Monatliche Niederschlagsauswertung von Emschergenossenschaft und Lippeverband
Emscher-Lippe-Region. Der Mai 2026 war in den Einzugsgebieten von Emschergenossenschaft und Lippeverband deutlich niederschlagsreicher als im langjährigen Durchschnitt. Das geht aus den aktuellen hydrologischen Auswertungen der beiden Wasserwirtschaftsverbände hervor. Bis auf eine achttägige Trockenphase im letzten Monatsdrittel wurde nahezu täglich Niederschlag registriert. An fünf Tagen wurden zudem Starkregenereignisse gemessen.
Im Emscher-Gebiet erreichte der Mai eine durchschnittliche Niederschlagssumme von 98,7 Millimetern und gehört damit zu den zehn niederschlagsreichsten Mai-Monaten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1931. Der langjährige Mittelwert liegt bei 60 Millimetern. Im Gebiet des Lippeverbandes wurden durchschnittlich 98,4 Millimeter gemessen. Dort belegt der Mai 2026 Platz sechs der zehn niederschlagsreichsten Mai-Monate. Das langjährige Mittel beträgt 58 Millimeter.
Die gemessenen Monatssummen lagen in den Verbandsgebieten zwischen 66,2 Millimetern an der Station Pumpwerk Wesel-Kasselweg und 136,5 Millimetern am Pumpwerk Dortmund-Oespeler Bach.
Die höchste Tagessumme im Emscher-Gebiet wurde am 30. Mai an der Station Bauhof Dortmund-Adelenstraße im Stadtteil Schüren mit 27,2 Millimetern registriert. Im Lippe-Gebiet wurde der höchste Tageswert am 31. Mai an der Kläranlage Hamm-Mattenbecke gemessen. Dort fielen 29,0 Millimeter Niederschlag.
Bereits am 5. und 10. Mai wurden in den Verbandsgebieten Tagesniederschläge von mehr als 20 Millimetern verzeichnet.
Meteorologischer Frühling ebenfalls über dem Mittel
Auch die Bilanz des meteorologischen Frühlings fällt niederschlagsreicher aus als im langjährigen Vergleich. Im Emscher-Gebiet wurden von März bis Mai durchschnittlich 193 Millimeter Niederschlag gemessen. Das 130-jährige Mittel liegt bei 169 Millimetern. Im Lippe-Gebiet wurden im gleichen Zeitraum 180 Millimeter registriert, gegenüber einem langjährigen Durchschnitt von 161 Millimetern.
Trotz des trockenen Aprils lag die Niederschlagsmenge im meteorologischen Frühling damit insgesamt über dem Durchschnitt. Ausschlaggebend dafür waren der niederschlagsreiche Mai sowie ein leicht überdurchschnittlicher März.






