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    Passbilder nur noch digital: Kamener Fotograf klärt auf

    Um Fälschungen und Manipulationen zu verhindern, sind in Deutschland seit wenigen Tagen im Prinzip nur noch digitale Passbilder erlaubt. Die gibt es in Kamen bei Ralph Bisdorf. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.deUm Fälschungen und Manipulationen zu verhindern, sind in Deutschland seit wenigen Tagen im Prinzip nur noch digitale Passbilder erlaubt. Die gibt es in Kamen bei Ralph Bisdorf. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de

    von Christoph Volkmer

    Kamen. Seit Anfang Mai sollen Passbilder digital und verschlüsselt übermittelt werden. Die Frage, was sich dadurch genau ändert, gehört bei Fotograf Ralph Bisdorf und seinem Team in dem Geschäft in der Innenstadt seit längerer Zeit zum Tagesgeschäft.

    AnzeigeAnzeige„Tatsächlich beschäftigen wir uns schon seit anderthalb Jahren damit“, sagt Ralph Bisdorf. Schon Ende 2020 hatte das "Gesetz zur Stärkung der Sicherheit im Pass-, Ausweis- und ausländerrechtlichen Dokumentenwesen" Bundestag und Bundesrat passiert. „Es sind mehrere Ämter involviert, die alle was zu sagen haben. Daher hat das länger gedauert, bis es jetzt soweit ist“, sagt Bisdorf mit einem Lächeln im Hinblick auf die Schnelligkeit der Behörden im Bereich der Digitalisierung.

    Die digitalen Passbilder sollen Fälschungen und Manipulationen verhindern. Laut dem Gesetz werden von der Passbehörde nur noch digitale Fotos akzeptiert, die entweder direkt in der Behörde angefertigt oder auf einem festgelegten, sicheren Übermittlungsweg von einem Fotogeschäft dorthin gesendet werden. Zwischenzeitlich hatte die Stadt Kamen angedacht, im Rathaus einen Automaten für Passfotos aufzustellen. Nach Kritik - von der Politik und Fotografen wie Bisdorf - wird dies nicht geschehen.

    „Ich generiere rund die Hälfte meines Einkommens durch Passbilder. Wenn das nicht mehr möglich wäre, müsste ich irgendwann den Laden schließen“, erklärt der Fotograf die Wichtigkeit des Passbilder-Geschäfts.

    Bei den digitalen Fotos, die elektronisch übersandt werden, erhalten die Fotografierten in dem Geschäft am Willy-Brandt-Platz 3 einen QR-Code, mit dem sie das Bild in der Behörde abrufen lassen können. Die Passbilder dürfen nur Fotografen anfertigen, wenn sie ein zertifiziertes System nutzen, welches die Fotos verschlüsselt in eine Cloud des Bundes überträgt. In Kamen gibt es diese Möglichkeit neben Foto & Video Bisdorf noch in einer Drogeriemarktkette und bei Foto Holzer.

    Paket für Kunden  

    Bisdorf hat für seine Kunden ein besonderes Paket geschnürt, was sich bereits einer erhöhten Nachfrage erfreut. Neben den erforderlichen, biometrischen Fotos gibt es für die Kunden zusätzliche Bilder auf Papier, die zum Beispiel für Krankenkassenkarten oder Mitgliedschaften in Vereinen verwendet werden können. „Dazu kommt, dass wir die Bilder in Portrait-Qualität anbieten. Das ist eine Qualität, die ein Automat ohne Blitzanlage nicht leisten kann. Außerdem haben Kunden hier eine Privatsphäre und können die Bilder selbst auswählen“, erklärt Bisdorf.

    Ausnahmen zu Beginn

    Bis zum 31. Juli 2025 erlaubt eine Übergangsregelung den Kommunen, in Ausnahmefällen weiterhin Papierlichtbilder zu akzeptieren.​ Wenn Bürger beispielsweise aus Unkenntnis im April ein Papierpassbild für ihre Beantragung im Mai anfertigt haben, muss kein neuer Termin vereinbart werden. Die Behörde wird entweder das Papierlichtbild ausnahmsweise akzeptieren oder - sofern sie bereits über die entsprechende Technik verfügt - ein digitales Lichtbild vor Ort anfertigen.

    Archiv: Darf ich? – Neue Gesetze im Mai 2025: Das müssen Verbraucher wissen

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