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    Umbau des Gymnasiums: Pläne stehen kurz vor der Prüffähigkeit – Infos in der Konzertaula

    So stellen sich die Planer den Blick in den zukünftigen Innenhof des Gymnasiums vor. Dieser wird übrigens aus Sicherheitsgründen abgesperrt und außerhalb der Schulzeiten nicht zugänglich sein. Bilder: ArchivSo stellen sich die Planer den Blick in den zukünftigen Innenhof des Gymnasiums vor. Dieser wird übrigens aus Sicherheitsgründen abgesperrt und außerhalb der Schulzeiten nicht zugänglich sein. Bilder: Archiv

    Kamen. (AG) Mit Volldampf gearbeitet wird derzeit vom Architekturbüro htarchitektur an der Planung der Erweiterung und Sanierung des städtischen Gymnasiums. Architektin Henrike Thiemann stellte der Schulgemeinschaft unlängst in der Konzertaula den fertigen Entwurf für die vorgesehene Ausführungsplanung vor. Nach den Sommerferien 2026 soll es losgehen, im Sommer 2030 soll die bauliche „Operation am offenen Herzen“ beendet sein.

    Eine aktuelle Luftansicht des Kamener Gymnasiums: Noch klafft auf der nordwestlichen Seite eine Lücke, wo spätestens 2030 der sogenannte "Ringschluss" für mehr Platz sorgen wird.Eine aktuelle Luftansicht des Kamener Gymnasiums: Noch klafft auf der nordwestlichen Seite eine Lücke, wo spätestens 2030 der sogenannte "Ringschluss" für mehr Platz sorgen wird.

    Nach der notwendigen Entfernung von vorhandenen Bäumen und Großsträuchern auf dem Baufeld während der Herbstferien wirft der Gymnasiums-Umbau seine nächsten Schatten voraus. Bürgermeisterin Elke Kappen betonte im Vorfeld der Präsentation, dass die Stadt die insgesamt 34 Mio. Euro, die für das Projekt derzeit im Haushalt veranschlagt werden, in die Zukunft investiert - auch was die Anzahl der Räumlichkeiten betrifft, die aktuell auf vier Klassenzüge ausgelegt ist, aber im Bedarfsfall auch fünf Zügen Platz bieten kann. Insgesamt rechnet die Stadt nach aktuellen Schätzungen mit Baukosten in Höhe von 39 Millionen, in die bereits ein Puffer zur Absicherung von Kostensteigerungen eingerechnet ist. Man habe sich seitens der Stadt nicht zuletzt deshalb viel Zeit für eine möglichst detaillierte Planung gelassen, um die Bauphase möglichst kurz zu halten, erklärte Kappen. Der neue Komplex solle für die nächsten 50 Jahre halten, die Ratsbeschlüsse für das Projekt seien durch, die Finanzierung abgesichert, so die Bürgermeisterin. Bisher sei der Schulbetrieb nicht durch Bauarbeiten beeinträchtigt gewesen.

    Damit Schul- und Baubetrieb trotz des unvermeidbaren Lärms und Drecks nebeneinander möglich sind, wird in drei abgetrennten Abschnitten gebaut. Der erste Abschnitt soll im dritten Quartal 2026 angegangen werden und beschränkt sich auf den Neubau auf der westlichen Seite des Schulgeländes, den sogenannten Ringschluss, der die beiden bestehenden Gebäudetrakte barrierefrei verbinden soll. In dem neuen Trakt sollen die künftigen Naturwissenschaftsräume inklusive Sammlungen entstehen. Die Maßnahme wird bewusst am Anfang der Arbeiten durchgeführt, um einerseits den Schulbetrieb in den anderen Gebäudeteilen weiter gewährleisten können und andererseits den platzintensivsten Bereich so früh wie möglich in Betrieb nehmen zu können. Zum ersten Bauabschnitt gehört auch der Umbau eines Teils des Treppenhauses. Zeitgleich soll zwischen August `27 und Juli `28 der Altbauteil E saniert werden, der in den Ringschluss übergeht und in dem die Räume der Mittelstufe untergebracht sind. Der gesamte Bauabschnitt soll zur Jahresmitte 2028 abgeschlossen sein. Weitergehen soll es in einem zweiten Abschnitt mit der Sanierung der linken Seite von Gebäudeteil C, in dem künftig die Stufen 5,6 und 7 angesiedelt sind. Auch Bestandsbauteil B, in dem jetzt noch Bücherei und Verwaltung untergebracht sind und wo künftig Konferenz- und Pausenräume für das Lehrpersonal Platz finden sollen, wird in diesem Bauabschnitt bearbeitet. An die rechte Seite von Gebäudeteil C und den Gebäudeteil D geht es ab Juli 2029, im Sommer 2030 soll alles fertig sein.

    Äußerlich wird sich vor allem die Fassade verändern, die Sichtbetonplatten kommen weg, stattdessen wird eine helle beige-graue Klinkerfassade für ein zeitgemäßes Design sorgen. Auch das Innere des Gebäudes wird kaum wiederzuerkennen sein. Die verbindende „Spinne“ zwischen dem Bauteil C und Bauteil E weicht - stattdessen verbindet der Neubau „Ringschluss“ auf allen Etagen alle Gebäude barrierefrei miteinander. Großformatige Fensterbänder in der Fassade sorgen für viel Helligkeit im Inneren. Eine neue Schulbaurichtlinie ermöglicht es, die Flure künftig auch als Lernflächen zu nutzen und somit differenzierte, zeitgemäße Lernbereiche zu ermöglichen. Viel wird neu sortiert und neu angeordnet werden - nicht nur die Ober-, Mittel- und Unterstufenbereiche und die Fachräume, sondern auch der Verwaltungstrakt mit einem geräumigen und modernen Lehrerzimmer. Auch der Schulhof, verspricht Architektin Thiemann, werde durch den Umbau großzügiger und „luftiger“ erscheinen. Für die geplante Sole-Wärmepumpentechnik werden zwölf jeweils 200 Meter tiefe Bohrungen benötigt, die Anlage soll den Neubau sowie die sanierten Altbaubereiche B und C mitversorgen. Dachbegrünungen mit PV-Anlagen auf den Dächern liefern erneuerbare Energien und sorgen für Regenrückhaltung, Biodiversität und eine Verbesserung des Raumklimas.

    Ein Spaziergang wird diese bauliche „Operation am offenen Herzen“, beziehungsweise bei vollem Unterrichtsbetrieb, bestimmt nicht werden, fest stehe aber schon, dass während der heißen Abi-Phasen auf allzu lärmintensive Arbeiten verzichtet werden soll, wie Architektin Thiemann beruhigen kann. Gegenseitige Rücksichtnahme zwischen Schülern, Lehrern und Bauarbeitern wird am Kamener Gymnasium über einen langen Zeitraum hinweg gefragt sein.

    Sanierung des Gymnasiums begann mit Rodungsarbeiten in den Herbstferien 2025Sanierung des Gymnasiums begann mit Rodungsarbeiten in den Herbstferien 2025. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de

    Archiv: Gymnasium Kamen startet Sanierung – Herbstferien: 25 Bäume müssen weichen

    Sanierungsprojekt am Gymnasium: Erste Pflanzen aus dem Schulgarten umgesiedelt

    Gymnasium: Planer bekommen in Konzertaula für Sanierungskonzept Applaus von Lehrern und Schülern

     

     

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