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Innenstadt-Forum lockt zahlreiche City-Akteure zum Gedankenaustausch auf den Markt

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Lokalnachrichten

forum innenstadt1021AGModerator Liberto Balaguer vom Planungsbüro plan-lokal, Analystin Elisabeth Kopischke vom Planungsbüro Junker & Kruse, Bürgermeisterin Elke Kappen, Friseurmeister Samet Gül und Eigentümer Tristan Kamps (v.l.) stellten sich den Fragen und Anregungen der Besucher des Forums Innenstadt. Foto: Alex Grün für KamenWeb.devon Alex Grün

Kamen. Kostenloses Parken oder Klimaschutz? Leerstände für den Einzelhandel reservieren oder neuen, barrierefreien Wohnraum schaffen? Einmal pro Woche einheitliche Ladenöffnungszeiten bis nach 20 Uhr? Die Liste von Ideen und Anregungen, die am Samstag unter dem Motto "Zukunft findet statt" vom Innenstadt-Forum mit Bürgermeisterin Elke Kappen und Vertretern der IHK Dortmund, der Planungsbüros Junker & Kruse und plan-lokal sowie aus den Reihen der Kamener Innenstadtakteure auf den Plan gerufen wurden, war ebenso lang wie diskursiv. In einem waren sich Teilnehmer und Zuhörer einig: die Kamener Innenstadt hat einige Pfunde, mit denen sie wuchern kann und ist in vielen Punkten wesentlich besser, als in der Wahrnehmung vieler, die hier leben.

Im Biergarten des En Place am Markt versammelten sich Vertreter aus Einzelhandel, Eigentümern, Gastronomie und Unternehmen und natürlich auch Anwohner, Kunden und Bürger zu einem knapp zweistündigen Austausch von Ideen, Anregungen und auch Meinungen. Ulf Wollrath, Geschäftsführer bei der IHK Dortmund und Leiter des Bereichs Handel, Dienstleistungen und Existenzgründungen sieht der Zukunft der Kamener Innenstadt durchaus positiv: "Es wird ein funktionierendes Mittelzentrum mit beispielgebenden Ideen sein", antwortete Wollrath auf die Frage von Moderator Liberto Balaguer vom Planungsbüro plan-lokal, wie er sich die Sesekestadt im Jahr 2030 vorstelle. Er sei sich sicher, dass im Zuge der Umsetzung des Einzelhandelskonzepts und des integrierten Handlungskonzeptes viele weitere Initialzündungen folgen werden. Eines sei klar, so IHK-Experte Wollrath: die planerischen Schwerpunkte in der Innenstadt müssen künftig stärker auf die Bereiche Treffpunkte und Wohnraum gelenkt werden - der Einzelhandel gibt nun einmal nicht mehr viel her und wird voraussichtlich auch nicht in der altbekannten Form nachwachsen - obwohl, wie Analystin Elisabeth Kopischke vom Planungsbüro Junker & Kruse, welches das Einzelhandelskonzept erstellt hatte, feststellt: "Die Quantität ist zwar mangelhaft, dafür stimmt die Qualität". Damit gemeint waren die noch vorhandenen inhabergeführten Geschäfte. Dennoch müssen neue Anreize her, um auch Menschen von außerhalb zum Verweilen zu animieren. Ein Spielplatz auf dem Markt kam da ebenso ins Gespräch wie die Umgestaltung des Wochenmarktes, den viele gerne wieder auf dem alten Markt hätten. Natürlich sei es schwierig, 25 Leerstände wieder mit Leben zu füllen, erklärt Analystin Kopischke. Daher seien Ideen und Visionen von allen Seiten gefragt.

Auch Bürger brachten ihre Ideen ein. Thea Holzer etwa sieht den Platz zwischen den Kirchen als idealen Raum für einen Treffpunkt, eventuell sogar mit kleiner Gastronomie. Voraussetzung wäre freilich, dass der Parkplatz verschwindet. Überhaupt ist das Thema "Freies Parken" nach wie vor ein zweischneidiges Schwert, was auch in dieser Runde einmal mehr unter Beweis gestellt wurde. Die einen, wie etwa FDP-Ratsherr Alfred Mallitzky wollen "Autos raus aus der Stadt". Andere wie Foto-Fachhändler Ralf Bisdorf hängen am freien Parken, das nicht nur für seinen Laden ein unschlagbarer Pluspunkt sei, sondern für den gesamten Innenstadt-Einzelhandel. Als gelungenes Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen Unternehmer, Eigentümer und Einzelhandels- und Dienstleistungsnachbarn wurde die Eröffnung des Friseursalons von Samet Gül herangezogen, der eigentlich mehr eine Art "Schönheits-Kompetenzzentrum" ist - "Burrlesque Styling & Beauty hat Gül seinen Namen entsprechend genannt. Hier arbeitet er mit ortsansässigen Stylisten, Modeboutiquen, Fotografen, Möbelhändlern, Fitnessexperten oder Nageldesignern zusammen, die sich in seinem Laden wöchentlich die Klinke in die Hand geben. Zu verdanken hat er das nicht nur einem Förderprogramm des Landes, sondern auch seinem Vermieter Tristan Kamps. Dieser hat immer ein offenes Ohr für die Ideen und Visionen seiner gewerblichen Mieter und hat für Güls Projekt in seinem Immobilien-Portfolio genau das passende Objekt gefunden: die ehemalige LEO-Filiale in der Weststraße. Dort gibt es für Yogakurse und Fitnessübungen ebenso genug Platz wie für die Frisiersessel. Dies sei ein Musterbeispiel, wie der Besuch der Innenstadt wieder zu einem Erlebnis gemacht werden kann, kommentiert IHK-Mann Wollrath. Eigentümer Kamps, der über zahlreiche Immobilien in der City verfügt und damit ein einflussreicher Akteur in Sachen Innenstadtbelebung ist, versicherte, jederzeit für ähnliche Projekte offen zu sein - ob mit oder ohne Förderung.

Im Anschluss an die Diskussion hatten die Besucher die Möglichkeit, ihre eigenen Wünsche und Anregungen zur Förderung der Aufenthaltsqualität aufzuschreiben und an eine Wand zu heften. Die Vorschläge reichten von "Mehr Sauberkeit in der Innenstadt" über "Bessere Kulturangebote" bis zu Wünschen nach einem Unverpackt-Shop und dem Erhalt der historischen Bausubstanz oder, ganz banal: "Alkis weg vom Marktbrunnen" - auch ein Standpunkt, den man insbesondere als Anlieger durchaus nachvollziehen kann.

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