Kamen. Am Donnerstag, den 14.11., wird Hans-Heinrich Wortmann, der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Ruhr-Lippe, um 19.30 Uhr im VHS-Haus Am Geist 1 schildern, welchen Beitrag die Landwirtschaft zur Energie-Gewinnung leisten kann, soll und will.
Atomkraftwerke abschalten, Fossile Brennstoffe (z.B. Öl, Kohle) massiv reduzieren - stattdessen durch Umstellung auf regenerative Energien wie Wind, Wasser, Sonne und nachwachsende Rohstoffe wie Holz, Mais, Getreide oder die Verwertung von Bioabfall usw. die Energiewende packen.
Ohne den umfassenden Einsatz dieser Energiequellen wird die Energiewende nicht gehen - einige der neuen Energieträger sind im Privatbereich ja schon angekommen. Solaranlagen auf dem Dach, Holzpelletheizung oder Erdwärme-Anlage im Keller.
Doch schon beim Benzin E10 gibt es heftige Diskussionen: Nahrungsmittel gehören nicht in den Tank! Landwirtschaftliche Nutzflächen müssen angesichts des Hungers in der Welt dem Nahrungsanbau dienen! Der Anbau von Mais zur Energiegewinnung führt zu Verarmung von Böden und Landschaften, die von Monokultur geprägt sind („Vermaisung“), was zudem die Gefahr von Pflanzenkrankheiten erhöht. Für Palmöl, dessen Anteil an der Energiegewinnung zwar momentan noch gering ist, wird artenreicher Urwald gerodet, der Palmöl-Monokulturen Platz machen muss...
Die Umstellung der Energieversorgung auf regenerative/nachwachsende Rohstoffe wirft offensichtlich eine Vielzahl von Problemen, Kritiken und Fragen auf.
Welchen Beitrag kann, soll oder muss die Landwirtschaft zur Energiewende leisten?
Kann die Landwirtschaft mit ihren nachwachsenden Rohstoffen eine wichtige Energieressource darstellen?
Ist CO2-arme und umweltverträgliche Energieversorgung vom Acker möglich - oder ist das die „Quadratur des Kreises“?
Der Vortrag ist kostenfrei und eine Teilnahme ohne Anmeldung möglich.
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