Viele Spiele hatten die Organisatoren der Knickerkirmes rund um die Herz-Jesu Kirche vorbereitet, die beim Nachwuchs gut ankamen. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de
von Christoph Volkmer
Heeren-Werve. In Zeiten von Künstlicher Intelligenz und zunehmender Digitalisierung wirkt ein über vier Jahrzehnte altes Wikingerschiff geradezu antik. Umso schöner zu sehnen, dass bei der Knickerkirmes rund um die Herz-Jesu Kirche die altmodische Attraktion überaus gefragt war.
„Das Holzschiff haben die Gründer der Kirmes zu einer der ersten Veranstaltungen gebaut. Jedes Jahr wird das Wikingerschiff nur für die Kirmes wieder aufgebaut“, weiß Ralf Rodewald vom Kirchenvorstand der Pfarrei St. Barbara Bönen und Heeren zu berichten.
Bei der 51. Auflage der Kirmes, die viele Einheimische gern als Stadtteilfest bezeichnen, hatten schon innerhalb der ersten zwei Stunden der Veranstaltung mehr als 160 Kinder an einer Fahrt auf dem ausschließlich per Muskelkraft betriebenen Holzschiff teilgenommen.
Auch sonst war viel los. Schon der Familiengottesdienst zum Auftakt unter dem Motto „Kunterbunt und Himmelwärts“ hatte für eine volle Kirche gesorgt. Maßgeblichen Anteil daran trugen die drei katholischen Kindertageseinrichtungen der Pfarrei, die aktiv an der Gestaltung mitgewirkten. Dabei sorgten die aufführenden Kinder unter anderem dafür, dass die Gemeinde beim ein oder anderen Tänzchen in Bewegung kam.
Ein Klassiker aus Holz! Das Wikingerschiff kommt noch immer sehr gut an. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de
Nach dem Gottesdienst übernahm im Eingangsbereich der Herz-Jesu Kirche Mamadou Beye Diop mit seiner Trommelgruppe das Zepter und motivierte Kinder und Erwachsene dazu, selbst einmal das persönliche Rhythmusgefühl kennenzulernen und auszuprobieren. Erste Station für viele Gäste war der Reibekuchenstand, an dem sich schnell eine lange Schlange bildete.
Beliebter Reibekuchen
„Früher war es so, dass die Seniorinnen aus der Gemeinde sich morgens um fünf Uhr getroffen haben, um Kartoffeln zu schälen. Die jungen Leute haben heute nicht mehr die Lust dazu. Daher kaufen wir auch Dinge hinzu, dennoch aber gibt es nicht den Standart-Reibekuchen, sondern wir verfeinern das, sodass es für die Leute schmeckt wie Selbstgemacht“, erklärte Ralf Rodewald.
Die vielen ehrenamtlichen Mitwirkenden des Events, darunter in erster Linie Gemeindemitglieder aus Heeren und Bönen, treffen sich am Dienstagabend, 16. September, im Pfarrheim zum ebenfalls schon traditionellen „Dankeschön-Abend“.
Musik im Blut? Beim spontanen Mittrommeln konnten Besucher dies ausprobieren. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de





