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    Ostenallee-Anwohner erleichtert: Geplante Packstation der Post kommt nicht

    An dieser offenbar völlig ungeeigneten Stelle an der Ostenallee wollte die Post eine Packstation errichten, die Stadt erließ einen abrupten Baustopp. Foto: privatAn dieser offenbar völlig ungeeigneten Stelle an der Ostenallee wollte die Post eine Packstation errichten, die Stadt erließ einen abrupten Baustopp. Foto: privat

    Kamen. (AG) Die Erleichterung bei den Anwohnern der Ostenallee ist groß: Eine von der Post geplante DHL-Packstation an der Hausnummer 31 wird nicht installiert. Der Standort liegt ziemlich genau in der Mitte der viel befahrenen Straße, zwischen dem Kreisel zur Hammer Straße und der Brücke zum Sesekedamm.

    Aufmerksamkeit durch erste Bauarbeiten

    Die Anwohner wurden auf die „Beinahe-Baustelle“ aufmerksam, als erste Arbeiten rund um die bereits mit Absperrband versehene Stelle stattfanden – offenbar an Stromleitungen. Nach einem Anruf einer Nachbarin bei den GSW stellte sich heraus, dass diese nichts mit der Baustelle zu tun haben. Auch bei der Stadt lag zunächst keine Genehmigung vor.

    Der Grund: Die Post AG ging davon aus, keine Genehmigung zu benötigen. Anlagen dieser Art gelten laut Landesbauordnung als „verfahrensfrei“ und können ohne Baugenehmigung errichtet werden, wie die Stadtverwaltung erklärte. Allerdings richtet sich die Zulässigkeit nach dem Gebietstypus, den die Post selbst prüfen muss.

    Standort ungeeignet

    Nach Auffassung der Stadt liegt der geplante Standort jedoch in einem „Reinen Wohngebiet“. Grundlage dieser Einschätzung sind die angrenzenden Bebauungspläne sowie die tatsächliche Nutzung der Grundstücke entlang der Ostenallee. Die Post konnte keine Argumente für eine andere Einstufung liefern.

    Sorge vor Verkehrsproblemen

    Die Anwohner hatten bereits erhebliche Bedenken: Sie befürchteten Rückstaus bis zur Hammer Straße oder zum Sesekedamm – verbunden mit zusätzlichem Lärm und Feinstaub.

    Die geplante Packstation („gelber Riese“) mit den Maßen 6,50 mal 2,50 Meter hätte:

    • auf den Bürgersteig geragt
    • den Straßenverkehr massiv behindert

    Da ein Fuß- und Radweg sowie ein stark ausgelasteter Parkstreifen vorhanden sind, wäre ein Halten auf der Straße unvermeidlich gewesen. Nach Einschätzung der Anwohner hätte dies unweigerlich zu Staus in beide Richtungen geführt.

    Baustopp und Dank an die Stadt

    In einem Schreiben an die Verwaltung legten die Anwohner ihre Bedenken dar. Nach einem kurzfristig verhängten Baustopp ist das Thema nun vom Tisch.

    Die Anwohner zeigen sich nicht nur erleichtert, sondern auch dankbar: Die Stadt habe „freundlich, unbürokratisch und schnell“ gehandelt.

    Wie geht es weiter?

    Warum die Post die örtlichen Gegebenheiten im Vorfeld nicht ausreichend geprüft hat, bleibt offen. Eine Stellungnahme der zuständigen Sachbearbeiterin liegt bislang nicht vor.

    Die Stadt signalisiert jedoch Bereitschaft zur Zusammenarbeit:
    Man habe der Post angeboten, bei der Suche nach geeigneten Standorten zu helfen und wolle im Austausch bleiben, so Stadtsprecher Peter Büttner.

     

     

     

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