Gesund und süß zugleich - das Angebot der „Candy-Bar“ beim Ferienspiel Mini-Kamen erfreut sich einer großen Nachfrage. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de
von Christoph Volkmer
Kamen. Mini-Kamen ist und bleibt mit 250 täglich Teilnehmenden die beliebteste Ferienaktion der Stadt Kamen. Über 30 Berufe können die Kinder seit knapp zwei Wochen im Freizeitzentrum Lüner Höhe kennenlernen. Zum Abschluss am Freitag, 7. August, um 15 Uhr, werden auch Eltern die Ferienstadt mit allen Angeboten entdecken können.
Nachdem in der ersten Woche aus drei Kandidaten schon ein Bürgermeister für die Kinderstadt gewählt wurde, klingelten jetzt quasi die Hochzeitsglocken. Mathilda und Finn, die sich schon seit dem Kindergarten kennen, unternahmen dazu mit ihren Trauzeugen eine Exkursion ins städtische Standesamt. Auch ein Ausflug in eine große Gärtnerei in Methler haben Kinder schon miterlebt.
Da die Ferienstadt für Kinder nicht über ein Standesamt verfügt, nahmen Mathilda und Finn am Mittwoch die Chance wahr, das Standesamt im Kamener Rathaus zu besuchen. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de
Doch das eigentliche Leben spielt sich in der Mini-Stadt ab. Die Sozialpädagogen Bianca Siewecke und Matthias Götzke haben mit ihrem Team viele Berufswelten vorbereitet, die die Kinder erkunden und ausprobieren können. Trotz hoher Temperaturen werden in der Küche emsig Waffeln und Muffins produziert, während im Kosmetik-Studio mit farblichen Verschönerungen für das Gesicht hantiert wird. Ganz neu ist eine Parfümerie, in der Seifen hergestellt werden. Im Tanzstudio herrscht dazu volle Konzentration - immerhin wird eine Chorografie einstudiert, die am letzten Tag aufgeführt werden soll.
Kühler Keller ist beliebt
„Ihre Pausen verbringen viele Kinder ganz bewusst im Keller, weil es da deutlich kühler ist, als in den anderen Räumlichkeiten“, so Bianca Siewecke. Die anhaltende Hitze hat in der eigenen Mini-Kamen-Gärtnerei im Außenbereich dazu geführt, dass einige Pflanzen trotz intensiver Wässerung nicht überlebt haben.
Die Stimmung der Kinder hat unter den hohen Temperaturen indes nicht gelitten, wie Matthias Götzke erklärt: „Es ist anstrengend für uns und die Kinder, aber mit vielen Trinkpausen haben wir das ganz gut kompensiert.“
Zum mit Abstand beliebtesten Job dürfte nach zwei Wochen der Candy-Shop gewählt werden. Dort gibt es vormittags unter anderem Obst-Spieße und Crêpes. Am Nachmittag wird das von vielen ersehnte Eis für die nur in Mini-Kamen gültige Währung „Minimos“ verkauft. „Dann haben wir schon ein Auge darauf, dass das Eis gerecht an alle Kinder verteilt wird“, merkt Bianca Siewecke an.
Zum Finale am Freitag haben alle Bereiche, in den sich die Kinder bis dahin ausprobiert haben, noch einmal geöffnet. Neben den Eltern der beteiligten Mini-Kamener bietet sich zudem für potentielle neue Bewohner des Ferienangebots die Chance, einmal hineinzuschnuppern. Das haben in der zu Ende gehenden Woche zeitweise jeweils bis zu 50 Kinder aus Offenen Ganztagsschulen aus Kamen und Bergkamen bereits getan.
Zum Abschluss des Ferienangebots am Freitag, 7. August, gehört auch eine Tanzvorführung, für die intensiv geprobt wird. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de
Archiv: Mini-Kamen 2026 eröffnet: Zwei Wochen Leben, Arbeiten und Spielen in der Ferienstadt





