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    Spatenstich: Schallschutzwände gegen Bahnlärm

    Foto: Spatenstich zur Lärmsanierung entlang der Bahnstrecke im Kamener Stadtgebiet (C) Christoph Volkmer für KamenWeb.devon Christoph Volkmer

    Kamen. Seit 1999 wird die sogenannte "Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes" von der Bundesregierung gefördert. Damit wurde die finanzielle Möglichkeit geschaffen, Schallschutzmaßnahmen auch entlang bereits vorhandener Schienenwege umzusetzen. Ab Ende 2013 sollen nun auch die Kamener Bürger von diesem Programm profitieren. Denn unweit des Bahnhofs fand jetzt der erste Spatenstich für den Bau von Schallschutzwänden statt, die dann Ende nächsten Jahres fertig sein sollen.

    „Durch die Wände werden rund 120 nach den Kriterien der Förderrichtlinie direkt betroffene Wohnungen erheblich vom Lärm entlastet“, sagte Peter Winter, der Leiter des Gesamtprojekts "Lärmsanierung" bei der Bahn. In Kamen werden insgesamt drei Wände mit einer Länge von 1.619 Metern entstehen. Im Stadtbereich der Sesekestadt werden die Wände zum Teil aus Gabionen, also mit Steinen gefüllte Drahtkörben bestehen, während in den übrigen Bereichen Leichtmetallelemente eingebaut werden. Auch die weiter hinten liegenden Häuser und Wohnungen sollen nach Beendigung der Arbeiten von der Wirkung der zwei bis drei Meter hohen Wände profitieren. Neben den drei Schallschutzwänden in Kamen wird zusätzlich eine weitere, 1.287 Meter lange "Mauer" in Holzwickede errichtet. Die gesamten Investitionen für diesen aktiven Schallschutz belaufen sich auf etwa 4,9 Millionen Euro.

    Für den obligatorischen ersten Spatenstich fand sich neben Bahn-Projektleiter Peter Winter auch die heimische Polit-Prominenz mit der Landtagsabgeordneten Ina Scharrenbach, Bürgermeister Hermann Hupe, Oliver Kaczmarek und Friedrich Ostendorff (beide Mitglieder des Bundestags) ein. Aufgrund der Gegebenheiten muss der Bau der Schallschutzwände primär vom Gleis aus in der Nacht in Sperrpausen erfolgen. Die Bahn bittet die Anwohner daher schon im Vorfeld um Verständnis für die optischen und akustischen Warnsignale, die zur Absicherung der Bauarbeiter erforderlich sind.

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