
von Christoph Volkmer
Kamen. Man läuft vielleicht jeden Tag daran vorbei und betrachtet es gar nicht. Es kann eine angemalte Garage, eine kleine Eckkneipe, eine frühere Tankstelle oder die in die Jahre gekommene Bushaltestelle sein. Oder etwas ganz anderes wie eine Industriebrache oder die historische Zeche. Nicht nur Schönheit liegt im Auge des Betrachters, sondern auch Kunst.
Erstmals stellen derzeit gleich sechs Leica-Fotografen eine Auswahl ihrer Arbeiten im Kunstraum aus. Passend zum Motto „Urban - die Stadt und das Leben in ihr“ haben Stephan Aschemann, Stefan Kögel, Dietmar Langenohl, Björn Maletz sowie die beiden Kamener Dirk Müller und Olaf Nattenberg Motive aus den Städten der näheren Region ausgesucht.
„Wir haben uns über das Leica-Forum in Internet kennengelernt. Bei regelmäßigen regionalen Treffen entstand dann die Idee, doch einmal zusammen eine Ausstellung durchzuführen“, sagt Olaf Nattenberg aus Methler. Der Leica-Fan hat übrigens nicht nur Fotografien für die Ausstellung beigesteuert - auch eine kleine Auswahl älterer Leica-Modelle sind noch bis zum 20. Juli im Kunstraum an der Weststraße 42 (neben der Goldschmiede Telgmann) zu betrachten. Zur Einweihung der urbanen Fotoshow, bei der sowohl Portraits als auch Architektur-Ansichten oder Streetfotografie zu sehen sind, reisten nicht nur Besucher aus ganz NRW, sondern sogar aus den Niederlanden an.
Die Einrichtung ist an jedem Samstag von 11 bis 14 Uhr geöffnet. Mittwochs und Freitags steht der Kunstraum dann von 16 bis 18 Uhr den Interessenten offen. Im Rahmen der „Offenen Ateliers“ am 13. und 14. Juli gelten dann erweiterte Öffnungszeiten. An diesem Wochenende sind die Werke der Leica-Fotografen jeweils von 11 bis 17 Uhr zu sehen.
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