Hebesatz soll auf 46,9 v.H. sinken
Kreis Unna. Der Hebesatz der Allgemeinen Kreisumlage kann gesenkt werden, nicht jedoch die finanzielle Belastung der Städte und Gemeinden. Das ist die zentrale Botschaft, die Kreisdirektor und Kämmerer Dr. Thomas Wilk dem Kreistag mit der Einbringung des Haushaltsplanentwurfes für 2014 übermittelte.
Seit dem im September vorgelegten Eckwertepapier konnte der Hebesatz durch eine weitere große Spardisziplin der Kreisverwaltung auf nun 46,9 v.H. (2013 = 47,5 v.H.) gesenkt und die finanzielle Belastung der Städte und Gemeinden um 1,4 Millionen auf jetzt 241,44 Millionen Euro verringert werden. Unterm Strich bedeutet dies jedoch gegenüber 2013 eine Mehrbelastung von neun Millionen Euro.
Ursache für die anhaltend hohe Belastung der kreisangehörigen Kommunen bleiben auch 2014 die kontinuierlich steigenden Soziallasten wie die Kosten der Unterkunft für Bezieher von Arbeitslosengeld II (rund 93 Millionen Euro) oder die Hilfe zur Pflege (32,1 Millionen Euro).
Dazu kommen rund 88,1 Millionen, die vom Kreis als Umlage an den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zu zahlen sind und mit der insbesondere die Betreuung behinderter Menschen finanziert wird. Bei einem Volumen von rund 424,5 Millionen bindet die Finanzierung sozialer Leistungen damit über 60 Prozent des Kreishaushaltes.
Die Fraktionen im Kreistag werden über den am 5. November eingebrachten Etatentwurf in den nächsten Wochen beraten. Die Beschlussfassung über den Haushalt 2014 soll in der Kreistagssitzung am 17. Dezember erfolgen.
Das Eckwertepapier vom September, die Haushaltsrede von Dr. Thomas Wilk am 5. November mitsamt begleitender Folien, der komplette Haushaltsplanentwurf 2014, die Sitzungsvorlage für den Kreistag am 5. November, eine Erläuterung zur Kreisumlage und einiges mehr finden sich Internet unter www.kreis-unna.de.
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