Die Schützenheide in Bergkamen: Erst im Mai neu eröffnet, nun im Insolvenzverfahren – der Betrieb soll vorerst weiterlaufen. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de
Bergkamen/Kamen. Nur wenige Monate nach der feierlichen Wiedereröffnung der „Schützenheide“ in Bergkamen gibt es erneut schlechte Nachrichten: Über das Vermögen der im Handelsregister des Amtsgerichts Hamm unter HRB 11856 eingetragenen Schützenheide UG (haftungsbeschränkt) wurde am 2. Oktober 2025 um 10:52 Uhr das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet.
Die Gesellschaft, mit Sitz An der Schützenheide 17 in 59192 Bergkamen, wird von Geschäftsführerin Ivonne Vanessa Heidtmann-Weber vertreten. Der Geschäftszweig umfasst Gastronomie, Hotel und Catering. Zur vorläufigen Insolvenzverwalterin wurde Rechtsanwältin Dr. Sabine Aldermann aus Dortmund bestellt.
Trotz des Insolvenzantrags soll der Betrieb nach ersten Informationen aufrechterhalten werden. Schützenvorsitzender Maik Kosalla, zugleich Vermieter der Gastronomieflächen, erklärte, dass alle bereits getätigten Reservierungen und Terminvereinbarungen ihre Gültigkeit behalten. Damit will man vorerst für Kontinuität bei Veranstaltungen und im laufenden Gastronomiebetrieb sorgen.
Ein Haus mit bewegter Geschichte
Die Nachricht vom Insolvenzantrag reiht sich ein in eine Serie von Pächterwechseln und Neubeginnen am traditionsreichen Standort.
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Februar 2025: Der Schützenverein beendete überraschend das Pachtverhältnis mit den Gastronomen Khaled und Hanadi Kawas, die das Haus erst 2023 übernommen hatten.
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Mai 2025: Ein Neustart erfolgte mit dem Gastronomen-Ehepaar Olaf und Ivonne Weber, die nach umfassenden Renovierungen eine Küche mit klassisch-deutschem Schwerpunkt und geselligem Tresenbetrieb etablierten. Zwei wöchentliche Ruhetage sollten dem Mangel an Fachkräften entgegenwirken.
Nun steht das Haus nach nur wenigen Monaten erneut vor einer ungewissen Zukunft.
Wie es weitergeht
Welche Perspektiven sich für die „Schützenheide“ ergeben, hängt wesentlich vom Verlauf des Insolvenzverfahrens ab. Zunächst ist die Aufgabe der vorläufigen Insolvenzverwalterin Dr. Aldermann, die finanzielle Lage des Unternehmens zu prüfen und Sicherungsmaßnahmen einzuleiten.
Der Schützenverein betont unterdessen, dass man weiterhin an einem langfristigen gastronomischen Konzept für die Traditionsstätte festhalten wolle. Ob die Webers den Betrieb im Rahmen des Insolvenzverfahrens fortführen können oder ob ein erneuter Pächterwechsel ansteht, bleibt abzuwarten.
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