Nachdem am Samstag oft der Wind fehlte, hoben am Sonntag immerhin einige Objekte bei der „GSW Kamen Kite“ ab. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de
von Christoph Volkmer | Eine Fotostrecke mit den schönsten Bildern vom ersten Tag des Kamener Drachenfestes finden Sie hier.
Kamen-Heeren. Wer es noch nicht wusste, dass Drachenfliegen viel mit sportlicher Betätigung zu tun hat, dürfte dies bei einem Besuch der 39. „Kite“ mit eigenen Augen erlebt haben. Statt dem fast schon obligatorischen Regenwetter war es dieses Mal ausbleibender Wind, der als wohl wichtigste Zutat einer gelungenen Veranstaltung fehlte. Wer seinen Drachen steigen lassen wollte, musste oft selbst in Bewegung kommen.
15 Stundenkilometer Windgeschwindigkeit, also eine „Schwache Brise“ - die hätten sich die professionellen Drachenflieger und Hobby-Lenker für die Präsentation ihrer farbenfrohen „Himmelsstürmer“ am Wochenende schon gewünscht. Doch wie Besucher, Drachenbesitzer und Standbetreiber seit vielen Jahren wissen, ist die „GSW Kamen Kite“ kein Wunschkonzert. Immerhin aber zogen die in den zurückliegenden Tagen angekündigten Unwetter bis auf die Nacht vor dem Start an dem Gelände vorbei.
Fünf Energiestationen hatte die GSW für Kinder vorbereitet. Dabei waren auch Geschicklichkeit und Konzentration gefordert. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de
„Ich bin glücklich, dass auch die letzte Wetterfront am Sonntag an uns vorbeigezogen ist“, so ein erleichterter Kultur-Fachbereichsleiter Stefan Klöcker. Mehrmals hatte es am Sonntag Gespräche gegeben, die Veranstaltung aufgrund der Wettervorhersagen vorzeitig zu beenden. Dies war aber am Ende nicht nötig. Als am zweiten und letzten Veranstaltungstag gegen 18 Uhr dann doch Regen einsetzte, hatten fast alle Fahrzeuge das weitläufige Areal bereits verlassen.
Mit der Resonanz zeigte sich Stefan Klöcker zufrieden. Dabei habe der Samstag deutlich mehr Publikum angelockt: „Wir haben da zwar wenig in der Luft gehabt, aber es gab drumherum eine Menge an Angeboten - so war es für viele Menschen eher ein großes Familienfest.“
Biergarten statt Blick in den Himmel
Bei sommerlichen Temperaturen vergnügten sich am ersten Tag nicht nur Abend viele Besucher im Biergarten vor Ort. „Die Hochphase war am späten Nachmittag, da passten immerhin für ein kurzes Zeitfenster auch die Windverhältnisse“, so der Kultur-Fachbereichsleiter rückblickend.
Am Sonntag gab es mehr Wind - und folglich auch mehr Objekte in der Luft zu bestaunen. Ein großer Besucherzulauf blieb allerdings über den gesamten Tag aus. „Ich weiß nicht, was die Menschen abgehalten hat. Vielleicht waren einige von den Vorhersagen verunsichert“, vermutet Stefan Klöcker.
Eine Fotostrecke mit den schönsten Bildern vom ersten Tag des Kamener Drachenfestes finden Sie hier.
Stelzenläufer sorgten an beiden Tagen des Drachenfestivals am Boden für Hingucker. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de
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