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Neue Corona-Testmöglichkeiten für Einreisende

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Lokalnachrichten

FlughafenDortmund

von Julian Eckert

coronaairpKW

Dortmund/Düsseldorf/Berlin. Um zu verhindern, dass Urlauber neben Erholung und Souvenirs auch das Coronavirus mit nach Hause bringen und anschließend verteilen, gelten für Einreisende aus Risikoländern bereits Vorschriften zur verpflichtenden 14-tägigen Quarantäne. Ab diesem Samstag (25.07.) werden diese Maßnahmen durch freiwillige, kostenlose Corona-Tests an Flughäfen ergänzt.

Quarantänepflicht nach der Einreise

Nach aktuellen Schätzungen landen an den nordrhein-westfälischen Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn, Dortmund und Münster/Osnabrück wöchentlich rund 15.000 Passagiere, die aus einem sogenannten Corona-Risikogebiet einreisen. Bei dem Robert-Koch-Institut (RKI) wird eine Liste geführt, welche Staaten zu dem Corona-Risikogebiet zählen. Diese umfasst derzeit 130 Staaten, unter anderem Ägypten, Luxemburg, die Türkei und die USA. Die Liste ist unter folgendem Link einsehbar >>>

Wer aus einem der dort aufgeführten Länder nach Deutschland einreist, ist gesetzlich dazu verpflichtet, sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben und das Gesundheitsamt darüber zu informieren. Wer diese Pflicht missachtet, riskiert ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro. Daran ändert sich nach den gestrigen neuen Beschlüssen nichts.

Testmöglichkeiten für Einreisende aus Risikoländern

Von der Quarantänepflicht befreit sind aber diejenigen Menschen, die einen negativen Coronatest vorweisen können. Um Einreisenden aus Risikoländern zu erleichtern, einen solchen Coronatest machen zu lassen, haben Bund und Länder am gestrigen Freitag (24.07.) folgende Neuerungen beschlossen: Ab heute (25.07.) besteht an den Flughäfen Dortmund und Düsseldorf die freiwillige Möglichkeit, sich direkt am Flughafen auf Corona testen zu lassen. Gleiches gilt für Seehäfen. An den anderen nordrhein-westfälischen Flughäfen folgt die neue Testmöglichkeit in der kommenden Woche. Der Test ist für die Einreisenden kostenfrei. Nach einem durchgeführten Test sollen die Einreisenden innerhalb von drei Tagen online einsehen können, wie ihr Test ausgefallen ist. „Das ist ein weiterer wichtiger Baustein, um die Weiterverbreitung des Coronavirus einzudämmen – gerade in der Urlaubszeit“, erklärte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). „Ich danke allen Beteiligten, die das so zügig, unbürokratisch und pragmatisch ermöglicht haben – insbesondere den Kassenärztlichen Vereinigungen und den Betreibern der Flughäfen.“

Tests für Einreisende aus Nicht-Risikoländern

"Auch Reisende aus Nicht-Risikoländern können sich innerhalb von 72 Stunden testen lassen", erklärte gestern die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Berlins Ressortchefin Dilek Kalayci (SPD). Auch dieser Test sei für die Einreisenden binnen 72 Stunden nach ihrer Einreise kostenfrei. Allerdings soll er nicht direkt am Flughafen durchgeführt werden, sondern z.B. bei einem Arzt oder dem Gesundheitsamt. Einzelheiten zum genauen Ablauf der Tests für Einreisende aus Nicht-Risikoländern sollen noch bekannt gegeben werden.

Reaktionen auf die neuen Beschlüsse

Die Fluggesellschaften begrüßten die neuen freiwilligen Testmöglichkeiten. Die von Corona gebeutelten Unternehmen erhoffen sich dadurch einen weiteren Anschub nach den zahlreichen Flugausfällen in der ersten Jahreshälfte. Der NRW-SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Kutschaty nannte die neuen Testmöglichkeiten "überfällig" und fordert auch die Einrichtung von Testzentren an großen Bahn- und Busbahnhöfen.

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