
von Christoph Volkmer
Kamen-Methler. 25 Jahre ist es her, als die Freiwillige Feuerwehr zuletzt so richtig groß gefeiert hat. An diesem Wochenende war es wieder soweit - drei Tage lang feierten in Methler nicht nur Feuerwehrleute, sondern auch Großteile der Bevölkerung den 125. Geburtstag der Brandretter.
„Mit einem so riesigen Zuspruch seitens der Bevölkerung hätten wir nicht gerechnet. Das Festzelt war komplett gefüllt und auch draußen haben sehr viele Leute mitgefeiert“, bilanziert ein zufriedener Pressesprecher Matthias Simossek den Feuerwehrball am Samstag. Die Coverband „Level One“ aus Emden musste so viele Zugaben spielen, bis selbst die Sperrstunde ein wenig überschritten wurde. Doch auch zum Auftakt der Feierlichkeiten am Freitag Abend konnte sich die Feuerwehr nicht über mangelnden Zulauf im Festzelt am Bürgerhaus beschweren.
Nicht anders sah das Bild am Sonntag aus, als ein großer Festumzug durch Methler startete. „Wir haben mit dem Wetter wirklich Glück gehabt. Gerade als der Zug startete, hörte der Regen auf und die Sonne kam durch“, so Simossek.
Highlight der Feierlichkeiten war für viele die Neuauflage des „Spiel ohne Grenzen“, das zuletzt vor 25 Jahren ausgerichtet wurde. Feuerwehrgruppen der Stadt Kamen, Bergkamen und Bad Honnef traten dabei auf dem Kunstrasenplatz des SuS Kaiserau an. Dabei standen neun nicht feuerspezifische Disziplinen auf dem Plan: Anziehen beim Ertönen der Sirene, verkehrt herum Fahrradfahren, Unterwasser einen Autoschlüssel bergen bis hin zum gruppendynamischen Vorankommen auf Softdrinkkisten und dem Reinquetschen in einen Kleinwagen - die Löschgruppe hatte in mühevoller Arbeit einen besonderen Parcours geschaffen, der den Zusammenhalt der teilnehmenden Teams forderte. Das wiederum war für die Zuschauer amüsant anzusehen. Vier Schiedsrichter von der Sportschule Kaiserau achteten dabei auf die Einhaltung der Regeln.
In der Hinrunde erreichte das Team der LG Weddinghofen Top-Werte, am Ende jedoch blieb nur der dritte Rang. Das Traum-Finale fand dann zwischen Westick und Wasserkurl statt. Hauchdünn setzte sich am Ende die Mannschaft aus Wasserkurl durch, der damit eine Sensation gelang. Denn auch vor 25 Jahren hatte die LG Wasserkurl den Sieg bei dem ungewöhnlichen Wettbewerb feiern können. „Wir haben uns einfach bei jeder Runde gesteigert. Jetzt sind wir froh, dass dieser Titel im Dorf bleibt“, erklärt Nils Brandhoff, der stellvertretende Löschgruppenführer. Verletzungen gab es beim Siegerteam übrigens keine zu beklagen. „Dafür haben wir fast alle einen heftigen Sonnenbrand abbekommen“, so Brandhoff. Neben dem Siegerpokal erhielt die LG Wasserkurl noch ein 50-Liter-Bierfass, dessen Inhalt demnächst im Rahmen einer gemütlichen Besprechung unter den Siegern verteilt werden soll.
Fotostrecke "Spiel ohne Grenzen" >>>
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