Im Rahmen einer Pressekonferenz stellten der Behördenleiter, Mario Löhr (r.), der Abteilungsleiter Polizei, Leitender Polizeidirektor Torsten Juds (l.), und die Direktionsleiterin Kriminalität, Kriminaldirektorin Stephanie Kronenberger (mitte), am Montag (02.03.2026) die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 für den Kreis Unna (ohne Lünen) vor. Foto: Polizei Unna
Kreis Unna / Kamen. Die Leitung der Kreispolizeibehörde, der Abteilungsleiter Polizei und die Direktionsleiterin Kriminalität haben die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 für Kamen (Kreis Unna) vorgestellt. Insgesamt registrierte die Polizei 2.886 Straftaten. Im Jahr 2024 waren es 2.817 Fälle. Das entspricht einem Anstieg um 69 Delikte. Die Zahl der aufgeklärten Fälle stieg leicht von 1.480 auf 1.500.
Mehr Körperverletzungen, weniger Raub
Im Bereich der Körperverletzung wurden 342 Fälle erfasst, 2024 waren es 310. Besonders die einfache vorsätzliche Körperverletzung nahm von 215 auf 254 Fälle zu. Die gefährliche und schwere Körperverletzung ging dagegen von 87 auf 74 Fälle zurück.
Die Raubdelikte sanken von 22 auf 17 Fälle. Auch die Gewaltkriminalität insgesamt verringerte sich von 117 auf 97 Fälle.
Deutlicher Anstieg bei Diebstählen
Die Diebstahlsdelikte stiegen von 1.052 auf 1.140 Fälle. Dabei erhöhte sich sowohl der einfache Diebstahl (652 auf 719) als auch der schwere Diebstahl (400 auf 421).
Auffällig ist der Rückgang beim Wohnungseinbruchsdiebstahl von 66 auf 36 Fälle. Auch der Fahrraddiebstahl ging leicht zurück (106 auf 102). Deutlich zugenommen hat hingegen der Diebstahl an und aus Kraftfahrzeugen (156 auf 185) sowie der Diebstahl von Mopeds und Krafträdern (9 auf 18).
Der Ladendiebstahl sank von 220 auf 185 Fälle.
Rückgang bei Rauschgift- und Branddelikten
Die Rauschgiftkriminalität ging deutlich zurück – von 65 auf 26 Fälle. Auch Brandstiftungen und das Herbeiführen einer Brandgefahr nahmen von 21 auf 9 Fälle ab.
Weniger Betrug, mehr Unterschlagung
Die Vermögens- und Fälschungsdelikte sanken insgesamt von 434 auf 420 Fälle. Die Betrugsdelikte reduzierten sich von 264 auf 236 Fälle. Dagegen stieg die Zahl der Unterschlagungen deutlich von 83 auf 120 Fälle.
Die Straßenkriminalität nahm von 723 auf 768 Fälle zu. Die Sachbeschädigungen bewegten sich mit 355 Fällen (2024: 346) leicht über dem Vorjahresniveau.
Die Polizei bewertet die Entwicklung insgesamt als differenziert: Während einzelne Deliktsbereiche rückläufig sind, zeigen sich bei Eigentums- und Alltagsdelikten teils deutliche Zuwächse.






