Anzeigen

JC18 500

 

reweahlmann517

Venencenter19

 

VBTerminvereinbarung Online 500X280

bannerbecher516

FvO SPD Kaczmarek 0703 500

Roettgerbis130120

brumbergxxl500
wolff 2016 web
Anzeige: Brumberg Reisemobile

VOS1120 500

markencenter1-2-17

VOS1120 500

 

Kümper's-Wirt schreibt "Corona-Brandbrief" an Bundespolitik: "Für Gastronomiebranche ist es fünf nach zwölf"

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Lokalnachrichten

michaelwilde319AGSendet über seine Facebookseite für sich und seine ganze Branche einen deutlichen Hilferuf an die Bundespolitik: Kümper's-Wirt Michael Wilde. Foto: Archiv KamenWeb.de

von Alex Grün

Kamen. Kümper's-Wirt Michael Wilde hat einen Hilferuf an die Bundespolitik gesandt. In einem offenen Brief auf der Facebook-Seite der Gaststätte ruft er Bundeskanzlerin Merkel und die Vorsitzenden aller Parteien auf, dem corona-geschundenen Gastronomiegewerbe in der Krise mehr Rückendeckung zu geben.

Es sei bereits "fünf nach zwölf", postet Kümper's-Inhaber Wilde. Dem Mittelstand als Motor der Wirtschaft gehe "die Puste aus und alle finanziellen Mittel". Statt über "Urlaub an den Ostertagen" zu diskutieren, sollten parteitaktische Debatten auf Bundesebene in den Hintergrund gerückt und Lösungen gefunden werden, um "uns, so schnell es geht, aus dieser Krise herauszuführen", schreibt Wilde. "Warum findet man keine Lösungen, um schnelle, zugesagte Hilfen auszuzahlen", fragt er sich und verweist darauf, dass einige seiner Kollegen teilweise schon ihr Inventar verkauften, um die laufenden Kosten decken zu können. Der Branche fehle jegliche Perspektive für eine Planung seitens der Wirte und ihrer Mitarbeiter. Für einen Neustart brauche man finanzielle Mittel, von denen keiner wisse, wo sie herkommen sollen, zumal die Banken sich querstellten, weil die Gastronomiebranche jetzt als Risikogewerbe gewertet würde - ungeachtet dessen, wie große der Erfolg vor Ausbruch der Pandemie war. Auf der anderen Seite stelle die Kreditanstalt für Wiederaufbau, wenn überhaupt, nur unzureichend Überbrückungshilfen zur Verfügung: "Der bürokratische Wahnsinn frisst das zugesprochene Geld einfach auf", schreibt Wilde. "Ohne Notar oder Steuerberater gibt es nichts, und auch der möchte bezahlt werden. Zusätzlich werden alle Hilfen auch noch im Nachhinein versteuert", so der Kümper's-Chef. Er verstehe, dass die Gesundheit vorgeht, es sei aber die Perspektivlosigkeit, die ihn und seine Branche zermürbe - daran habe auch die Impfkampagne nichts geändert, auf die viele Hoffnungen gesetzt worden seien, die aber im Rahmen der politischen Fehlplanungen mehr oder weniger zunichte gemacht worden seien. Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen und den Kümper's-Wirt zum Verfassen seines Aufrufs brachte, war die Ankündigung einer Prüfung auf Anrecht auf Kurzarbeitergeld, die ihm zuletzt ins Haus flatterte. Wilde weist auf sein Personal hin, dass er zwar bezahlen müsse, aber kaum beschäftigen könne und bezeichnet die Vorgehensweise als "Schikane, um uns weiter zu vertrösten". Er appelliert an die Verantwortlichen, die Betriebe zu kontrollieren, die tatsächlich als Corona-Betrüger unterwegs sind, "um die Hilfe denjenigen zukommen zu lassen, die sie auch wirklich brauchen", so Wilde. Sein Post wurde bisher 480 Mal geteilt, 649 Mal geliked und 54 Mal kommentiert. So kritisiert ein Follower, dass "Mc Donalds, Burger King und Starbucks kräftig Coronahilfen abgreifen, obwohl sie einen Megaumsatz fahren". "Auf diese erbärmlichen Politversager" könne man "nur wütend und aggressiv reagieren", so der Kommentator. Insgesamt war die Resonanz auf Wildes "Brandbrief" von viel Verständnis und besten Wünschen geprägt.

Für die Gaststätte "Flying Dutchmann" in der Bahnhofstraße kommt der Aufruf indessen jetzt schon zu spät: Inhaber Thorsten Kirschke hat bereits angekündigt, dass seine Kneipe auch nach dem aktuellen Lockdown dicht bleibt.

Archiv: Flying Dutchman segelt künftig ohne „Captain“ Thorsten Kirschke

Anzeigen

kamenlogo  stiftungslogo rot200

kamengutschein240

ko logo

technoparkkamen