Kamen gegen den Trend mit leichtem Anstieg der Arbeitslosigkeit
Kreis Unna. Die Arbeitslosigkeit im Kreis Unna ist im März leicht gesunken. Insgesamt waren 16.307 Menschen arbeitslos gemeldet – das sind 106 weniger als im Vormonat. Auch im Vergleich zum März 2025 ergibt sich ein Rückgang um 235 Personen (-1,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote sank auf 7,5 Prozent und lag damit um 0,1 Punkte unter dem Niveau des Vormonats und des Vorjahres.
„Die Anzahl arbeitsloser Menschen im Kreis Unna reduziert sich im letzten Monat erneut. Auf der Stellenseite lag der Zugang auf Februarniveau, der Bestand verringerte sich allerdings“, erläutert Agenturchefin Sandra Pawlas.
Gleichzeitig weist sie auf zunehmende Unsicherheiten hin: „Der Planungshorizont der Unternehmen wird derzeit immer kürzer. Das lässt sich mit der volatilen Weltwirtschaftslage sowie zunehmenden geopolitischen Spannungen erklären.“ Ein verlässlicher Trend sei aktuell kaum erkennbar. „Wir müssen uns damit abfinden, dass es derzeit keinen typischen Verlauf des Arbeitsmarktes gibt, sondern sich die Richtung monatlich verändern kann.“
Als ungewöhnlich bezeichnet Pawlas zudem die gestiegene Zahl junger Arbeitsloser im März.
Für die kommenden Wochen zeigt sie sich jedoch vorsichtig optimistisch: „Sofern sich die Wetterlage im April stabil zeigt und gerade die Außenberufe verlässlich arbeiten können, gehe ich von steigenden Stellenmeldungen und einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit aus.“
Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises Unna
In der Mehrheit der Städte und Gemeinden im Kreis Unna ist die Arbeitslosigkeit im März gesunken. In acht von zehn Kommunen wurden Rückgänge verzeichnet.
Am deutlichsten fiel der Rückgang in Fröndenberg aus: Dort sank die Zahl der Arbeitslosen um 2,7 Prozent auf 606 Personen. Es folgten Selm (-2,0 Prozent auf 869), Unna (-1,8 Prozent auf 2.098) und Schwerte (-1,5 Prozent auf 1.815).
Weitere Rückgänge gab es in Bergkamen (-0,9 Prozent auf 2.287), Holzwickede (-0,4 Prozent auf 522), Werne (-0,2 Prozent auf 838) sowie Lünen, wo die Zahl der Arbeitslosen minimal um 0,0 Prozent auf 4.648 sank.
Gegen den Trend entwickelte sich die Lage in Bönen und Kamen: In Bönen stieg die Arbeitslosigkeit leicht um 0,6 Prozent auf 711 Personen, in Kamen etwas deutlicher um 0,9 Prozent auf 1.913.






