• Zeche Monopol
  • Kamener Kreuz
  • Kamener Kirchen
  • Kamen-Methler
  • Schloss Heeren

Letzte Nachrichten

    Werbung

    Baum als Symbol für das Leben ziert künftig die neue Rettungswache West

    spatenstich neue rettungswache623AGBürgermeisterin Elke Kappen (2.v.l.), ihr Stellvertreter Rainer Fuhrmann, Beigeordnete Hanna Schulze und der Leiter der Feuer- und Rettungsdienste Christopher Lindemann schwangen am Freitag symbolisch den Spaten zum Baustart der neuen Rettungswache West. Foto: Alex Grün für KamenWeb.de

    von Alex Grün

    Kamen. Die künftige Rettungswache West soll Leben retten - und ein Baum ist ein Zeichen fürs Leben - aber auch für ökologische Nachhaltigkeit. Deshalb wurde zum ersten Spatenstich auf dem Gelände im Gewerbegebiet Hemsack symbolisch ein kleiner Apfelbaum in die Erde gesetzt.

    Allerdings nur vorübergehend, denn ansonsten müsste man die Wache um den Baum herum bauen, scherzte eine gut aufgelegte Bürgermeisterin Elke Kappen vor dem ersten Spatenstich. Kappen freute sich sichtlich, dass es mit dem Bau der dringend benötigten Anlage jetzt endlich losgeht - wobei die Planungszeit, wie sie betont, im normalen Bereich gelegen habe. Jetzt ist Baustart, eröffnet werden soll die Wache im zweiten Quartal 2024 - wenn alles gut geht. Denn der Mangel an Handwerkern habe sich auch bei der Planung der Rettungswache West bemerkbar gemacht, sagt Kappen - vor allem an den Preisen. Dennoch habe man alles "hervorragend auf die Reihe gekriegt", so Kappen, die sich nicht nur beim Rathaus-Team für die gelungene Planung bedankte, sondern insbesondere auch bei den Einsatzkräften, die sich bei ihrer Arbeit seit fünf Jahren auf das Provisorium beschränken müssen. 2018 wurde die jetzige Wache sozusagen als Zwischenlösung im Hemsack stationiert, was nötig war, da aufgrund der stadträumlichen Lage der Hauptwache im Mersch nicht alle Stadtteile innerhalb der gesetzlichen Hilfsfrist hätten erreicht werden können. Um eine flächendeckende Umsetzung des Rettungsbedarfsplans zu gewährleisten, wurde der Standort im Mersch zwischen dem Lebensmitteldiscounter im Norden und einem Systemhersteller im Süden erschlossen, der ideal ist, weil aufgrund der Nähe zur Bahnunterführung von hier aus sowohl Südkamen als auch Methler für die Einsatzkräfte schnell erreichbar sind.

    patenstich neue wache 2 623AGSo soll die Einrichtung aus westlicher Perspektive aussehen, wenn sie voraussichtlich im zweiten Quartal 2024 fertig ist. Grafik: Architekturbüro WP

    Jetzt soll aus dem Provisorium ein fester Standort mit allen Schikanen werden, die für eine solche Einrichtung erforderlich sind. Das Hauptgebäude, ein eingeschossiger Flachdachbau mit einer Grundfläche von rund 430 Quadratmetern und einem Volumen von rund 1900 Kubik, wird mit einer weißen Putzfassade versehen, während sich die rund 1,70 Meter höhere Fahrzeughalle farblich mit einem Grauton abheben wird. Das Gebäude wird in Massivbauweise mit monolithischen Außenwänden aus Porenbeton erstellt, daher könne aus Gründen der Nachhaltigkeit auf eine separate Außendämmung im Wandbereich verzichtet werden, erklärt Architekt Michael Holke vom beauftragten Architekten- und Ingenieurbüro WP aus Dortmund. Die Wache sei so konzipiert, dass neben der zunächst umgesetzten Fahrzeughalle für ein Einsatzfahrzeug perspektivisch mit der Erweiterung um eine zweite Halle auf steigende Bedarfe reagiert werden könne. Neben der Fahrzeughalle umfasst das Raumprogramm Büro-, Umkleide-, Sanitär-, Sozial-, Lager- und Technikräume sowie drei Ruheräume für die Einsatzkräfte - dieser Aspekt sei ihr persönlich besonders wichtig gewesen, betont Bürgermeisterin Kappen. Stressige Einsätze erforderten eine angemessene Möglichkeit, in Ruhezeiten auch 'mal die Beine hochlegen zu können.

    Viel Wert sei trotz höherer Kosten bei der Konzeption auch auf die Energieeffizienz des Gebäudes gelegt worden, erklärt Architekt Holke. Bei Neubauten sind die Kommunen mittlerweile verpflichtet, ökologische Mindeststandards einzuhalten. Mit Wärmepumpe und unterstützender PV-Anlage auf dem Dach habe die Stadt sich mit einem 60 Prozent geringeren Energieverbrauch über den vorgeschriebenen Standard 40 EE hinaus bemüht, sagt Kappen - auch wenn das ganz schön ins Geld gegangen sei.

    Übrigens wird die Rettungswache West mit einer Auszubildendenstelle demnächst auch zur Lehr-Wache. Erschlossen werden soll sie über eine Hauptausfahrt im Hemsack und eine Notausfahrt auf die Westicker Straße - je nachdem, was für welchen Einsatz günstiger gelegen ist. Für die Einweihung der neuen Station im nächsten Jahr versprach Bürgermeisterin Kappen beim Spatenstich, zu dem auch viele Vertreter der Kamener Ratsparteien erschienen: "Die wird dann wohl größer gefeiert".

    Archiv: Standort der Rettungswache West hat sich bewährt

    Rettungsdienstbedarfsplan: "Rettungswache im Bereich Westicker Straße/Werkstraße ins Auge gefasst"

    Rettungswache im Hemsack hat sich bisher bewährt

    Provisorische Wache West soll Hilfsfrist gewährleisten

    Werbung

    Suche

    Werbung