Kamen. Mit Verwunderung hat die CDU-Fraktion zur Kenntnis genommen, dass die SPD einen Antrag zur Einführung einer Familienhebamme in Kamen stellen will. Das Thema ist seit dem Jugendhilfeaus-schuss am 27. September 2012 aus Sicht der CDU durch. Im Zusammenhang mit der Diskussion über das Projekt „Kein Kind zurücklassen“ hatte die CDU-Fraktionsvorsitzende Ina Scharrenbach MdL dem Ausschuss erläutert, dass Kamen aus der Bundesinitiative „Netzwerke Frühe Hilfe und Familienhebammen“ Gelder erhält. In diesem Zusammenhang hatte Scharrenbach bereits für die CDU gefordert, dass Kamen die vom Bund zur Verfügung gestellten Mittel nutzt, um Familienhebammen direkt in Kamen zu etablieren. Ausweislich eines letzten Berichtes profitiert derzeit nämlich insbesondere die Stadt Kamen vom kreisweit aufgesetzten Familienhebammen-Projekt. „Rainer Brüggemann, zuständiger Beigeordneter, erläuterte in der Sitzung am 27. September 2012, dass die Verwaltung genau dies vorhabe und aus diesem Grund hat die CDU-Fraktion von einer Antragstellung abgesehen. Die positive Aussage der Verwaltung war da und damit liegt das Thema bei der Verwaltung.“, so Scharrenbach.
„Es ist doch von der SPD gut geübter Brauch, Anträge anderer Fraktionen mit der Argumentation „Die Verwaltung arbeitet doch daran.“ abzulehnen. Daher erwarten wir jetzt von der SPD, dass sie sich auch an die von ihr selbstaufgestellten Spielregeln hält. Wir werden das nämlich in Bezug auf diesen Antrag tun. Seit Ende September ist bekannt, dass Kamen ein eigenes Angebot der Familienhebammen aufbauen möchte und damit ist eine gesonderte Antragstellung und Beschlussfassung überflüssig. Aber wahrscheinlich geht es der SPD nur darum, zu zeigen, dass es sie in Kamen noch gibt.“, so Scharrenbach abschließend.
Da die Hebammen vor dem Hintergrund ihres Berufsbildes umfassend in der gesundheitlichen Begleitung von Mutter und Kind tätig werden und sie sich darüber hinaus an einer immer wichtiger werdenden Schnittstelle zwischen Gesundheits- und Jugendhilfe bewegen, hält die Kamener CDU-Fraktion es für angebracht, diese Berufsgruppe bei der Beratung interessierender Fragen der ge-sundheitlichen Versorgung unserer Bevölkerung im Sinne einer „ständigen Mitgliedschaft“ in der kommunalen Gesundheitskonferenz des Kreises Unna zu berücksichtigen. Ein entsprechender Antrag wurde auf Anregung der Frauen-Union Kreis Unna bereits von der CDU-Kreistagsfraktion gebracht.
HINTERGRUND
Das CDU-geführte Bundesfamilienministerium hat eine Bundesinitiative „Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen“ auf dem Weg gebracht. NRW erhält hierzu aus Bundesmitteln bis 2013 EUR 14,6 Mio. und ab 2014 dauerhaft jedes Jahr EUR 10,0 Mio., die an die Kommunen zu verteilen sind.
Ausdrücklich soll die Bundesinitiative Erkenntnisse über die Einsatzmöglichkeiten, die Anbindung und Funktion von Familienhebammen bringen.
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Einführung von Familienhebammen
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