Kamen-Heeren-Werve. „Drei, zwei, eins…“: Es war eine Kunst, die drei Stecker gleichzeitig in den „Elektranden“ der „Heerener Mitte“ in Kontakt mit dem Strom zu bringen – Zeitschaltuhren inklusive. Denn für das punktgenaue „Anleuchten“ des Weihnachtsbaumes war pure Handarbeit gefragt. Als vorläufiges Provisorium, sonst wären die Lichterketten zwischen den Tannennadeln schon lange vor dem Countdown der Bürgermeisterin mit der Straßenbeleuchtung aufgeflammt. Die drei Helfer um Norbert Posny schafften jedoch eine Punktlandung und so gab es ein laute „Aaahs“ und „Ooohs“, als die inzwischen reich behängte Tanne pünktlich zum 1. Advent im weihnachtlichen Glanz erstrahlte.
Da war der Platz um den Weihnachtsbaum längst Mangelware geworden. Alles drängte sich um die von der Stadt schon vor Tagen aufgestellte stattliche Tanne, die in ihren unerreichbaren Höhen bereits mit diversem Schmuck behängt war. Am Sonntag waren dann die jüngsten Heerener am Zuge. Sie hatten in den drei Kindertagesstätten fleißig gebastelt und durften jetzt die Ergebnisse ihrer Kreativität auf den Schultern ihrer Eltern oder auch in Reichweite ihrer Ärmchen aufhängen. Jetzt funkeln glitzernde Sterne neben Schleifen und Kugeln, mittendrin braust auch ein Feuerwehrauto der Kinderfeuerwehr stramm Richtung Weihnachten.
Der Countdown wurde noch aufregender durch die Lichterwedel, die an alle Kinder verteilt wurde. So wurde es mächtig bunt auf dem Platz, bevor die Lichterketten am Baum aufflammten und sich mit der bereits eingeschalteten Weihnachtsbeleuchtung an allen Gebäuden rundherum vereinten. Die war schon vor einigen Jahren aus dem Bürgerhaushalt angeschafft worden. Das Anleuchten wiederum ist aus der Initiative „rund ums Dorf“ entstanden und stetig weitergewachsen.
„Ursprünglich wollten wir alle unseren ausgedienten Weihnachtsschmuck aus dem Keller holen und die Zweige schmücken, damit es etwas festlicher aussah“, erzählt Dorita Haghgu aus dem Initiativkreis. Daraus wuchs dann die Idee, eine gemeinschaftliche Aktion mit den Kindern ins Leben zu rufen. Inzwischen haben das Basteln und Schmücken eine feste Tradition. Gemeinsam mit dem festlichen Rahmen, denn dazu steuern die Vereine einiges bei.
Der Bläserkreis brachte sich mit seinen empfindlichen Instrumenten vor dem angekündigten und dann doch zurückhaltenden Regen im Eingang der Bäckerei in Sicherheit. Die Musikschule und der Frauenchor Frohsinn trauten sich unter den offenen Himmel. Der allerdings ließ mit allerlei köstlichen Gerüchen nicht nur den Bläsern und Sängern hinderliches Wasser im Mund zusammenlaufen, dafür hatten die Naturfreunde, der Frauenchor und der HC Heeren gesorgt.
Der Weihnachtsbaum steht jetzt noch bis zum 20. Dezember mit einem reichhaltigen Veranstaltungsprogramm im Mittelpunkt und bleibt bis in den Januar und den Dreikönigstag stehen. Dann allerdings ist der Strom an die zentrale Straßenbeleuchtung angeschlossen: Die Lichter gehen mit den Straßenlaternen abends an und morgens auch wieder aus.
Archiv: Gemeinsam die Adventszeit feiern – Rund um den Weihnachtsbaum in Heeren-Werve
Puls-Lesung eröffnete Reihe „Rund um den Weihnachtsbaum 2025“









