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„Monopolgold“: 200.000 Honigbienen sind rund um den Förderturm im Einsatz

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Lokalnachrichten

Honig1 520CVSeit drei Jahren verkauft Imker Heinrich Behrens den Honig der emsigen Bienenvölker unter dem Förderturm der ehemaligen Zeche Monopol. Das freut auch Ulrich Marc (l.) und Michael Sonnenburg (r.) vom Förderverein Monopol 2000. Fotos: Christoph Volkmer für KamenWeb.de

von Christoph Volkmer

Honig2 520CVDie erste Produktion von „Monopolgold“ des laufenden Jahres hat 60 Gläser Honig ergeben. Kamen. Es gibt erfreulicherweise Dinge, die trotz Pandemie so funktionieren, wie sonst auch. Die Rede ist von den vielen fleißigen Honigbienen, die im Bereich der ehemaligen Zeche Monopol im Einsatz sind. Das schmackhafte Ergebnis mit dem Namen „Monopolgold“ gibt es ab sofort wieder bei Imker Heinrich Behrens und den Mitgliedern des Fördervereins Monopol 2000.

Seit kurzer Zeit ist der erste Honig des Jahres geerntet. „Die Bienen stören sich nicht an Corona und sind fleißig gewesen“, fasst Heinrich Behrens die zurückliegenden Wochen der emsigen Bienenvölker unter dem Förderturm der früheren Zeche zusammen.

Das Glas kostet 6 Euro, die Hälfte davon fließt direkt in die Kasse des Vereins, welcher sich seit 20 Jahren um die Erhaltung des Förderturms kümmert. Vor allen Dingen das offene Klassenzimmer, bei dem Grundschüler am Lehrbienenstand Wissenswertes über die Insekten erfahren und direkt nebenan Einblicke in die Welt des früheren Bergbaualltags erhalten, sollen mit den Einnahmen unterstützt werden. Diese Aktion ist in Zeiten der Pandemie aktuell natürlich nicht möglich.

Um so größer ist die Freunde über den Abschluss der ersten Ernte der diesjährigen Honigproduktion. Zwei der drei Wirtschaftsvölker hat der erfahrene Imker zuletzt „abgeschleudert“. „Die erste große Pracht ist der Raps. Wenn der verblüht ist, wird das erste Mal geschleudert“, berichtet Behrens. Dabei seien die Honigbienen grundsätzlich etwas anspruchsvoller als Hummeln und erst bei Temperaturen ab 15 Grad unterwegs, schildert der Experte bei der Vorstellung der neuen Produktion am Freitag. „Dafür können Bienen mehrere Kilometer weit fliegen und finden dann wieder problemlos zurück“, so der Imker anerkennend.

Nächste Großtracht wird die Linde sein, von denen die Bienen in der Umgebung reichlich finden. Die Laubbäume beginnen in den nächsten Tagen mit ihrer Blüte. „Das dauert dann etwa einen Monat lang, danach werden wir wieder umfangreich abschlagen können“, ist Behrens überzeugt. In einem guten Sommer könne ein Volk bei der richtigen Pflege für rund 60 bis 80 Gläser Honig sorgen. Insgesamt sind auf dem Gelände der stillgelegten Zeche nach Einschätzung des Imkers rund 200.000 Honigbienen unterwegs.

Die erste Produktion hat 60 Gläser ergeben, von denen der Großteil schon wieder vergeben ist. „Sobald die Leute, die schon mal bei uns gekauft haben, erfahren, dass wieder neuen Honig gibt, sind die Gläser schnell weg“, erklärt Ulrich Marc, Vorsitzender des Fördervereins. Wer also von den ersten 60 Gläsern keins mehr abbekommt, muss einfach nur bis zur nächsten Abfüllung in einigen Wochen warten.

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