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    SG Kamen/Lünen/Hamm die TG Kierspe/Lüdenscheid WTB-Landesligameister der Saison 2013

     Mannschaftsfoto: oben Daniel Olenberg (VfL Kamen) obere Reihe von links: der verletzte Leon Olenberg (VfL Kamen), Maximilian Helm (Hammer SC), André Neumann (VfL Kamen), Thomas Schiewe (Lüner SV) untere Reihe von links: Mathis Kieslich (VfL Kamen), Georg Trautwein (Lüner SV), Lars Neumann (Hammer SC), Frank Bowinkel (VfL Kamen)Kamen. Am Samstag konnte die SG Kamen/Lünen/Hamm die TG Kierspe/Lüdenscheid deutlicher als erwartet besiegen und somit ungeschlagen WTB-Landesligameister der Saison 2013 werden.

    Richtigen Finalcharakter bekam der letzte Wettkampftag, weil die angesetzten Paarungen es zuließen, dass der erste gegen den zweiten, der dritte gegen den vierten und der fünfte gegen den sechsten antreten musste. Die SG Kamen/Lünen/Hamm ging dabei als leichter Favorit und Tabellenführer an den Start. Doch während die TG Kierspe/Lüdenscheid ihre junge Mannschaft in Bestbesetzung an die Geräte schicken konnte, stand bei der SG schon vorher der Ausfall von Leon Olenberg verletzungsbedingt fest. Beim Einturnen kam dann der nächste Schock für Trainer Arne Vogt: "Mathis Kieslich hat schon vorher Probleme im Schulterbereich angedeutet. Doch nun stellt sich heraus, dass er noch nicht einmal eine abgespeckte Ringeübung turnen kann. Dabei wollten wir uns gerade an diesem Gerät ein ausreichendes Polster erkämpfen." Zudem war aus den vorherigen Ergebnissen herauszulesen, dass auch am Pauschenpferd eventuell ein Vorsprung herausgeturnt werden könnte. Dieser sollte dann über die beiden letzten Geräte, an denen die Heimmannschaft besonders stark ist, ausreichen. So der Plan von Trainer Vogt.

    Am Boden wurde es dann auch erwartungsgemäß spannend. Sowohl die TG Kierspe/Lüdenscheid als auch die Gäste turnten ihre Übungen sehr sauber durch. Allein der höhere Ausgangswert der drei besten Turner führte dazu, dass das Gerät mit fünf Hundertstel gewonnen wurde.

    Am Pauschenpferd konnte dann der erwartete Vorsprung herausgeturnt werden. Trotz einiger Wackler standen am Ende des zweiten Gerätes über vier Punkte mehr auf dem Konto der SG.

    109,20 zu 100,40 stand es dann doch nach den Ringen, obwohl Mathis Kieslich, der drei Jahre lang für Dresden turnte und in dieser Saison den Höchstwert der Liga hält, nicht aushelfen konnte. Dafür präsentierte André Neumann mit 12,60 Punkten seine persönliche Bestleistung. Trotzdem war es fraglich, ob es bis zum Ende reichen sollte.

    Am Sprung konnten die Gäste aber auf Routinier Georg Trautwein setzen, der eigentlich einen sicheren Tsukahara turnt, aber wegen Knöchelproblemen einen sauberen Überschlag mit ganzer Schraube zeigte, während bei der TG Kierspe/Lüdenscheid der beste Turner seinen Handstandüberschlag mit Salto auf den Hosenboden setzte. Fast einen weiteren Punkt nahm man somit den Gastgebern ab.

    Während spätestens am Barren der Vorsprung dahin schmelzen sollte, zeigte die SG Kamen/Lünen/Hamm eine gute geschlossene Mannschaftsleistung und gewann auch hier mit 36,50 Punkten zu 34,35.

    Bis zum Reck hatte man somit nicht nur alle Geräte des Wettkampfes, sondern der gesamten Landesliga gewonnen. Weder Lars Neumann noch Maximilian Helm jedoch konnten ihre Übungen ohne Sturz beenden, was bei letzterem aber an der ungünstigen Mattenkonstellation beim Abgang lag. Vor Thomas Schiewer wollte Trainer Vogt also vorbeugen und schob die Landungsmatten weiter durch. Nur durch eine nicht eingeplante Drehung konnte Schiewer einen Sturz verhindern, was jedoch zur Folge hatte, dass er den Abgang nun in die nicht vorhergesehene Richtung turnen musste. Um Haaresbreite an der Stange vorbei landete er nach einem gestreckten Salto im sicheren Stand und wurde so zum Helden der Mannschaft. Als dann auch Georg Trautwein seine Übung durchturnte, waren sich die Gäste einig, dass das zum Sieg reichen musste.

    Letztlich hatte die SG Kamen/Lünen/Hamm sogar das Reck ganz knapp mit drei Zehntel gewonnen und somit hieß es am Ende 207,55 zu 195,40 Punkte und 12:0 Gerätepunkte. Das bedeutet nicht nur Platz eins und WTB-Landesligameister, sondern auch die sagenhafte Ausbeute von 10:0 Wettkampfpunkten, 60:0 Gerätepunkten und 1015,10 Gesamtpunkte. Mannschaftsführer Frank Bowinkel scherzte am Ende: "We have a grandios saison geturnt!" und verschwand mit einer Flasche Sekt und seinen Mannschaftskameraden unter die Dusche.

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