich ist - voluminöser werden. Am Montag morgen um 8.30 Uhr würden seitens des Ordnungsamtes Ortsbesichtigungen durchgeführt. Die Wirte sind über das Entgegenkommen der Verwaltung begeistert. Bei einigen, etwa im Bereich des Marktplatzes, wird die Umsetzung weniger problematisch sein, bei anderen, die weniger Platz vor ihrer Lokalität haben, schwieriger. "Aber das", sagt Heike Schaumann, "ist Sache jeden einzelnen Gastronomen". Bei der Frage, wie das jeweilige Hygiene- und Infektionsschutzkonzept gestaltet wird, ist jetzt ist Improvisationstalent gefragt. Aufgrund der limitierten Sitzplätze ist es zum Beispiel im En Place am Markt geraten, zu reservieren und möglichst auch etwas von der Speisekarte zu bestellen, "denn", sagt Inhaber Arjan Gjini, "unter einem gewissen Umsatzvolumen lohnt es sich für uns nicht". Am Dienstag um 11 Uhr will er wiedereröffnen und am Samstag drauf soll dann auch das Ruhrgebiets-Derby gezeigt werden. Sein Außer-Haus-Service soll währenddessen bestehen bleiben.

Ebenfalls am Dienstag, ab 17 Uhr, wird das Unikum in der Bahnhofstraße wieder öffnen, Wirt Miro Kosjerina bittet seine Gäste ausdrücklich, die Hygienevorschriften zu beachten. Bereits am Montag öffnen das "Tapa Guapa" am Markt, das "West82" in der Nordstraße, das Opera in der Nordstraße und "Micha's Eck" in der Nordstadt. Auch dort wird jeweils um die strikte Einhaltung der Vorschriften gebeten. In "West" und Opera wird ebenfalls der Außer-Haus-Service beibehalten, ebenso wie im Casa Tua, das seine Pforten allerdings noch nicht öffnet - die strengen Auflagen lassen sich mit der Größe des Betriebs nicht vereinbaren, wie Inhaber Federico Bisci erklärt. "Tapa Guapa"-Wirt Marcus Kocha hat indessen zwei Schichten zwischen 17 und 20 Uhr beziehungsweise 20 und 24 Uhr eingeplant, um die eingeschränkte Zahl an Tischen zu kompensieren. Daher bittet auch er seine Gäste, vor ihrem Besuch zu reservieren. Am Mittwoch schließlich macht voraussichtlich auch Kümpers-Wirt Michael Wilde seinen Laden wieder auf. Eine Speise- oder Getränkekarte werde es aus hygienischen Gründen nicht geben, statt dessen eine Angebotstafel, berichtet Wilde. Auch der Biergarten sei mittlerweile mit erhöhten Abständen zwischen den Tischen startklar, dort solle es demnächst - unter Einhaltung der Abstandsregeln - wieder Live-Musik geben, auch Tastings sind für dieses Jahr noch geplant.

Bei aller Individualität bei der Umsetzung und Gestaltung gibt es seitens der Landesregierung aber auch ein paar wenige klare Ansagen: Ab Montag dürfen nicht nur Gastronomien wieder öffnen, sondern auch Hotels und Tourismuseinrichtungen. Für gastronomische Angebote gilt, dass stets auf die Einhaltung der Abstandsregeln - mindestens 1,5 Meter - geachtet werden und ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept vorgelegt und eingehalten werden muss. Darunter zählt auch eine Registrierung am Eingang, wo die Daten und Besuchszeitpunkte der Gäste festgehalten werden, um eventuelle Infektionswege nachverfolgen zu können. Buffetangebote mit offenen Lebensmitteln bleiben unzulässig und die Mitarbeiter müssen Mundschutz tragen. Ab dem 21. Mai dürfen Hotels Touristen in Hotels wieder aufgenommen werden, die nicht aus der Region kommen. Am 11. Mai ist es Freizeitparks, Ausflugsschiffen, Touristeninformationen sowie Fahrrad- und Bootsverleihen auch wieder erlaubt, zu öffnen.

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