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    Indiaca: Die Deutsche Meisterschaft 2013 in Kamen

    Foto: CVJM Kamen Mixed .l.n.r.: Mark Potthoff, Frederike Schmidt, Svea Daubitz, Sandra Denninghoff, Oliver Wojcik, Nathali Boese, Christian Ewald, Matthias Vollmer und Alexander Weber

    von Oliver Wojcik

    Kamen. Ein großartiges Wochenende ging zu Ende. Am Ende hat der CVJM Kamen bei den Deutschen Meisterschaften vor heimischer Kulisse bei Damen, Herren und Mixed jeweils den 2. Platz erreicht.

    Nach den Vorbereitungen am Freitag war die Spannung auf das Wochenende spürbar. Alle fieberten der Deutschen Meisterschaft, die ja quasi vor der Haustür lag, mit Begeisterung entgegen. Am Samstagmorgen wurden dann die bunten Socken hochgekrempelt und die Knieschoner zurechtgerückt. Einmarsch der besten Teams aus Deutschland, die Nationalhymne wird gesungen. Angespannt lauschen alle den Begrüßungsworten des Schirmherrn der Deutschen Meisterschaft 2013, Bürgermeister Hermann Hupe, und den anwesenden Verantwortlichen. Danach noch kurze Vorbereitungen und AUF GEHT’S! Der Turnierbeginn war gleichermaßen für die Herren und Damen sehr positiv. Beide Teams konnten direkt Auftaktsiege einfahren. „Wir haben ein gutes Team, wir können es schaffen“, gibt sich Sandra Denninghoff zuversichtlich, „wir müssen uns anstrengen. Es sind viele gute Teams dabei. Aber Chancen auf den Titel haben wir definitiv.“ Tatsächlich mussten sich die Damen in der Endrunde der besten 6 Teams nur dem TSV Grünwinkel geschlagen geben. Sie gewannen ihre übrigen Spiele gegen Großbeeren, Reckenfeld und Malterdingen. Besonders wichtig war jedoch der Sieg im abschließenden Spiel gegen den Dauerrivalen Grün-Weiß Hausdülmen, die gleich einen ganzen Fanclub mitbrachten, der lauthals jeden Punkt frenetisch feierte und somit nicht nur der eigenen Mannschaft einen Motivationsschub garantierte. Dieser wichtige Sieg machte den zweiten Platz möglich und damit wurde gleichzeitig die beste Platzierung bei einer DM erzielt.

    Die Vorrunde der Herren verlief sehr gut und man konnte mit lediglich einer Niederlage als Zweiter ins Halbfinale einziehen. Dort wartete die Mannschaft aus Malterdingen. Unterschätzen durfte man diese auf keinen Fall, schließlich wurden sie in der anderen Gruppe erster und waren heiß auf ein Finale in Kamen. Dennoch spielten die Kamener Herren einen sehr guten Ball und  besiegten Malterdingen glatt in 2 Sätzen. In einem an Spannung und Dramatik kaum zu überbietendem Finale unterlag man dann dem TSV Grünwinkel knapp in drei Sätzen. Der Hellweger Anzeiger bringt es auf den Punkt: „Erster Matchball – vergeben. Aber egal, es bleiben ja noch zwei! Zweiter Matchball – wieder verlieren die Herren des CVJM Kamen den Ballwechsel. Dritter und letzter Matchball vorerst – noch einmal hat der TSV Grünwikel den besseren Abschluss. Und plötzlich geht alles viel zu schnell: Ein schneller Punkt, ein verwandelter Abschluss, unbändige Freude und Jubelgeschrei – leider von der falschen Mannschaft. Denn der Deutsche Indiacameister heißt in diesem Jahr leider nicht CVJM Kamen.“  Die Badener nutzen dann ihren ersten Matchball zur Titelverteidigung. „Klar sitzt die Entäuschung jetzt erst einmal tief, vor allen Dingen nach drei vergebenen Matchbällen“, gibt Mark Potthoff zu, „aber wir werden weiter Gas geben. Die nächste Meisterschafft kommt!“
    Auf der anschließenden DM-Party wurde bis in die späten Stunden gefeiert. Die Tanzfläche bebte, alle hatten ihren Spaß und freuten sich auf den Sonntag mit weiteren hochklassigen Spielen.
    Leider brachte der Mixed-Wettbewerb am Ende das gleiche Ergebnis. Nach einer souveränen Gruppenphase mit nur einem Satzverlust wurde der ATV Haltern im Halbfinale förmlich deklassiert. Im letzten Finale der DM entschied am Ende die Summe der kleinen Fehler erneut zugunsten des Triple-Siegers Grünwinkel.
    „Triple-Vize, Triple-Vize, HEY, HEY!“ hallte es danach aus den Mündern der Mixedspielerinnen und –spieler bei der Siegerehrung.
    Trotz keines Titels bei der heimischen Meisterschaft in Kamen sind alle mehr als zufrieden. Diese Plätze sind der Beweis, dass Kamen „hungrig“ nach weiteren Titeln ist und in den kommenden Jahren weiter hart an sich arbeiten wird, um wieder Titel nach Hause zu bringen. Das Potential hat man an diesem Wochenende gesehen.
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