Andrea Wellerdiek (Sprecherin GSW), leitender Organisator Stefan Eisinger und Wirtschaftsförderin Ingelore Peppmeier (v.l.n.r.) versprechen den Besuchern der KITE 2023 jetzt schon viel Vergnügen - und hoffen auf gutes Wetter. Foto: Alex Grün für KamenWeb.de
von Alex Grün
Kamen. Die mittlerweile 36. KITE wirft ihre Schatten voraus: Vom Samstag, 6. Mai, bis Sonntag, 7. Mai, wird das 60.000 Quadratmeter große Gelände der Luftsportfreunde Kamen/Dortmund wieder zum überregionalen Magneten für Drachensportler aus ganz Europa. Und endlich, so Chef-Veranstalter Stefan Eising, sei man die elenden "Corona-Fesseln" los.
Die Weiterentwicklung der KITE seit 1987, als die Pionier-Veranstalter eines der mittlerweile traditionsreichsten Drachen-Festivals in Europa es noch mit nur einigen Hunderten Besuchern zu tun hatten, ist enorm: Je nach Witterung werden auch in diesem Jahr wieder 5000 bis 15.000 Besucher erwartet. Rund 120 Drachenlenker aus dem Profi- und Halbprofibereich sowie rund 300 Tagesgäste aus der Amateurszene werden voraussichtlich an der KITE 2023 teilnehmen. Das optische Highlight der Veranstaltung dürfte einmal mehr das Nachtfliegen mit Light-Show am Samstagabend werden - wenn das Wetter mitspielt. Nachdem die beiden letzten Ausgaben der KITE von den Einschränkungen der Corona-Pandemie geprägt waren - auch weil einige ältere Teilnehmer auch im letzten Jahr noch aus gesundheitlichen Gründen auf ihre Teilnahmen verzichteten - werde es in diesem Jahr ein großes Wiedersehen geben und eine "Wundertüte", was die Teilnehmer betrifft, sagt der mittlerweile bewährte Veranstaltungsleiter Stefan Eising vom Kite-Team Skycolours. Denn es werde viele neue Gesichter geben, sagt Eising. Dies liege auch daran, dass viele Kontakte zu den Drachen-Freaks aus ganz Europa im Zuge der Corona-Krise verloren gegangen seien. Einige KITEr seien mittlerweile zu alt, um die Wege zu den Festivals auf sich zu nehmen. Die Teilnehmer, die sich jetzt angemeldet haben, seien teilweise erstmals dabei, während viele ältere Vertreter der Drachenzunft offenbar lieber daheim bleiben - was wiederum für frischen Wind sorgen dürfte. Und genau der wird gebraucht, denn das Wetter ist das einzige, worum die Veranstalter von Stadt, GSW und Skycolours noch bangen - der Rest ist in trockenen Tüchern: Die Besucher können sich auf ein abwechslungsreiches Programm voller Überraschungen für die ganze Familie freuen, bei dem alle auf ihre Kosten kommen - die kaum entstehen, weil der Eintritt wie immer frei ist.
Geboten wird trotzdem ein spektakuläres Programm: Los geht's am Samstag, 6. Mai, um 11 Uhr mit dem Freien Fliegen für Profis und Amateure - wobei der Begriff "Profi weit gefächert ist, wie Initiator Eisinger sagt. Als Profis werden in den Kiter-Szene allgemein die Teilnehmer beizeichnet, die schon an mehreren Festivals teilgenommen und sich ein entsprechendes Know-How angeeignet haben. Zu Einbruch der Dämmerung, also gegen 22 Uhr, steigt am Samstag der Höhepunkt der Veranstaltung: Das Nachtfliegen, das auch in diesem Jahr wieder von einer Licht-Show begleitet werden soll. Am Sonntag gibt es neben dem freien Fliegen für Profis und Amateure das moderierte Drachen-Showfliegen. Außerdem können bei den Segelsportfreunden Segelflieger, Motorsegler und Ultraleichtflugzeuge von interessierten Besuchern in Augenschein genommen werden. Während der gesamten Veranstaltung werden "Living Characters" in farbenfrohen und flauschigen Kostümen das Gesamtbild der Veranstaltung bereichern und für Fotos zur Verfügung stehen. Drachenläden mit Equipment für Profis wie Amateure gleichermaßen runden zusammen mit dem vielfältigen Gastronomie-Angebot die Veranstaltung ab. Was die Preise angeht, brauche sich niemand Sorgen zu machen, so die Veranstalter. Die seien trotz der allgemeinen Preissteigerungen im erschwinglichen Bereich, versichert Beigeordnete Ingelore Peppmeier, deren Team die Veranstaltung von städtischer Seite aus organisiert. Begleitet wird das Ganze einmal mehr von einer Reisemobilausstellung, auf der den Besuchern - passend zu Saisonbeginn - die aktuellen Modelle schmackhaft gemacht werden. Die Symbiose aus KITE und Wohnmobilausstellung hat sich mittlerweile bewährt und wird gewiss auch in diesem Jahr viele Interessenten finden. Das Rahmenprogramm bilden Mitmachaktionen für Kinder wie Schminken, Bastelwerkstatt und natürlich der Go-Cart-Rennbahn, die für den Nachwuchs schon seit Jahren sprichwörtlich "der Renner" ist. Während der gesamten Veranstaltung lädt der Biergarten am Eingang mit vielen Sitzplätzen ebenso zum Verweilen ein wie das vielfältige Gastronomieangebot und die zahlreichen Stände, an denen neben anderen Leckereien auch selbstgebackener Kuchen zugunsten der Deutschen Krebshilfe angeboten wird. Auch die Terrasse der Luftsportfreunde Kamen/Dortmund ist für interessierte KITE-Besucher geöffnet.
Der Umwelt zuliebe und wegen der schwierigen Parksituation bittet die Stadt Kamen die KITE-Besucher, die kostenlosen Parkplätze in der Innenstadt und zur Anfahrt mit VKU-Bussen zur Haltestelle Kamen-Heeren-Friedhof zu nutzen. Gefahren werden kann mit den Linien C21, C22, C23 und C24 von der Lüner Höhe, von Südkamen, vom Heerener Friedhof oder vom Kamener Markt aus (nähere Infos auf der Homepage der VKU). Sportlicheren Besucherinnen und Besuchern wird die Anfahrt mit dem Drahtesel nahegelegt - ein großer Fahrradparkplatz ist vorhanden. Zwei wichtige Hinweise hat die Stadt noch für die KITE-Besucher: Erstens ist das Fliegen von Drohnen oder "Helis" auf dem gesamten Veranstaltungsgelände untersagt. Zweitens: Um den Weg zu finden, sollte das Navi abgeschaltet und statt dessen lieber auf die Wegweiser mit den bunten Schmetterlingen geachtet werden. "Jetzt", so hoffen Initiator Eising und Wirtschaftsförderin Ingelore Peppmeier gleichermaßen, "muss nur noch das Wetter mitspielen". Was bedeutet: Möglichst kein Regen, dafür umso mehr Sonnenschein und Wind - im letzten Jahr hat's ja auch geklappt! Weitere Infos unter www.gsw-kamen-kite.de.





