von Christoph VolkmerKamen. Über 70 Teilnehmer begaben sich gestern auf einen Sparziergang der etwas anderen Art. Denn der Stadtteilspaziergang durch Heeren-Werve stand nicht Bewegung an der frischen Luft im Vordergrund, sondern die Besichtigung wichtiger Orte im Stadtteil, die im Rahmen der Erstellung eines „Integrierten Handlungskonzepts Kamen Heeren-Werve“ unter die Lupe genommen wurden. Hierbei müssen konkrete Maßnahmen zur Verbesserung des Stadtteils erstellt werden, damit Städtebaufördermittel beantragt werden können. Aufgrund der großen Resonanz aus der Bevölkerung wurde die vier Kilometer lange Tour vom Lutherzentrum aus gleich in zwei Gruppen gestartet. Insgesamt sieben Stationen hatte das von der Stadt Kamen beauftragte Planungsbüro plan-lokal dabei ausgesucht. Eins wurde dabei schnell klar - in Heeren-Werve gibt es viel zu tun. „Es hat viele ausführliche Diskussionen und Anregungen gegeben“, fasste Alfred Körbel, Inhaber von plan-lokal, beim anschließenden Austausch im Lutherzentrum zusammen.
Eine intensive Auseinandersetzung plant das Büro nach den Erkenntnissen der Spaziergangs beispielsweise für den Bereich des Nebenzentrums rund um Eisdiele, Volksbank oder Bäckerei. Überprüft werden soll zudem, ob es nicht möglich ist, einen Lückenschluss des Radweges am Mühlbach im Bereich zwischen Bergstraße und der Westfälischen Straße zu realisieren. Die leerstehenden Geschäfte seien zudem ein Ärgernis für die Anwohner; auch weil sich der Zustand vieler Gebäude immer weiter verschlechtere. „Dazu bedauern die Bürger, dass es durch die Schließung verschiedener Gastronomiebetriebe immer weniger Möglichkeiten gibt, sich bei gesellschaftlichen Veranstaltungen zu treffen“, bilanzierte Stefanie Tack, die mit der zweiten Gruppe unterwegs war. Kritisiert wurde von den Teilnehmern auch die kleine Brücke über den Mühlbach, die besonders bei Dunkelheit aufgrund fehlender Beleuchtung ein Gefühl von Unsicherheit vermittele.
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Vorschläge und Ideen zur Neugestaltung des Stadtteils werden auch weiterhin bei der Stadt entgegengenommen. „Wir sammeln alle Anregungen, die uns helfen, die aktuelle Situation möglichst genau einschätzen zu können“, kündigte Stadtplaner Matthias Breuer an. Die wird es sicher auch zu den Bereichen des ehemaligen Freibadgeländes und der Deponie geben, die aus zeitlichen Gründen nicht bei dem Rundgang berücksichtigt werden konnten.





