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    "Sankt Martin war ein guter Mann..."

    von Julian Eckert

    Der Sankt-Martinstag, den wir heute feiern, geht zurück auf den sagenumwobenen Martin von Tours, der 316-397 n. Chr. im heutigen Ungarn lebte.

    Martins Vater war römischer Offizier und so war auch Martin gesetzlich zum Dienst in der Armee verpflichtet - er gehörte ab seinem 15. Lebensjahr der Leibwache des Kaisers Konstantin II. an.
    Da ihm der Dienst an der Waffe jedoch stets suspekt war, gab er in jungen Jahren kurz vor der Schlacht gegen die Germanen im heutigen Worms bekannt, von nun an ein Soldat Christi sein zu wollen.
    Aus der Armee würde er jedoch erst mit 40 Jahren entlassen.
    Sein tiefer christlicher Glauben, der ihn sein ganzes Leben lang begleitete, war es, der ihn dazu führte, in Ligugé nach seinem Armeedienst das erste Kloster des Abendlandes zu errichten.
    Durch seine Wundertaten wurde Martin sehr bekannt. Im Jahr 372 weihte man ihn zum Bischof von Tours.

    Die Geschichte vom barmherzigen und gutmütigen Sankt Martin entstammt einer kalten Winternacht: Martin ritt auf seinem Pferd durch das Stadttor von Amiens. Dort begegnete er einem Armen Mann, der nur Waffen und einen Militärmantel bei sich hatte. Martin hielt an und nahm seinen eigenen, warmen Mantel, zückte sein Schwert und entzweite seinen Mantel. Eine Hälfte gab er dem armen Mann, die andere warf er sich selber um.

    Diese und viele andere überlieferte Geschichten von Martin von Tours sollen uns zeigen, welchen Wert wir nie vergessen sollten: Gutmütigkeit.
    Und darum singen wir an diesem besonderen Tag: "Sankt Martin war ein guter Mann..."

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