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Neuer Kabinentrakt auf VfL-Gelände soll echtes Schmuckstück werden

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Lokalnachrichten

vfl baustelle 1 622AGPeter Westermann (1. Vorsitzender VfL Kamen), Vjollca Aliu (Gebäudemanagement Stadt Kamen), Karsten Herzinger (H&H Bau), Dr. Uwe Liedtke (1. Beigeordneter Stadt Kamen), Hadis Javanmard (Gebäudemanagement Stadt Kamen), Andreas Conradi (VfL Kamen), Linda Biermann (Fachbereichsleiterin Servicebetriebe Stadt Kamen), Susanne Kaiser (Architektin) und Bürgermeisterin Elke Kappen (v.l.) freuen sich, dass es mit dem Umbau der VfL-Umkleidebereiche jetzt endlich losgehen kann. Fotos: Alex Grün für KamenWeb.de

von Alex Grün

Kamen. "Glaubt man dem Motto 'Was lange währt, wird endlich gut', dann werden die neuen Umkleiden des VfL Kamen nicht nur gut, sondern spitzenmäßig", sagt Gesamtvorsitzender Peter Westermann. Rund vier Jahre sind seit dem ersten Förderantrag für den Verein vergangen, jetzt geht es endlich an die aufwändige Sanierung des Altbestands auf dem VfL-Gelände an der Ängelholmer Straße. Bei der geplanten Einweihungsfeier im Juli 2023 wird die Grundidee für das Projekt bereits fünf Jahre alt sein.

Denn der erste Antrag wurde 2018 gestellt, damals gingen die Planer von VfL und Stadt noch davon aus, dass alten Kabinentrakt beseitigt werden solle. Schon kurze Zeit später musste man nach einem rasanten Anstieg der Mitgliederzahlen umdenken und den Erhalt der Kabinen mit in die Planung einbeziehen. Der Antrag wurde abgelehnt, 2019 nochmals gestellt und auch bewilligt, aber dann machte 2020 die Corona-Pandemie nicht nur dem Spielbetrieb des VfL, sondern auch dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Dementsprechend sind jetzt, weitere zwei Jahre später, auch die Kosten für das Projekt gestiegen. Hatte man diese anfangs auf etwa 622.000 Euro und später auf rund eine Million Euro geschätzt, die bereits in den Haushalt eingestellt worden waren, sind daraus durch Inflation, Lieferengpässe und gestiegene Handwerkskosten 1,24 Millionen geworden, in die auch Mehrkosten durch Mängel in Wänden, Böden und Leitungen hineinfließen, welche erst im Zuge der Entkernung zum Vorschein kamen. Mit Landesmitteln aus dem Programm „Soziale Integration im Quartier“ kann das Gebäude nun trotzdem auf einen komplett neuen Stand gebracht und zusätzlich mit einer behindertengerechten Toilette sowie einem Wettkampfbüro für den Leichtathletiksport und einem Mehrzweckraum ausgestattet werden. Dadurch, dass die Gemeinschaftsstadtwerke Kamen/Bergkamen/Bönen sich im Rahmen eines Contracting-Vertrags mit der Stadt mit 220.000 Euro beteiligen und die Stadt Kamen sich mit den restlichen zehn Prozent an der gesamten Bestandssanierung beteiligt, kann das kostenintensive Projekt jetzt in Angriff genommen werden.

Im Mai wurde die Baustelle eröffnet, mittlerweile sind bereits große Teile der mehr als 50 Jahre alten und insgesamt rund 300 Quadratmeter großen Anlage vom beauftragten Kamener Bauunternehmer Karsten Herzinger und seinem Team entkernt. Die Grundkonstruktion mit Außenwänden und Dachgebälk bleibe dabei jedoch erhalten, ebenso wie die meisten Innenwände, erklärt die beauftragte Architektin Susanne Kaiser aus Werne. Es handele sich um eine Sanierung, nicht um einen Neubau, betont sie. Die alten Anlagen aus den Sechziger und Siebziger Jahren waren damals noch weitgehend in ehrenamtlicher Handarbeit durch die Mitglieder errichtet und stetig erweitert worden. Im Zuge von Sanierungen wie dieser merke er vor allem mit Blick auf Strom- und Wasserleitungen immer wieder, wie viele Baurichtlinien und -standards in den letzten rund 60 Jahren geändert wurden, schmunzelt Herzinger. Eine Bestandssanierung sei also schon aus sicherheitstechnischen Gründen dringend angesagt, sagt er.

Die neuen Mitglieder sind nach wie vor dabei, der westliche Bereich der Anlage wird also weiterhin als dann barrierefreier Umkleidetrakt genutzt, während der knapp 70 Quadrameter fassende Abschnitt auf der östlichen Seite in erster Linie auf digitaler Ebene auf den neuesten Stand gebracht werden soll. Entstehen soll dort ein rund 20 Quadratmeter großes Büro, das vor allem bei Wettkampfveranstaltungen für die Übertragung der Ergebnisse auf Endgeräte und eventuell sogar, ähnlich wie im Wettbüro, auf einen großen Screen genutzt werde solle, wirft VfL-Sponsorenbeauftrager Andreas Conradi einen Blick in die mediale Turnierzukunft beim VfL. Von diesem Abschnitt durch einen rund 15 Quadratmeter großen Arbeits- und Lagerbereich für Sportgeräte abgetrennt, wird es künftig einen rund 30 Quadratmeter großen Multifunktionsraum mit Konferenztisch und Sitzplätzen geben. Abteilungsfeiern und ähnliche Events werden währenddessen weiterhin im Vereinsheim nebenan stattfinden. Anders als beim Umbau der Außenanlagen, der fast ausschließlich in ehrenamtlicher Vereinsarbeit bewerkstelligt wurde, seien hier nicht in erster Linie die Fußball- und die Leichtathletikabteilung die Profiteure, sondern alle Vereinssportler, erklärt Conradi.

In die Planungen für den Umbau sind die Anregungen des VfL als Hauptnutzer der Platzanlage eingeflossen, auf der aber auch Schulsport stattfindet. Der Vorstand installierte schon vor vier Jahren ein ständiges Planungsteam mit durchschnittlich sieben Personen aus dem Verein, um gemeinsam mit der Stadt an förderfähigen Ideen für die neue Anlage zu feilen und die Maßnahme auch nach der Bewilligung zu begleiten. Das Handwerk indessen wird jetzt, in den "Zwanziger" Jahren des 21. Jahrhunderts, den Vollprofis überlassen (aktuell sind durchschnittlich sechs bis sieben davon auf der Baustelle unterwegs) - die Zeiten haben sich eben geändert.

vfl baustelle 2 622AGVertreter von Verein, Stadt und Architekturbüro nahmen jetzt die Pläne für die Sanierung der Umkleiden auf dem VfL-Gelände gemeinsam vor Ort unter die Lupe.

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