
von Christoph Volkmer
Kamen. „Die Lage ist entspannt wie lange nicht und wir sind auf einem richtigen Weg“ - so beurteilte Bürgermeister Hermann Hupe anlässlich der Vorstellung des Haushaltsplanentwurfes 2014 die finanzielle Situation der Stadt. Jedoch könne angesichts des Haushaltsdefizits noch lange keine „Entwarnung“ gegeben werden.
Kämmerer Jörg Mösgen führte die Situation genauer aus. Demnach sieht die Prognose für das zu Ende gehende Jahr erfreulich aus. „Abweichend vom Plan wird der Jahresfehlbetrag rund 1 Million Euro geringer ausfallen und bei circa 11 Millionen Euro liegen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine positive Steigerung von rund 4,5 Millionen Euro“. Positive Auswirkungen haben auch die niedrigen Zinsen. „Das günstige Zinsniveau führt zu deutlichen Einsparungen bei den Zinsaufwendungen, so dass es möglich ist, den Darlehenstand im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Millionen Euro zu senken“, so der Erste Beigeordnete.
Das voraussichtliche Jahresergebnis 2014 wird nach Berechnungen der Stadt ca. -10.788.782 Euro betragen. „Damit liegen wir weiterhin voll auf Kurs, um im Konsolidierungszeitraum bis 2022 das Ziel eines Haushaltsausgleichs zu erreichen“, so Mösgen.
Investitionen plant die Stadt 2014 besonders im Bereich der Schulen. Rund 1,8 Millionen Euro werden für energetische Sanierungen, die materielle Ausrüstung von Fachräumen oder Umgestaltungsarbeiten in den Sporthallen ausgegeben. „Durch energetische Sanierungsmaßnahmen sind Einsparungen von mehr als 50 Prozent keine Seltenheit und bei steigenden Energiepreisen auch eine Investition in die Zukunft“, erklärte Mösgen.
Einen großen Posten nimmt auch der Bereich Sport ein. Dahinter verbirgt sich das bereits vorgestellte Projekt mit der Verlegung und Neuanlage der Sportstätten, bei dem im Gegenzug attraktiver Wohnraum an der Seseke geschaffen werden soll.
Die Gesamtmenge der Investitionen beläuft sich auf 12,4 Millionen Euro. Nach Abzug von Fördermitteln und Pauschalen verbleiben für die Stadt Eigenleistungen von etwas weniger als der Hälfte, also knapp 6 Millionen Euro.
Die Gebührenkalkulation für den Haushalt 2014 sieht vor, dass Grundsteuer, Straßenreinigung und Winterdienst sowie die Kosten für Biomüll und Schmutz- und Niederschlagswasser nicht geändert werden. Der Restmüll wird allerdings wieder teurer: Für die 80-Liter-Tonne sind zukünftig 14 Euro mehr zu bezahlen.
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