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    Protesttag: Darum bleiben am 23. März Apotheken geschlossen

    Aus Protest gegen die Gesundheitspolitik der Bundesregierung bleiben am Montag, 23. März, fast alle Apotheken in Kamen geschlossen. Nur die Westentor-Apotheke von Apotheker Kevin Peters wird als Notdienstapotheke geöffnet sein. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.deAus Protest gegen die Gesundheitspolitik der Bundesregierung bleiben am Montag, 23. März, fast alle Apotheken in Kamen geschlossen. Nur die Westentor-Apotheke von Apotheker Kevin Peters wird als Notdienstapotheke geöffnet sein. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de

    von Christoph Volkmer

    Kamen. Aus Protest gegen die Gesundheitspolitik der Bundesregierung bleiben am kommenden Montag, 23. März, fast alle Apotheken in Kamen geschlossen. Neben den Schließungen, zu denen die Apothekerverbände aufgerufen haben, gibt es zentrale Kundgebungen, Demonstrationen und Versammlungen in Düsseldorf, Hannover, Berlin und München. Viele Apotheker und deren Teams aus dem Kreis Unna werden nach Düsseldorf fahren und dort protestieren.

    Aus Sicht der Apothekerschaft ist der Protesttag die Folge einer seit Jahren angespannten wirtschaftlichen Lage. Das Honorar für verschreibungspflichtige Medikamente sei seit 13 Jahren nicht an Inflation und gestiegene Kosten angepasst worden.

    „In dem Zeitraum­ - also seit 2013 - sind die Betriebskosten, vor allem die Löhne für das Personal, massiv gestiegen“, sagt der Kamener Apotheker Kevin Peters. Diese Entwicklung habe mittlerweile dazu geführt, dass bundesweit fast jede fünfte Apotheke schließen musste.

    Existenzbedrohende Situation

    Helga Maywald, Filialleiterin der Rathaus-Apotheke am Markt 2, hat in den vergangenen Tagen schon vielen Kunden erklärt, warum die Apotheken am Montag geschlossen bleiben. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.deHelga Maywald, Filialleiterin der Rathaus-Apotheke am Markt 2, hat in den vergangenen Tagen schon vielen Kunden erklärt, warum die Apotheken am Montag geschlossen bleiben. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de

    „Die Apotheken befinden sich in einer existenzbedrohenden Situation, weil sie chronisch unterfinanziert sind. Wir fordern die Bundesregierung auf, ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag endlich einzulösen und die flächendeckende Versorgung durch eine faire Vergütung zu sichern“, unterstreicht der Inhaber der Apotheke am Kämertor und der Westentor-Apotheke. Diese Apotheke an der Weststraße 64 wird am Protest-Tag als Notdienstapotheke geöffnet sein, damit für Patienten die Versorgung gewährleistet bleibt und die Abgabe dringend benötigter Medikamente möglich wird.

    Die Rathaus-Apotheke wird am Montag geschlossen bleiben. „Ich fürchte um unseren Berufsstand, weil uns die Kosten über den Kopf wachsen. Man kann teilweise gar nicht mehr genug verdienen, um diese Kosten noch aufzufangen“, schildert Filialleiterin Helga Maywald.

    Die Apotheken sehen die wohnortnahe Versorgung zunehmend gefährdet. „Wir kämpfen mit unserem Protesttag auch dafür, dass die Apotheke um die Ecke und damit ein flächendeckender Zugang zur Arzneimittelversorgung erhalten bleibt“, erklärt die Apothekerin derzeit auch in vielen Kundengesprächen, nachdem sie immer wieder in der Rathaus-Apotheke auf die besondere Schaufenster-Dekoration anlässlich des Protesttags angesprochen wird.

    Online-Petition läuft schon

    Patienten können die Apothekerschaft auch unterstützen, indem sie sich an einer Online-Petition beteiligen. Diese steht auf openpetition.de unter dem Titel „Apothekensterben stoppen - Koalitionsvertrag jetzt umsetzen!“ zur Verfügung.

     

     

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