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    „Ewigkeitschemikalien“ im Alltag: Verbraucherzentrale informiert über PFAS

    vz2025Kamen. Antihaftbeschichtete Pfannen sind in vielen Küchen Standard – doch was praktisch erscheint, kann auch Risiken bergen. Die Verbraucherzentrale in Kamen weist in einem neuen, kostenlosen Ratgeber auf mögliche Gefahren durch sogenannte PFAS hin und gibt Tipps, wie sich diese Stoffe im Alltag vermeiden lassen.

    PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sind künstlich hergestellte Chemikalien, die Wasser, Fett und Schmutz abweisen. Gerade diese Eigenschaften machen sie vielseitig einsetzbar, etwa in Kochgeschirr, Textilien oder Imprägniermitteln. Gleichzeitig gelten sie als äußerst langlebig: In der Umwelt bauen sie sich kaum ab und werden daher oft als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet.

    Ein bekanntes Beispiel ist Teflon™, eine Beschichtung auf Basis von PTFE (Polytetrafluorethylen), das zur Gruppe der PFAS gehört. Neben Umweltbelastungen bei der Herstellung können auch bei der Nutzung gesundheitliche Risiken entstehen. So können PTFE-beschichtete Pfannen bei sehr hohen Temperaturen – ab etwa 360 Grad Celsius – potenziell schädliche Dämpfe freisetzen. Fachleute raten daher, beschichtete Pfannen nicht leer zu erhitzen.

    Wer PFAS im Alltag reduzieren möchte, stößt jedoch schnell an Grenzen. Hinweise wie „PFOA-frei“ bedeuteten nicht zwangsläufig, dass ein Produkt frei von problematischen Stoffen ist – häufig werden lediglich andere Fluorverbindungen eingesetzt. Als mögliche Alternativen in der Küche nennt die Verbraucherzentrale Pfannen aus Gusseisen, Schmiedeeisen oder Edelstahl, die ohne Kunststoffbeschichtungen auskommen.

    Auch außerhalb der Küche können PFAS vorkommen, etwa in Regenbekleidung, Outdoor-Ausrüstung oder bestimmten Drogerieartikeln. Der neue Ratgeber soll Verbraucherinnen und Verbrauchern helfen, solche Produkte besser zu erkennen und bewusste Entscheidungen zu treffen.

    Die Broschüre ist kostenlos bei der Verbraucherzentrale in Kamen erhältlich. Interessierte, die größere Mengen beispielsweise für Einrichtungen oder Betriebe benötigen, können sich direkt an die Beratungsstelle wenden (E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.).

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