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    Pokerchips und Marshmallows – „Meine Stufe kann“

    Foto: Meine Stufe kann - Lehrer stzen auf ihre Schüler (C) Christoph Volkmer für KamenWeb.de

    von Julian Eckert

    Kamen. Die Konzertaula füllte sich schlagartig, als die Qualifikationsstufe 2 (Q2) am Donnerstagabend die Spielshow „Meine Stufe kann“ präsentierte.

    In der Show ging es –  wie auch im Sat.1-Vorbild „Mein Mann kann“ – darum, wie gut die Stufenleiter Sandra Crämer, Mike Kunze und Markus Kolberg ihre zwei antretenden Schüler einschätzen konnten – und wie gut diese in den Geschick-, Wissens- und Sportspielen tatsächlich waren. Durch den Abend führte das Moderatorenpärchen Maike Eder und Philip Kolkmann.
    Während die Lehrer am Pokertisch platznahmen, machten es sich die antretenden Schüler Klara Krantz und Bosse Dörlemann (Einführungsphase, Eph.), Laura Abkai und Lea Rogge-Herper (Q1) und Janina Kilian sowie Philipp Seppelt (Q2) in der Lounge gemütlich.

    Das erste Spiel startete ohne ein Setzen durch die Lehrer, vielmehr ging es für die Schüler darum, im „Blitzquiz“ innerhalb von 90 Sekunden möglichst viele Fragen richtig zu beantworten. Die Eph. schaffte fünf korrekte Antworten, die Q1 zehn und die Q2 drei. Für einen Lacher im Publikum sorgte die Antwort auf die Frage nach einem flugfähigen Säugetier – „der Vogel“ war leider nicht korrekt.
    Im zweiten Spiel („Bierdeckelfangen“) setzte Herr Kolberg darauf, dass Philipp Seppelt es in 3 Versuchen schaffen würde, 22 Bierdeckel von der Tischkante mit einer Hand in die Luft zu schleudern und mit der selben wieder zu fangen. Beim dritten Versuch klappte es nur knapp nicht, die gesetzten Pokerchips gingen verloren.
    Im nun folgenden „Marshmallow-Tabu“ mussten innerhalb von 2 Minuten von der Q2 10 Begriffe ganz nach den Regeln des Spiels „Tabu“ erklärt werden – mit immer mehr werdenden Marshmallows im Mund, auch dies scheiterte.

     

    In Spiel 4 bekam die Einführungsphase den Zuschlag. Sie musste 10 Lehrer, die ein Gedicht vortrugen, an ihrer Stimme erkennen. Doch auch hier ging das Spiel verloren.
    Die Q1 hatte nun zur Aufgabe, acht bekannte englische Liedertexte in deutscher Übersetzung zu erkennen – dieses Spiel ging gewonnen. Im folgenden Spiel 6 musste ebenfalls die Q1 einen Turm aus Doppelkeksen auf der Stirn bauen und balancieren. Lehrer Herr Kunze sagte, seine Schülerinnen würden 8 Kekse in 2 Minuten schaffen, was leider nicht funktionierte.

    „Das klappt ja viel besser als in den Proben“, kommentierte Moderator Philip Kolkmann den Verlauf des 7. Spiels. Hier musste Kandidatin Janina Kilian (Q2) einen Ball mit einem Schläger zwischen den Beinen durch 4 Tore schießen. Herr Kolberg sagte, sie würde dies in 3 Minuten und 30 Sekunden schaffen – und lag goldrichtig damit. Das „Luftballonquiz“ war das letzte Spiel vor der Pause. Kandidat Bosse Dörlemann musste zunächst Luftballons mit Dartpfeilen zerplatzen und sich damit Quizfragen freischalten – bei der Frage danach, wann Baden-Württemberg ein Bundesland wurde, verlor er jedoch das Spiel.

    Nach einer Stärkung mit Würstchen, Pizza und Kuchen startete Spiel 9, in dem Kandidatin Klara Krantz (Eph.) es schaffte, innerhalb von 2 Minuten und 30 Sekunden 10 Unterhosen nur durch Tanzbewegung und ohne Hände anziehen musste. 

    Nach diesem Spiel wurde das Licht gedämmt und ein „Special Guest“ für das nun folgende Tischtennis-Match angekündigt, der gegen zwei miteinander an Armen und Hüfte verbundene Schüler antreten musste. Lehrer Herr Kunze kommentierte: „Ich ahne, wer dieser Special Guest sein wird und dass er zumindest denkt, er könnte gut Tischtennis spielen“ und setzte darauf, seine Kandidaten würden 8 Punkte erzielen, bevor der geheimnisvolle Gegner 11 Punkte auf seinem Konto einfahren konnte.
    Es ertönt spektakuläre Musik, ein Scheinwerfer erleuchtet die Eingangstür, zwei Bodyguards begleiten einen komplett verhüllten Mann, der immer wieder große Gesten macht. Als dieser Unbekannte seine Mütze abzieht, brüllt der Saal vor Lachen: Burkhard Schürmann, Geschichts- und Politiklehrer ist der „Special Guest“. Auf die Frage, wann er das letzte Mal Tischtennis gespielt habe, gibt er kleinlaut zu: „In der sechsten Klasse in der großen Pause“. Doch dafür machte er es außerordentlich gut und erreichte 11 Punkte, bevor die Q1 gewinnen konnte.
    Doch die beiden Kandidatinnen Laura Abkai und Lea Rogge-Herper durften erneut ihr Glück versuchen: Im vorletzten Spiel mussten sie anhand der ersten paar Töne vier Filmlieder erkennen – „Mamma Mia“ und „Skyfall“ schafften sie ohne Probleme, doch trotzdem mussten sie sich geschlagen geben.
    Das letzte Spiel ging ebenfalls verloren: Bosse Dörlemann (Eph.) musste abwechselnd einen Flummi und Tischtennisball auf dem Boden aufspringen lassen und Klara Krantz musste ihn mit einem Eimer auf dem Kopf fangen. Das schaffte sie außergewöhnlich gut, jedoch wurden es keine gesetzten 17 Bälle.

    Das Finalspiel trugen die beiden Stufen aus, die nun noch am meisten Chips hatten – das waren Q1 und Q2. Laura Abkai und Philipp Seppelt mussten anfangs 5 Bauklötzchen zwischen ihren Zeigefingern einklemmen und von einem Tisch zum anderen tragen. Die Anzahl der Klötze wurde immer um 2 erhöht, bis 25 erreicht wurden. Nachdem beiden Kandidaten die Klötzchen ein paar Mal auf den Boden fielen und sie dann wieder bei 5 Klötzen beginnen mussten, gelang es schließlich nach einem längeren Hin- und Her Philipp Seppelt, den Sieg für seine Stufe Q2 hereinzufahren. Der Abend endete und man sah keinen Zuschauer, der die Konzertaula ohne ein fröhliches Gesicht verließ.

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