Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung: Die Initiative zum Erhalt des Heerener Schwimmsports setzt auf politische Unterstützung. (Foto oben: Franklin Berger)
Kamen. (AG) Die Tage der Kleinschwimmhalle in Heeren-Werve sind bald gezählt: der Bestand der aktuell voll ausgelasteten Dorf-Badeanstalt ist nur noch bis Ende diesen Jahres gesichert. Die Bürgerinitiative, die sich für den Fortbestand des Schwimmbetriebs im Stadtteil Heeren einsetzt, will nun prominente Unterstützung aus Düsseldorf ins Boot holen: die Kamener Landesministerin Ina Scharrenbach.
Früher oder später ist das als „abgängige Immobilie“ bezeichnete Bad bekanntlich unweigerlich dem Abriss geweiht. Der momentane Bedarf sei aufgrund der großen Nachfrage von Hallennutzern hoch, erklärte Bürgermeisterin Elke Kappen im Juni letzten Jahres, als die Verwaltung einen Antrag beim Kreis stellte: Der Kreis als Eigentümer der Halle solle sich mit 150.000 Euro an den Instandhaltungskosten beteiligen, aus dem Stadtsäckel sollen 50.000 in die Maßnahmen fließen, im November gab auch der Aufsichtsrat der GSW grünes Licht für den vorläufigen Weiterbetrieb. Voraussetzung: dass die Technik noch so lange hält. Das Arrangement gilt noch bis Ende diesen Jahres, danach könnte der Badebetrieb in Heeren ins Schwimmen geraten – beziehungsweise auf dem Trockenen sitzen. Denn selbst wenn nach dem unweigerlichen Abbruch der Halle an der Astrid-Lindgren-Schule ein Neubau im Raum stünde, würde der Schwimmbetrieb nach Einschätzung der Stadt für etwa zwei Jahre brachliegen.
Burkhard Allebrodt, Vorsitzender der Initiative, erinnerte sich jetzt daran, dass die Landesministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung Ina Scharrenbach der Heerener Initiative bereits während ihrer Amtszeit als Fraktionsvorsitzende der Kamener Rats-CDU Unterstützung zugesagt habe – und der Kamenerin Scharrenbach einen Brief ins Landesministerium geschrieben. Mit der Bitte um Berücksichtigung beim neuen Landesförderprogramm zum Erhalt oder Neubau von Schwimmbädern hofft Allebrodt jetzt auf Rückenwind aus Düsseldorf. Allebrodt würde sich freuen, sollte er eine Antwort vom Ministerium bekommen und weist darauf hin, dass nach einer Studie der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft DLRG mittlerweile 20 Prozent der deutschen Grundschüler nicht mehr schwimmen können, 25 weitere Prozent würden als schwimmunsicher eingestuft. Diese Entwicklung sei dramatisch, so Allebrodt, der sich weiterhin, auch im Falle eines Neubaus, für das Schwimmangebot im Ortskern von Heeren-Werve einsetzt.
Archiv: Grünes Licht für vorläufigen Weiterbetrieb der Kleinschwimmhalle in Heeren






