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    Venenerkrankungen nehmen mit dem Alter zu - Bewegung hält Venen fit

    Wer rastet rostet sowieso, aber wer den ganzen Tag steht, bekommt zusätzlich dicke Beine. Krampfadern sind für Betroffene nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern vielmehr ein Zeichen für eine Venenerkrankung – und das kann böse Folgen haben, bis hin zu Embolien oder chronischen Wunden. So weit muss es jedoch nicht kommen, denn Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten sind vielfältig und wirksam.

    Venenerkrankungen verursachten 2013 im Durchschnitt 16,5 Arbeitsunfähigkeitstage je Fall


    Neun von zehn Erwachsenen haben zumindest leichte Veränderungen der Beinvenen, meist so genannte Besenreiser. Mit steigendem Alter nehmen Häufigkeit und Schweregrad der Venenleiden zu.

    Aufgrund der „Fehlzeitenanalyse 2013“ von Beschäftigten ermittelt die BKK vor Ort 2630 Arbeitsunfähigkeitsfälle mit insgesamt 43.506 Arbeitsunfähigkeitstagen, die auf das Konto von Venenerkrankungen gehen – im Durchschnitt also 16,5 Tage je Fall. Dabei verdoppeln sich die Fallzahlen der über 56jährigen Frauen gegenüber der Altersgruppe der bis zu 25jährigen Frauen; die Anzahl der Fehltage nimmt um das 4,7fache zu. Bei den Männern ist das Ergebnis noch deutlicher. Hier steigt die Zahl der Fälle um 140 Prozent, die der Tage um mehr als das achtfache.

    Ein wesentlicher Risikofaktor für Krampfadernleiden ist Bewegungsmangel. Beschäftigte im Einzelhandel verbringen ihren Arbeitstag oft stundenlang stehend. Andere Arbeitnehmer verharren meist den ganzen Tag bewegungslos im Büro vor ihrem Bildschirm. Und das Freizeitverhalten ist in der Regel auch nicht dazu geeignet, diesen erzwungenen Bewegungsmangel auszugleichen. Aber für ständiges Stehen und sich nicht bewegen können oder dürfen sind wir von Natur aus nicht konstruiert. Das führt zu gesundheitlichen Belastungen. Hinzu kommt, dass die Beine beim Stehen die Last des ganzen Körpers zu tragen haben – und das ist meist mehr als nötig. Übergewicht plagt belastete Beine zusätzlich.

    Präventive und begleitende Maßnahmen sind physikalische Verfahren wie kalte Unterschenkelgüsse oder Wassertreten. Ausdauersporten wie Laufen, Radfahren oder Schwimmen (Wasser bildet eine natürliche Venenkompression) helfen immer; Übergewicht reduzieren schadet nie.

    Ein paar einfache Regeln, die auch am Arbeitsplatz umsetzbar sind:
    * Die Beine beim Sitzen nicht übereinander schlagen oder baumeln lassen, sondern die Füße aufstellen (wenn nötig eine Fußbank organisieren) Füße zwischendurch kreisen lassen.
    * Bequeme flache Schuhe tragen.
    * Immer wieder ein paar Schritte machen, mit den Zehen wippen oder auf der Stelle treten statt unbeweglich stehen.

    Die Symptome einer beginnenden Venenerkrankung sind müde und schwere, manchmal auch schmerzende Beine nach langem Stehen oder Sitzen. Oft kommen Schwellungen besonders im Knöchelbereich hinzu – so genannte Ödeme. Unbehandelt besteht das Risiko einer chronischen Venenschwäche mit schmerzhaften Venenentzündungen und nach jahrelangem Leiden droht auch die Entstehung eines offenen Beines – eine schmerzhafte chronische Wunde, deren Heilung in der Regel mühsam und langwierig ist.

    Zentraler Bestandteil einer Behandlung ist die Kompressions-Therapie. Permanenter Druck durch Kompressionsstrümpfe unterstützt die Muskel-Venenpumpe. Zur besonderen ambulanten Versorgung betroffener Patienten hat die BKK vor Ort einen speziellen Vertrag mit Venen-Kompetenzzentren abgeschlossen. Neben den konventionellen Operationsmethoden stehen den Patienten der BKK vor Ort nach diesem Vertrag auch die modernen kathetergestützten Hitzeverfahren (Laser, Radiofrequenz) zur Verfügung, die von den Krankenkassen in der üblichen ambulanten Regelversorgung sonst nicht gezahlt werden dürfen.

    Verträge der BKK vor Ort mit speziellen Leistungszentren zur Behandlung von Venenerkrankungen mit den neuesten Behandlungsmethoden gibt es bundesweit: Welche Ärzte und Kompetenzzentren beteiligt sind, können Versicherte in ihrem Service-Center oder telefonisch kostenlos unter 0800 222 12 11 erfragen.

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