Kreis Unna. Menschen mit Behinderung sind oftmals qualifizierte Fachkräfte. Das Jobcenter Kreis Unna macht am 05. Mai, dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, besonders aufmerksam auf das Know-how dieser Bewerbergruppe und plant, verstärkt auf regionale Beratungsangebote und Förderleistungen für Arbeitgeber hinzuweisen.
Förderleistungen bei Einstellung behinderter Menschen
Viele Unternehmer scheuen sich noch immer aus unterschiedlichen Gründen davor, einen behinderten Bewerber einzustellen. Schwerbehinderte benötigen oftmals einen behindertengerechten Arbeitsplatz oder zusätzliche technische Hilfsmittel. Hier kann der Integrationsfachdienst im Kreis Unna eingehend beraten. „Grundsätzlich ist eine Behinderung aber kein Hinderungsgrund für eine langfristige berufliche Tätigkeit“, weiß Ute Brüggenhorst, die das Behinderten-Projekt MIAR-MITEINANDER ARBEITEN im Auftrag des Jobcenters Kreis Unna betreut. „Dies zeigen viele erfolgreiche Vermittlungsbeispiele in unserer Region“, erklärt sie weiter.
Auf Seiten der Arbeitgeber wissen viele noch immer nicht um die Hilfestellungen und Förderleistungen bei Einstellung eines (Schwer-) Behinderten. So bietet z.B. das Jobcenter Kreis Unna die Möglichkeit einer Probebeschäftigung. Hierbei können sich Arbeitgeber und Bewerber während eines zuvor abgestimmten Zeitraums kennenlernen und die Zusammenarbeit testen. Des Weiteren können Arbeitgeber Eingliederungsleistungen im Rahmen einer Neueinstellung im Jobcenter beantragen.
Der Europäische Protesttag fand erstmals 1992 auf Initiative des Vereins Selbstbestimmt Leben, einer Interessenvertretung von Menschen mit Behinderung, statt, mit dem Ziel, auf die Situation von Menschen mit Behinderung aufmerksam zu machen und sich für eine Gleichberechtigung aller Menschen einzusetzen sowie ihnen eine Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.
In der Kreisregion Unna setzt das Jobcenter Kreis Unna für seine (schwer-) behinderte Bewerbergruppe das Projekt „MIAR-MITEINANDER ARBEITEN“ um, das durch das Landesarbeitsministerium NRW und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert und zusätzlich durch die Jobcenter Städteregion Aachen und Wuppertal umgesetzt wird.





