• Zeche Monopol
  • Kamener Kreuz
  • Kamener Kirchen
  • Kamen-Methler
  • Schloss Heeren

Letzte Nachrichten

    Werbung

    Was ist besser: ein großer oder kleiner Bus?

    Foto: VKU Flotte - Was ist besser: ein großer oder kleiner Bus? (C) www.vku-online.deDie VKU achtet auf Wirtschaftlichkeit

    Kreis Unna. Jetzt, in der Ferienzeit, fällt es verstärkt auf: Viele Busse sind oftmals mit nur wenigen Passagieren besetzt. Können die Verkehrsbetriebe nicht wirtschaftlich denken? Warum werden in den Ferien, an den Wochenenden oder zu anderen Zeiten, wenn nur wenig Betrieb herrscht, keine kleineren, effizienteren Busse eingesetzt, um Geld zu sparen? Diese Fragen werden der VKU häufig gestellt.

    Die Antwort darauf ist vielschichtig. Ralf Greulich, VKU-Betriebsleiter: „Als kommunales Unternehmen achten wir sehr darauf, mit den uns zur Verfügung stehenden öffentlichen Mittel so verantwortungsvoll und wirtschaftlich wie möglich umzugehen.“ Dabei hat die VKU in erster Linie mit Investitionskosten für die Anschaffung von Bussen und mit laufenden Kosten für Diesel, Personal sowie Wartung und Reparatur zu tun.

    „Die Idee, immer wenn möglich, kleine Busse fahren zu lassen, hat Charme“, findet Ralf Greulich, ergänzt aber sofort: „Ohne große Busse geht es nicht.“ An Schultagen bringt die VKU rund 35.000 Schüler zur Schule. Und zusätzlich zu den Schülern sind insbesondere morgens auch noch Berufspendler und Menschen unterwegs, die frühe Besorgungen oder Arztbesuche erledigen. Mittags und am frühen Nachmittag müssen insbesondere die Schüler und später am Tag dann die Berufspendler wieder zurück nach Hause gebracht werden. Diesen enormen Platzbedarf, zu ganz unterschiedlichen Zeiten, kann die VKU nur mit großen Bussen decken. Das Unternehmen hält dafür 75 eigene Omnibusse vor und mietet etwa 100 von heimischen Unternehmern an.

    „Natürlich gibt es zwischendurch immer Situationen, da sind die Busse relativ leer“, weiß der VKU-Betriebsleiter. „Die großen Fahrzeuge dann gegen kleine zu tauschen ist aber ineffizient, obwohl die kleineren Busse weniger Diesel verbrauchen würden.“ Zum einen kostet so ein Tausch natürlich Arbeitszeit. Viel stärker fällt jedoch ins Gewicht, dass die VKU einen doppelten Fuhrpark vorhalten müsste: große Busse für die nachfragestarken Zeiten und kleine Busse für Fahrten mit geringer Besetzung. Neben den erheblichen Investitionskosten würden auch doppelte Wartungsarbeiten und Reparaturen anfallen. Darüber hinaus gäbe es bei den Personalkosten keinen Unterschied. Egal ob groß oder klein: Der Bus braucht einen Fahrer. Selbst bei geringer Nachfrage ist es deshalb für die VKU alles in allem wirtschaftlicher, die großen Busse einzusetzen. In denen finden Fahrgäste mit Kinderwagen oder Rollatoren besser Platz.

    Trotzdem steht die VKU einem flexiblen Einsatz von Kleinbussen sehr offen und positiv gegenüber. „Dort, wo es geht und wirtschaftlich sinnvoll ist, arbeiten wir bereits mit Pkw oder Kleinbussen“, erläutert Ralf Greulich. Ein Beispiel dafür sind die TaxiBusse. Dabei handelt es sich um Taxen oder Kleinbusse, die im Auftrag der VKU ganz wie ein großer Bus nach Fahrplan und zum normalen Tarif unterwegs sind. Der TaxiBus bleibt unauffällig, denn man sieht ihm äußerlich nicht an, dass er ein Teil des öffentlichen Nahverkehrs ist.

    Die Frage, ob und wann große oder kleine Busse sinnvoll sind, beantwortet Ralf Greulich abschlie-ßend so: „Wir schauen uns die Situation genau an. Je nach Kapazitätsbedarf und nach Abwägung aller wirtschaftlichen Gesichtspunkte werden entweder große Busse, kleine Busse oder die bedarfsgesteuerte TaxiBusse eingesetzt – die VKU ist da ganz flexibel.“

    Weitere Auskunft zum Thema Bus und Bahn gibt es bei der kreisweiten ServiceZentrale fahrtwind unter Tel. 0 180 3 / 50 40 30 (0,09 €/Min. aus dem Festnetz, Mobilfunkpreise max. 0,42 €/Min.)l.

    Werbung

    Suche

    Werbung