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    Tipps für ein tierfreundliches St. Martinsfest

    Bonn. Laternen, Martinsfeuer und Gänsebraten - An diesem Wochenende wird in ganz Deutschland das St. Martinsfest (11.11.) gefeiert. Die schöne Tradition hat aber eine unschöne Kehrseite, warnt der Deutsche Tierschutzbund: Jedes Jahr sterben tausende Wildtiere in den Großfeuern. Damit das Feuer nicht zu einer Todesfalle für die Tiere wird, sollte man das Material erst kurz vorher auf- und unbedingt kurz vor dem Anzünden umschichten. Für viele gehört neben dem Martinsfeuer auch die Martinsgans zur Tradition. Wer darauf nicht verzichten möchte, sollte bei der Wahl des Fleisches darauf achten, keine Gänse aus Massentierhaltung zu kaufen. Viele der Wasservögel werden unter tierquälerischen Bedingungen gehalten.
     
    80 Prozent der in Deutschland verkauften Gänse stammen aus dem Ausland und mussten dort größtenteils in industrieller Intensivhaltung leben. Um zusätzlich zum Fleisch Stopfleber zu gewinnen, wird in manchen Ländern den in Käfigen gehaltenen Gänsen täglich eine riesige Menge Futterbrei über einen Schlauch direkt in den Magen gepumpt.Diese Grausamkeit ist in Deutschland zwar verboten, der Import von Stopfleber ist jedoch genauso erlaubt wie der des Fleisches derart gequälter Gänse. Um die Intensivhaltung zu verschleiern, werden die Tiere zum Teil mit irreführenden Bezeichnungen angeboten - beispielsweise suggerieren Begriffe wie „vom Bauernhof" oder „Landkorngans" eine artgerechte Haltung.
     
    Die Tierschützer fordern deshalb nicht nur ein Ende der tierquälerischen Haltungsbedingungen und verbindliche Gesetze zur Haltung von Gänsen, sondern auch ein Verbot von beschönigenden Bezeichnungen. Wer für sein Festtagsmenü noch nicht ganz auf Fleisch verzichten möchte, sollte auf die gesetzlich geschützten Kennzeichnungen „Auslaufhaltung", „bäuerliche Auslaufhaltung", „bäuerliche Freilandhaltung", „Bio- oder „Ökogans" achten. Diese stehen für eine artgerechte Haltung der Tiere mit Auslauf. Doch auch hier gilt: Hände weg von Fleisch mit dem Zusatz „aus Fettleberproduktion".
     
    Martinsfeuer - grausame Tierfalle
    Bereits Wochen vor St. Martin werden die großen Reisighaufen aufgeschichtet und dann von vielen Wildtieren als Unterschlupf genutzt. Doch der vermeintlich sichere Unterschlupf wird für Kleintiere wie Igel, Mäuse oder Kröten schnell zu einer tödlichen Falle. Alle, die nicht auf die Tradition verzichten wollen, sollten besondere Vorsichtsmaßnahmen beachten. Das Material erst kurz vorher auf- und unbedingt kurz vor dem Anzünden umschichten, um den Tieren die Möglichkeit zur Flucht zu geben. Es reicht nicht, nur am Brennmaterial zu rütteln, da die meisten Tiere sich so nicht aus ihrem Unterschlupf bewegen.

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