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Zum dreißigsten Tag der deutschen Einheit

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Lokalnachrichten

BundestagKWReichstagsgebäude in Berlin. Foto: Archiv KamenWeb.devon Julian Eckert

Berlin. Vor dreißig Jahren trat die ehemalige DDR der Bundesrepublik bei. Mit dem diesjährigen Tag der deutschen Einheit wollen wir an dieses besondere Ereignis zurückblicken und daran erinnern, welche in der DDR ersehnten Freiheiten uns unsere Verfassung garantiert.

Das größte Fest der jüngeren Vergangenheit werde es sein, mit Gottesdiensten, Informationsständen und einem riesigen Bürgerfest. Knapp vier Millionen Euro an Kosten seien eingeplant, aus unterschiedlichen Quellen. Eine halbe Millionen Besucher auf dem Bürgerfest - das sei ein schönes Ziel, hatte sich das Projektteam gefreut. Dann kam Corona. Die Pläne, die das Landesmarketing Brandenburg zur Ausrichtung des diesjährigen Tages der deutschen Einheit bereits gemacht hatte, wurden obsolet. Gegen Jahresende 2019 arbeitete man noch an einem Verkehrskonzept, das die Anreise der vielen Besucher problemlos gestalten sollte. Was niemand wusste: dieses Konzept wird es nicht brauchen, die groß geplante Feier so nicht stattfinden. Während man in Brandenburg jedoch noch plante, breitete sich in der chinesischen Stadt Wuhan bereits ein viraler Erreger aus, der nicht gekannte globale Auswirkungen haben würde. Und so traf das Virus auch unser Land mit voller Wucht. An die penibel geplante große zentrale Einheitsfeier ist nicht mehr zu denken.

berlinpotsdpl mauer marionsuk919Mauerreste am Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Marion Suk mit freundlicher GenehmigungDabei hätte Deutschland am 3. Oktober allen Grund, ein wirklich großes Fest zu feiern. Zum dreißigsten Mal jährt sich bereits der Tag der deutschen Einheit. Nachdem 41 Jahre lang zwei deutsche Staaten existiert hatten und weder im Inland noch im Ausland jemand wohl ernsthaft an eine Wiedervereinigung glaubte, geschah mit dem Mauerfall etwas wunderbares. „Es wächst zusammen, was zusammen gehört“, kommentierte der begnadete Redner und frühere Bundeskanzler Willy Brandt (SPD). Da der Beitritt der DDR zur BRD erst am 3. Oktober 1990 rechtlich wirksam wurde, entstand vor dreißig Jahren ein neuer gesamtdeutscher Feiertag. Mehr als 16 Millionen Bürger der ehemaligen DDR erhielten in dem vereinten Deutschland ebenfalls diejenigen Freiheiten, die bislang nur den „Westbürgern“ vorbehalten waren. Das zunächst nur als Übergangslösung gedachte Grundgesetz der Bundesrepublik gewährte fortan allen Bürgern der vereinigten Republik das Recht auf freie Meinungsäußerung, auf Demonstrationen, Berufswahl und Freizügigkeit. Brauchte man in der DDR für Reisen eine Genehmigung, so sind in dem heutigen Europa geschlossene Staatsgrenzen nicht vorgesehen. Sicher, zu Beginn der Corona-Pandemie wurden Grenzen geschlossen und internationale Flugverbindungen gestrichen. Doch in aller Regel können sich EU-Bürger innerhalb der Union frei bewegen oder einen Arbeitsplatz am Ort ihrer Wahl annehmen. Insbesondere für DDR-Bürger waren die Grundrechte des Grundgesetzes ein Ideal, für das tausende Bürger in den Montagsdemonstrationen auf die Straße gingen. Die Bundesrepublik im europäischen Staatenverbund steht seit jeher mit ihren Freiheits- und Gleichheitsrechten des bewährten Grundgesetzes für viele Staaten als Vorbild. So orientierte sich etwa die neue Verfassung Südafrikas nach dem Ende der Apartheit auch am deutschen Grundgesetz.

Im Bewusstsein dieser Vorbildfunktion und um dem dreißigsten Geburtstag unseres vereinigten Staates trotz Corona die gebührende Ehre zu erweisen, wurde inzwischen ein Ersatz-Festakt auf die Beine gestellt. Dieser besteht aus einer einmonatigen Einheitsfeier mit Höhepunkt - natürlich - am 3. Oktober 2020. Der zentrale Festakt am Tag der deutschen Einheit wird in Potsdam-Babelsberg gefeiert. Bundespräsident Steinmeier wird eine Festansprache halten, außerdem gibt es Auftritte mehrerer Musikgruppen. Der Fernsehmoderator und Potsdamer Bürger Günter Jauch wird drei Gäste interviewen, die mit ihren 90, 60 und 30 Jahren jeweils einen ganz eigenen Blick auf den Tag der Wiedervereinigung haben. Die jüngste in dieser Runde wird die dreißigjährige Leipzigerin Ronja Bücher sein, das seinerzeit erste Baby unserer vereinigten Republik. Die ARD überträgt ab 12 Uhr live.

Und so wird es trotz Corona möglich sein, den dreißigsten Tag der deutschen Einheit zu feiern. Zwar in abgespeckter Version und ohne eine halbe Millionen Besucher mit speziellem Verkehrskonzept - aber dennoch in Erinnerung, Mahnung und Anerkennung:  Wir sind frei. Ein hohes Gut, was es zu schätzen, schützen und ehren gilt. Auf unsere Einheit und unsere Freiheit!

Archiv: 30 Jahre Mauerfall: Maueröffnung am 9. November 1989

 

 

 

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