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Ein Hauch von New York im neuen Sportpark an der Bergstraße

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Lokalnachrichten

Heeren 1 1021CVGroß war das Interesse an der Bürgerveranstaltung zur Umgestaltung des Parks an der Bergstraße. Fotos: Christoph Volkmer für KamenWeb.de

von Christoph Volkmer

Heeren 2 1021CVDer jetzige Bolzplatz soll verkleinert werden und mit neuem Boden ganzjährig nutzbar sein. Heeren-Werve. Die Vorbereitungen zur Umgestaltung des Parks an der Bergstraße kommen in Bewegung. Im Rahmen einer Bürgerveranstaltung zur Aufwertung des Parks ist der aktuelle Entwurf durch die zuständigen Landschaftsarchitekten vorgestellt worden.

Rund 50 Anwohner und weitere Interessenten waren der Einladung ins Bürgerhaus gefolgt, sie alle wollten von den Garten- und Landschaftsarchitekten Jola und Rolf Teschner aus erster Hand hören, welche Pläne diese für das Areal haben - und welche Ideen aus der Bürgerschaft sich darin wiederfinden.

Der aktuelle Entwurf sei aus einer Vielzahl von Ideen und Anregungen aus dem Ortsteil erarbeitet worden, die im Mai und Juni gesammelt wurden, teilte Alfred Körbel vom Stadtteilmanagement mit. „Im Rahmen der Bürgerbeteiligung wurde immer wieder deutlich, dass das jetzige Angebot den Anforderungen der Jugendlichen nicht genügt“, so Körbel.

In der Bürgerbefragung sei unter anderem der Wunsch nach einer Aufwertung der vorhandenen Sportangebote durch neue Klettermöglichkeiten, eine Parcoursanlage und Rollsportmöglichkeiten geäußert worden, berichtete Körbel.

Der Park an der Bergstraße ist mit dem Bolzplatz und dem Volleyballfeld eine der wenigen Freiflächen im Ortsteil mit Bewegungsangeboten für Jugendliche. Daher sollen die Interessen der jungen Menschen besonders im Fokus der Aufwertung stehen. Neue, attraktive Sitzmöglichkeiten stehen ebenfalls auf der Wunschliste von Planern und Bürgern. Der Entwurf wurde zudem in enger Abstimmung mit der Volkshochschule erarbeitet, die sich eine Nutzung des Parks für verschiedene Kursangebote vorstellen kann. Bekanntlich ist die VHS seit zwei Jahren im Haus der Bildung am Park ansässig.

Heeren 3 1021CVDer Platz für Beachvolleyball soll nach aktuellem Stand erhalten bleiben. Jola Teschner stellte den aktuellen Entwurf zum sogenannten „Sportpark“ ausführlich vor. „Viele haben sich gewünscht, den Bolzplatz ganzjährig nutzbar zu machen, da gibt es keine andere Möglichkeit, als das mit einem EPDM-Fallschutzbelag zu ermöglichen“, so die Architektin. Dieser Boden ist allerdings sehr kostspielig. Daher soll das Fußballfeld verkleinert werden - um Kosten zu sparen und um noch Platz für andere Sportarten zu schaffen. So soll eine 10 x 10 Meter große Streetball-Anlage entstehen. „So etwas gibt es schon in Parks in München, Frankfurt und New York - und demnächst auch in Heeren-Werve“, so die Architektin optimistisch. Ein Ballzaun soll die beiden Sportplätze voneinander trennen, sodass beide Plätze zeitgleich bespielt werden können.

Berücksichtigt werden soll überdies die Installation einer Parcours-Anlage mit mehreren Bereichen - für Könner und die, die es noch werden wollen. „Unser Wunsch ist es, dass wir uns bei der genauen Planung für diese Objekte mit den künftigen Benutzern auseinander setzen, denn wir wollen die für den Stadtteil richtige Anlage aufbauen“, merkte Körbel an.

Neben diesem Bereich sollen zudem zwei Trampoline angebracht werden, eins davon in einer Version, die auch von Rollstuhlfahrern genutzt werden kann. Eine Slackline-Installation könnte diesen Bereich komplettieren. Eine Anlage für Skater ist indes nicht geplant. Dies fanden einige der jungen Teilnehmer der Bürgerveranstaltung nicht gut und wünschten sich Nachbesserungen, die auch Angebote für Skater beinhalten.

Ein Treffpunkt soll auf einer Anhöhe in der Mitte der Anlage entstehen, wo neben langen Bänken als natürliches Dach drei neue Bäume angepflanzt werden könnten. Eine Idee, die nicht bei allen Besuchern ankam, schließlich gewähre eine erhöhte Sitzposition unter anderem einen ungehinderten Blick in die Gärten der Anwohner.

Der bestehende Beachvolleyballplatz soll laut Entwurf erhalten bleiben. Von diesem Bereich geht nach Ansicht etlicher Anwohner seit Jahren eine enorme Lärmbelästigung aus. Vor allen Dingen in den Abendstunden komme es regelmäßig zu Störungen. Zudem werde der Zaun regelmäßig von Jugendlichen als Toilette benutzt. Dass die von einigen Anwohnern gewünschte Installation einer Toilettenanlage Abhilfe schaffen könnte, glaubt Bürgermeisterin Elke Kappen nicht, denn oftmals gebe es in diesen Bereichen große Probleme mit Vandalismus. Auch im Sesekepark gebe es bekanntlich keine sanitären Anlagen. „Ein Toilettenhäuschen an der Stelle würde nicht viel bringen“, sagte Kappen, die vielmehr darauf hofft, dass die verschiedenen Nutzer aus dem Stadtteil sich so sehr mit dem Gesamtbereich identifizieren können, dass daraus eine gegenseitige Rücksichtnahme entsteht. „Daher ist mir sehr daran gelegen, dass auch diese Punkte gut ausgelotet werden“, sagte Kappen, die ankündigte, die von den Anwesenden vorgebrachten Anmerkungen bei den weiteren Überlegungen zu berücksichtigen.

Im Bereich des Parks, der an die VHS anschließt, sollen die in die Jahre gekommenen Schachtische verschwinden. Statt dessen könnte an der Stelle unter anderem ein großer Tisch installiert werden, an dem Kurseinheiten unter freiem Himmel stattfinden könnten. Eine Tanzfläche soll ebenfalls eingerichtet werden. Hinzu kommen eine Wiese für Yoga-Übungen und ein Bereich, in dem Kunstobjekte auf Betonsockeln präsentiert werden könnten.

Heeren 4 1021CVSicher kein Hingucker sind die alten Schachtische in der Nähe der VHS. Diese sollen aus dem Park entfernt werden.

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